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02.11.2026
Viele Parallelen, drei Premieren und ein Top-Wert
Zwei Spiele, sechs Tage, 15 Tore: Die beiden Duelle der HSV-Frauen mit dem 1. FC Union Berlin hatten es in sich. Nach dem spektakulären 4:4 in der Bundesliga mussten sich die Rothosen im DFB-Pokal-Achtelfinale nach Verlängerung knapp mit 3:4 geschlagen geben. Trotz des bitteren Ausscheidens nehmen die Hamburgerinnen wichtige Erkenntnisse, besondere Momente und personelle Verstärkung mit in die nächste Aufgabe.
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Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht: Nur sechs Tage nach dem packenden 4:4 in der Frauen-Bundesliga trafen die HSV-Frauen am Sonnabend im DFB-Pokal erneut auf den 1. FC Union Berlin. Dass sich die Zuschauer im Volkspark dabei ein ähnlich torreiches Duell wie im ersten Aufeinandertreffen wünschen würden, war klar. Dass es tatsächlich erneut zu einem solchen Schlagabtausch kommen sollte, war hingegen kaum zu erwarten. Doch nicht nur die Anzahl der Treffer, sondern auch der Spielverlauf offenbarte erstaunliche Parallelen zwischen den beiden Begegnungen.
Eine davon: In beiden Spielen gingen die Rothosen in der zehnten Spielminute in Führung. Im Pokal war es Camilla Linberg, die einen abgeblockten Ball aus der Unioner Defensive sehenswert zum 1:0 verwertete. Für die Norwegerin war es bereits der zweite Treffer gegen die Berlinerinnen innerhalb weniger Tage. Schon im Ligaspiel hatte sie mit einem direkt verwandelten Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen. Und auch am Sonnabend sollte es nicht bei nur einem sehenswerten Abschluss bleiben: In der 33. Minute erhöhte Paulina Bartz nach Vorarbeit von Linberg mit einem starken Volley aus der Strafraummitte auf 2:0. Ein Treffer, der sich nahtlos in die Sammlung sehenswerter Tore dieser beiden Duelle einreihte.
Doch wie schon im Ligaspiel blieb Union Berlin gefährlich und fand auch diesmal einen Weg zurück in die Partie. Nach der Hamburger 2:0-Pausenführung drehten die Gäste das Spiel innerhalb von zwölf Minuten. Besonders sehenswert: Judit Pajols, die einen direkten Freistoß zum zwischenzeitlichen Ausgleich verwandelte. Die Rothosen ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und bewiesen erneut ihre Moral. In der Nachspielzeit sorgte die eingewechselte Jonna Wrede mit einem Traumtor aus mehr als 20 Metern für den Ausgleich. Ihr Abschluss schlug direkt unter der Latte ein – ein Treffer, der beste Chancen auf das Tor des Monats hat. Für die 20-Jährige war es zugleich das erste Tor im Profibereich. Ein ganz besonderer Moment, der auch über das bittere Pokal-Aus hinaus in Erinnerung bleiben wird. Denn trotz Unterzahl gelang den Unionerinnen in der Verlängerung der Lucky Punch zum 4:3-Endstand und sicherte den Hauptstädterinnen erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
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Wichtige Comebacks im Kader
Neben dem Torspektakel auf dem Platz gab es auch auf der Ersatzbank erfreuliche Nachrichten für die Rothosen. Nach zuletzt personell angespannten Wochen kehrten mit Leila Peneau, Viktoria Schwalm und Nicola Karczewska gleich drei wichtige Spielerinnen in den Kader zurück und sammelten nach ihren Verletzungspausen wieder erste Einsatzminuten. Auch auf der Torhüterinnen-Position gab es ein Comeback: Laura Sieger stand erstmals seit ihrem Kreuzbandriss im Ligaspiel gegen die SGS Essen in der vergangenen Saison wieder im Aufgebot der ersten Mannschaft. Schön, dich zurück im Volkspark zu haben, Laura!
Komplettiert wurde das Personal durch eine weitere Premiere: Jönna Rakow aus dem U21-Team der Rothosen gehörte erstmals zum Kader der HSV-Frauen und durfte damit Volkspark-Luft im Profi-Umfeld schnuppern.
Auch auf den Rängen setzten die Hamburger ein Zeichen: Mit 3.229 Fans war das Pokal-Duell zwischen dem HSV und Union Berlin das mit Abstand am besten besuchte Achtelfinale. Platz zwei im Zuschauer-Ranking ging an das Topspiel zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen mit 2.300 Zuschauern.
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Lange Zeit, dem Pokal-Aus nachzutrauern, bleibt den Rothosen nicht. Bereits am kommenden Sonnabend um 14 Uhr wartet mit dem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen die nächste Aufgabe in der Frauen-Bundesliga. Anschließend steht das nächste Heimspiel an: Am Freitag, 13. November, empfangen die Rothosen um 18 Uhr die Aufsteigerinnen des 1. FSV Mainz 05 im Volksparkstadion.
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