
HSV-Frauen
01.02.26
0:2 - HSV-Frauen unterliegen Freiburg in Unterzahl
Vor den Augen des Herren-Trainerteams rund um Coach Merlin Polzin verloren die HSV-Frauen am 16. Spieltag gegen den SC Freiburg mit 0:2. Victoria Schulz sah früh in der zweiten Spielhälfte die Ampelkarte.
Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen die SGS Essen vom vergangenen Sonntag nahm HSV-Trainerin Liese Brancao zwei Änderungen in der Startformation vor: Für Emilia Hirche und Paulina Bartz begannen Camilla Linberg und Nigar Mirzaliyeva. Letztere feierte dabei ihr Debüt im Trikot der Rothosen.
Die Anfangsphase gehörte dem HSV. Die Hamburgerinnen störten die Gäste früh im Spielaufbau und erspielten sich über schnelle Umschaltmomente die ersten Offensivaktionen. Die bis dato größte Gelegenheit hatte Linberg, die sich aus der Distanz gegen zwei Gegenspielerinnen durchsetzte, den Ball aus rund 20 Metern aber knapp am Freiburger Tor vorbeisetzte.
Mit zunehmendem Support von den Rängen fanden auch die Gäste aus Freiburg besser in die Partie. In der 19. Minute wurde es erstmals gefährlich vor dem Hamburger Tor, als Selina Vobian einen Abschluss auf den Kasten von HSV-Schlussfrau Lea Paulick brachte. In der Folge übernahm Freiburg zunehmend die Spielkontrolle und erhöhte den Druck auf die Hamburger Defensive. Nach einer Standardsituation setzte Svenja Fölmli die mit aufgerückte Julia Stierli in Szene, die den Ball aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für den SC Freiburg im Tor unterbrachte.

Die Breisgauerinnen blieben in dieser Phase das tonangebende Team und hatten wenig später das 2:0 auf dem Fuß. Eine starke Parade von Paulick verhinderte jedoch den zweiten Gegentreffer. Die Rothosen waren im Anschluss darum bemüht, wieder Spielkontrolle zu erlangen, konnten sich jedoch keine zwingenden Gelegenheiten mehr erspielen, sodass es mit der knappen Führung für die Gäste in die Halbzeitpause ging.
Beide Teams starteten personell unverändert in den zweiten Durchgang – doch der Auftakt verlief aus HSV-Sicht denkbar ungünstig. Nach einem langen Bein von Victoria Schulz, mit dem sie eine Freiburger Angreiferin rund 25 Meter vor dem Strafraum stoppte, entschied Schiedsrichterin Julia Boike auf Notbremse.
Mit einer Spielerin mehr auf dem Feld hielten die Freiburgerinnen den Druck hoch und kamen in der 69. Minute erneut gefährlich vor das Tor. Nach einer Hereingabe von der linken Seite legte Lisa Kolb auf die eingewechselte Tessa Blumenberg ab, deren Abschluss aus kurzer Distanz allerdings erneut an der stark reagierenden Paulick scheiterte.
Trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit stemmten sich die Rothosen mit großem Einsatz gegen den Rückstand. Ab der 70. Minute verzeichnete der HSV sogar deutlich mehr Ballbesitz und suchte mutig den Weg nach vorne. Nach 78. Zeigerumdrehungen setzte Melanie Brunnthaler nach Zuspiel von Sophie Hillebrand im Strafraum gegen zwei Gegenspielerinnen durch, wurde im letzten Moment aber noch von einer riskanten Freiburger Abwehraktion aufgehalten.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 82. Minute, als Fölmli nach einem langen Ball der Gäste aus circa fünf Metern zum 2:0 für Freiburg vollendete. Dennoch gaben sich die Hamburgerinnen nicht auf und kämpften bis zum Schlusspfiff mit hoher Laufbereitschaft und großem Engagement, konnten das Ergebnis jedoch nicht mehr verändern.
Hamburger SV: Paulick - Mirzaliyeva, Schulz, Stoldt, Doucouré (52. Hirche) - L. Wrede, Machtens (83. Bartz), Linberg, Hillebrand – Mikolajova (70. Eggert), Brunnthaler (83. Meyer)
SC Freiburg: Benkarth - Stegemann, I. Sigurdardottir, Stierli, Karl – Ojukwu (78. Schneider), Felde, Kolb (78. Bienz), Vobian, Egli (61. Blumenberg) - Fölmli
Tore: 0:1 Stierli (25.), 0:2 Fölmli (82.)
Rote Karte: Schulz (46.)
