
24.08.2026
Zwischen Premiere und Pflichtspielstart: HSV zu Gast in Verl
Die Rothosen starten mit dem Pokalspiel beim Drittligisten offiziell in die neue Saison 2026/27. Was Merlin Polzin an den Ostwestfalen schätzt und wie es um die Personalsituation bestellt ist.
Im Volkspark kann man die Hufe scharren hören: Der Hamburger SV ist bereit für den Pflichtspielstart. Für die Rothosen geht die neue Saison 2026/27 offiziell mit dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim SC Verl am Montag (ab 17.45 Uhr live im HSVnetradio) los. Nach 101 Tagen hat das Warten auf das nächste Pflichtspiel endlich ein Ende. Entsprechend motiviert sind die Hamburger: Cheftrainer Merlin Polzin spricht in der Pressekonferenz von „maximalem Bock“, Kapitän Nicolai Remberg im Interview von „großer Vorfreude“.
Gleichzeitig steht für den dreifachen Pokalsieger HSV am Montag eine Premiere an: Erstmals in seiner langen Geschichte trifft er in einem Pflichtspiel auf den SC Verl. Was Polzin am Drittligisten aus Ostwestfalen schätzt, welches ehemalige HSV-Talent für die Verler aufläuft und wie es um die Personalsituation der Hamburger bestellt ist, verrät der Vorbericht.

Das Personal
Zum Pflichtspielstart kann HSV-Cheftrainer Polzin beinahe aus dem Vollen schöpfen. Warmed Omari (Schulter) und Miro Muheim (muskuläre Probleme) fallen kurzfristig für die Partie aus. Alexander Rössing-Lelesiit befindet sich derweil noch im Aufbautraining nach seiner Sprunggelenksverletzung. „Der Rest ist am Start und bereit für ein Abenteuer im DFB-Pokal“, betonte Polzin, der zugleich eine Position aus seiner Startelf bereits bestätigte: Sander Tangvik wird im Tor stehen und zu seinem zweiten Einsatz mit der Raute auf der Brust kommen. Beim Saisonabschluss in Leverkusen (1:1) Mitte Mai hatte er sein HSV-Debüt gefeiert und unter anderem einen Elfmeter gehalten. „Sander hat in kleinen Schritten eine herausragende Entwicklung genommen“, lobte der Coach den 23-jährigen Norweger.

Der Gegner
Der SC Verl ist seit der Saison 2020/21 fester Bestandteil der 3. Liga. In der vergangenen Spielzeit erreichten die Ostwestfalen den sechsten Tabellenplatz und egalisierten damit das beste Abschneiden der Vereinsgeschichte aus dem ersten Drittliga-Jahr. Im Sommer verließ Cheftrainer Tobias Strobl den Club in Richtung VfL Wolfsburg, Nachfolger wurde Orest Shala. Unter dem 34-Jährigen sind die Verler mit zwei Niederlagen in Aachen (1:4) und gegen Duisburg (2:4) in die Liga gestartet. Zwischendrin überstanden sie die 1. Runde im Landespokal mühelos: Den Sechstligisten FC Kaunitz schossen sie mit 6:0 ab.
Beim Blick auf den Kader fällt vor allem ein Name auf: Bilal Yalcinkaya. Der 20-Jährige wechselte in diesem Sommer von den Rothosen zu den Ostwestfalen. Yalcinkaya wurde neun Jahre beim HSV ausgebildet und saß im November 2023 das einzige Mal bei den Profis auf der Bank. Kurz darauf gewann er mit dem DFB-Nachwuchs die U17-Weltmeisterschaft in Indonesien. Damit gehört Yalcinkaya zu einem erlesenen Kreis von fünf HSV-Spielern, die sich Fußball-Weltmeister nennen dürfen. Vor ihm triumphierten Jupp Posipal und Fritz Laband (WM der Herren 1954), Bernhard Scharold (U20-WM der Herren 1981) und Kim Kulig (U20-WM der Frauen 2010).
Nun kommt es am Montag zum schnellen Wiedersehen. HSV-Coach Polzin erwartet einen „Pokal-Fight“, auf den sich alle Zuschauer freuen könnten. „Mit Verl erwartet uns ein Verein, der mit seinem spielerischen Ansatz und seinem Mut, Dinge anders zu machen, als sie üblich sind, in den vergangenen Jahren für Furore in der 3. Liga gesorgt hat“, erklärte der gebürtige Hamburger. Die Verler spielten zuletzt in der Saison 2019/20 im DFB-Pokal und erzielten mit dem Achtelfinale ihr bestes Ergebnis bei sechs Teilnahmen. Sie warfen den Bundesligisten FC Augsburg (2:1) und den Zweitligisten Holstein Kiel (8:9 n. E.) raus.

Das Stadionerlebnis
Weil die Rothosen zum ersten Mal in Verl zu Gast sind, wird die Sportclub Arena die lange Liste der HSV-Spielorte erweitern. Die Heimspielstätte der Ostwestfalen bietet Platz für 5.207 Fans und ist damit nicht einmal ein Zehntel so groß wie das Volksparkstadion – das ist DFB-Pokal. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir dem kleinen und mitunter giftigen Stadion standhalten“, sagte Polzin, der nach eigenen Aussagen in seiner Zeit als Jugendtrainer des Öfteren auf dem Gelände und im Stadion der Verler war. Der 35-Jährige weiß also, wovon er spricht.
Polzin erklärte außerdem, dass die Rothosen mit dem Ziel nach Verl fahren, im DFB-Pokal möglichst weit zu kommen. „Der DFB-Pokal kann richtig geil sein. Dafür musst du in jeder einzelnen Runde und in jedem einzelnen Moment voll abliefern“, betonte er. Im vergangenen Jahr war für den HSV im Achtelfinale gegen Kiel (3:5 n. E.) Schluss. Nun geht es in Verl von vorn los. Die Rothosen können es kaum erwarten.
Der Spieltag beim HSV
Das erste HSV-Pflichtspiel 2026/27 beim SC Verl wird im Einzelspiel und in der Konferenz live auf Sky übertragen, darüber hinaus seien euch aber selbstverständlich auch die weiteren verschiedenen und vielfältigen HSV-Kanäle ans Herz gelegt, auf denen ihr die Partie ebenfalls live verfolgen könnt.
HSVnetradio – Mit viel Fachkompetenz, einer Prise Humor und natürlich blau-weiß-schwarzer Brille ist das HSVnetradio live vor Ort für euch dabei, begleitet für euch das Spielgeschehen und bringt euch die Partie nach Hause oder unterwegs auf euer Smartphone. Oder auch auf den Alexa-Sprachassistenten, denn der Stream ist auch über unseren HSV-Alexa-Stream abrufbar. Einfach „Alexa, öffne HSV“ bei den Amazon Sprachassistenten sagen und los geht's!
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