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20.10.2026
Neue Besetzung im Zentrum: Nadir, Adeline und Muheim im Fokus
Gegen den VfB Stuttgart stellten Cheftrainer Merlin Polzin und sein Trainerteam das zentrale Mittelfeld komplett um. Neben Matchwinner Miro Muheim überzeugten auch die Neuzugänge Bilal Nadir und Martin Adeline.
Im Vergleich zum 3:2-Erfolg in Sinsheim waren Cheftrainer Merlin Polzin und sein Trainerstab am vergangenen Sonnabend gegen den VfB Stuttgart (1:0) mit Blick auf die Startelf gefordert: Mit Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) und Sambi Lokonga (Oberschenkelprobleme) fielen zwei Akteure langfristig beziehungsweise kurzfristig aus, die im Mittelfeld des HSV seit der Rückkehr in die Bundesliga eigentlich gesetzt sind. Polzin und Co. boten stattdessen mit Miro Muheim, Martin Adeline und Bilal Nadir gleich drei Akteure im zentralen Mittelfeld auf. In einer kompakten 5-3-2-Grundordnung gegen den Ball gelang es den Rothosen, mit zunehmender Spieldauer die Angriffsbemühungen der gewohnt spielstarken Schwaben immer besser in den Griff zu bekommen und die Räume erfolgreich zu verdichten.
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Alle drei genannten Akteure konnten dabei Pluspunkte sammeln. Muheim avancierte mit seinem zweiten Gamewinner in Serie bekanntlich nicht nur zum viel umjubelten Matchwinner, sondern war mit 11,42 gelaufenen Kilometern auch der laufstärkste Spieler der Partie. Adeline fiel seinerseits als gewohnte Vorchecking-Fleißbiene auf, kam mit 10,54 Kilometern auf den fünftbesten Wert aller Akteure und setzte zudem zu 15 Sprints an. Besser waren beim HSV nur die Außenverteidiger David Möller Wolfe (Spitzenwert des Spiels mit 29) und Louis Lemke (25), die ebenfalls ihren Anteil am ersten Zu-Null-Spiel der Saison hatten, indem sie die Außenbahnen rauf und runter marschierten und dem genannten Trio ebenso wie die Dreier-Abwehrkette und Schlussmann Daniel Heuer Fernandes ein sicheres Gefühl neben und hinter sich gaben.
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96,7 Prozent: Nadir als Passmaschine
Und dann war da noch Bilal Nadir: Der 22-jährige Sommerzugang von Olympique Marseille kam zu seinem zweiten Startelf-Einsatz für die Rothosen und wusste als Passmaschine vollends zu überzeugen. Nachdem er zuletzt in drei Bundesliga-Partien nicht zum Einsatz gekommen und in Sinsheim aufgrund von Adduktorenbeschwerden kurzfristig ausgefallen war, agierte der 1,86 Meter große Mittelfeldspieler in der Schaltzentrale, als sei er schon länger ein fester Bestandteil der Mannschaft. Dabei verbuchte Nadir eine herausragende Passquote von 96,7 Prozent. Damit erzielte er nicht nur den Bestwert dieser Partie, sondern übertraf auch die bisherigen Saisonmittelwerte der ligaweit führenden Spieler. Dortmunds Joane Gadou (93,7), Bayerns Dayot Upamecano (93,6) und Augsburgs Chrislain Matsima (93,2) führen in diesem Punkt statistisch die Liga an, wohlgemerkt und fairerweise mit ihrem Schnitt über alle Saisonspiele.
Nichtsdestotrotz ließ Nadir sein großes Potenzial aufblitzen. „Bilal bringt eine hohe fußballerische und technische Qualität mit. Er ist ein Spieler, der den Ball immer haben will, eine hohe Aktionsdynamik besitzt und sich intelligent in den Halbräumen bewegt“, hatte Sportdirektor Claus Costa bei der Vorstellung des Franko-Marokkaners gesagt. Dadurch sei er in der Lage, den Rhythmus eines Spiels zu verändern und als Verbindungsspieler die Mannschaftsteile miteinander zu verknüpfen. Wie das funktioniert, hat man gegen Stuttgart gesehen. Nun gilt es für Nadir und das gesamte umgestellte zentrale Mittelfeld der Rothosen, an diese Leistung anzuknüpfen. Nächster Halt: Paderborn, wo der HSV am Sonnabend um 15.30 Uhr im Zuge des 7. Bundesliga-Spieltags gastiert.
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