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HSV-Frauen

24.04.26

1:0! HSV-Frauen feiern Sieg beim Cardoso-Debüt in Nürnberg

Die HSV-Frauen haben sich in einem intensiven Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg drei Punkte gesichert – Annaleen Böhler erzielte per Kopf den goldenen Treffer des Abends.

Die HSV-Frauen haben am Freitagabend (24. April) ihr Auswärtsspiel im Zuge des 23. Bundesliga-Spieltags beim 1. FC Nürnberg mit 1:0 (0:0) gewonnen. Vor 1.377 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion lieferten sich beide Teams ein packendes Duell, aus dem die Rothosen durch ein Kopfballtor von Innenverteidigerin Annaleen Böhler als Siegerinnen hervorgingen und damit Interimstrainer Rodolfo Cardoso ein erfolgreiches Debüt bescherten.

Mehr Spielkontrolle ... 

Nach der dreiwöchigen Länderspielpause waren die Rothosen im Duell der Tabellennachbarn beim elftplatzierten Club gefordert. In seinem ersten Bundesliga-Spiel als Cheftrainer der HSV-Frauen nahm Rodolfo Cardoso im Vergleich zum letzten Punktspiel gegen Bayer 04 Leverkusen drei Wechsel in der Anfangsformation vor: Für Victoria Schulz, Mia Büchele und Lotta Wrede kamen Annaleen Böhler, Melina Krüger und Christin Meyer in die Startelf. 

Die Partie begann zunächst auf beiden Seiten verhalten, bis Trainer Cardoso bereits früh zum Handeln gezwungen war: Jonna Wrede musste nach einem Zweikampf verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für sie kam Michaela Croatto ins Spiel (9.). In der Folge wurden die Rothosen aktiver, erarbeiteten sich erste Spielanteile und kamen mit Croatto zur ersten gefährlichen Offensivaktion: Von der rechten Strafraumseite brachte sie den Ball auf das Tor und scheiterte nur am linken Pfosten – Torhüterin Romero wäre chancenlos gewesen. Ein Freistoß nach einem Foul von Kapitänin Louisa Guttenberger an Linberg blieb ohne Abnehmerin, fand aber im zweiten Versuch Krüger, die den Ball jedoch im Eins-gegen-Eins mit Torhüterin Romero nicht verwerten konnte (26.). 

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die HSV-Frauen mehr Kontrolle und kamen nach rund einer halben Stunde auf etwa 64 Prozent Ballbesitz. Dennoch fehlte es beiden Teams weiterhin an klaren Ideen, sodass das Spiel trotz leichter Vorteile ohne gefährliche Torchancen blieb. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte versuchten es die Cluberinnen noch einmal über Lein, doch Keeperin Lea Paulick reagierte aufmerksam und verhinderte den möglichen Führungstreffer. So ging es nach einer insgesamt chancenarmen ersten Hälfte torlos in die Pause.

... und verdienter Siegtreffer

Ohne personelle Veränderungen gingen beide Teams in die zweite Hälfte. Die Hamburgerinnen starteten aufmerksam und wurden früh nach Wiederanpfiff gefährlich: Nach einer Ecke von Linberg kam Böhler frei zum Kopfball und platzierte den Ball ins lange Eck – der 1:0-Führungstreffer für die Hamburgerinnen (56.)! 

In der Folge gestaltete sich die Partie zweikampfbetont, wobei die Hamburgerinnen weiter die Kontrolle behielten und das Spielgeschehen vermehrt in die gegnerische Hälfte verlagerten. In der 73. Minute bot sich nach einer Umschaltaktion die Möglichkeit zum nächsten Treffer: Brunnthaler eroberte an der Mittellinie den Ball und leitete auf Linberg weiter, die Krüger in Szene setzte. Diese kam im Nürnberger Strafraum jedoch nicht zum Abschluss und wurde von der Defensive gestoppt.

Auch in der Schlussphase blieb Hamburg die aktivere Mannschaft, bekam den Ball aber nicht über die Linie: Die eingewechselte Sophie Hillebrand setzte sich kurz vor dem Tor durch, scheiterte im Abschluss jedoch an Beatrix Fördös, die den Weg versperrte und zur Ecke klärte. In der intensiven Schlussphase kam es zu einem kurzen Schreckmoment, als Magou Doucouré nach einem Zusammenprall mit Meret Günster einen Kopftreffer erlitt. Die Hamburgerinnen spielten von da an in Unterzahl, brachten die Führung anschließend über die Zeit und sicherten sich damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.


Das Spiel im Stenogramm:

1. FC Nürnberg: Romero – Mai, Varley (74. Lindner), Pollak, Fördös – Guttenberger, Polaskova (61. Günster), Homann (75. Proniez), Miller (90. +1 Svensson Senelius), Lein – Papai

HSV-Frauen: Paulick – Doucouré, Stoldt, Böhler, J. Wrede (9. Croatto) – Machtens (90. Hirche), Bartz, Krüger (78. Hillebrand), Linberg (90. Kardesler), Meyer (90. Büchele) – Brunnthaler

Tore: 0:1 Böhler (56.) 

Zuschauer: 1.377