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HSV-Frauen

09.05.26

1:2 - Last-Minute-Niederlage verhindert vorzeitigen Klassenerhalt der HSV-Frauen

Am vorletzten Spieltag der Frauen-Bundesliga haben die Rothosen durch ein 1:2 beim 1. FC Köln den vorzeitigen Klassenerhalt knapp verpasst. Annaleen Böhler hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Rothosen erzielt.

Die HSV-Frauen haben am heutigen Sonnabend eine bittere 1:2-Niederlage gegen den FC Köln einstecken müssen. Der entscheidende Treffer für die Gastgeberinnen fiel erst in der Nachspielzeit. Trotzdem haben die Rothosen den Verbleib in der Bundesliga weiterhin in der eigenen Hand.

Rückstand zur Halbzeit

Im Vergleich zur knappen 0:1-Niederlage gegen Union Berlin am vergangenen Freitag nahm Interimscoach Rodolfo Cardoso zwei Veränderungen in der Startelf vor: Nach ihrem Kreislaufzusammenbruch im Anschluss an die Partie saß Magou Doucoure zunächst auf der Bank, dafür feierte Jaqueline Dönges nach überstandener Verletzung ihr Comeback in der Anfangsformation. Zudem rückte Camilla Linberg für Mia Büchele in die erste Elf.

Die rund 2.000 Zuschauer im Franz-Kremer-Stadion sahen einen engagierten Auftakt der HSV-Frauen, die bereits in der ersten Minute den ersten Eckball der Partie herausholten. Die Hereingabe von Camilla Linberg geriet jedoch etwas zu kurz, sodass die Kölnerinnen die Situation klären konnten.

In einer umkämpften Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass zunächst klare Torchancen ausblieben.

Die erste große Möglichkeit gehörte dann in der 24. Minute den Gastgeberinnen: Nach einem Freistoß für die Rothosen rutschte Michela Croatto an der Mittellinie aus, wodurch Andrade plötzlich frei auf Lea Paulick zulaufen konnte. Die HSV-Keeperin reagierte jedoch glänzend, machte sich groß und verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand.

Nur wenige Minuten später war Paulick allerdings machtlos: Vogt legte den Ball an der herausgeeilten Torhüterin vorbei in die Mitte, wo Andrade nur noch zur 1:0-Führung für die FC-Frauen einschieben musste.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Rothosen offensiv nur noch selten gefährlich vor das gegnerische Tor. In der 35. Minute setzte Pauline Machtens Christin Meyer in Szene, doch die HSV-Stürmerin konnte ihren Abschluss nicht kontrolliert platzieren, sodass der Ball deutlich über das Tor ging.

Auf der Gegenseite drängten die Kölnerinnen indes auf den zweiten Treffer: Nach einem Ballverlust von Annaleen Böhler im Aufbauspiel suchte Bremer etwas überhastet den Abschluss und verzog deutlich – Glück für das Team von Rodolfo Cardoso. So ging es mit dem knappen Rückstand in die Halbzeit.

Paulick hält die Rothosen im Spiel

Zum zweiten Durchgang brachte Rodolfo Cardoso mit Magou Doucoure eine frische Kraft für die Defensive. Die Französin sorgte über die rechte Seite sofort für neue Dynamik im Hamburger Spiel. Insgesamt wurde die Partie nun intensiver und war von zahlreichen Fouls im Mittelfeld geprägt. Dennoch gelang es beiden Teams in dieser Phase nicht, dauerhaft die Kontrolle zu übernehmen.

Nach 65 Minuten reagierte Cardoso mit einem Dreifachwechsel: Für Pauline Machtens, Melina Krüger und Christin Meyer kamen Mia Büchele, Vildan Kardesler und Melanie Brunnthaler in die Partie. Mit den frischen Offensivkräften wollten die Rothosen in der Schlussphase den Druck auf den Ausgleich erhöhen. Zunächst bot sich jedoch den Gastgeberinnen die große Chance auf das 2:0: Bremer dribbelte sich über die rechte Seite in den Strafraum, scheiterte im direkten Duell jedoch gleich zweimal an der stark reagierenden Lea Paulick.

Die Hamburgerinnen blieben dennoch im Spiel und erarbeiteten sich in der Schlussphase zunehmend eigene Möglichkeiten. Zunächst legte die eingewechselte Vildan Kardesler den Ball im Strafraum auf Camilla Linberg ab, doch Kölns Torhüterin Schmidt war vor der Norwegerin zur Stelle und entschärfte die Situation in letzter Sekunde.

In der 83. Minute dann der umjubelte Ausgleich für die Rothosen: Mia Büchele brachte einen Freistoß gefährlich in den Strafraum. Die Hereingabe wurde immer länger, Kölns Keeperin Schmidt flog unter dem Ball hindurch und am zweiten Pfosten stand Annaleen Böhler goldrichtig. Per Kopf traf sie zum verdienten 1:1 und sorgte für großen Jubel bei den mitgereisten HSV-Fans.

Schock in der Nachspielzeit

In der Schlussphase warfen die Hamburgerinnen alles hinein, um den wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern – und hatten sogar noch die Chance auf den Sieg: Melanie Brunnthaler wurde mit einem präzisen Steckpass in die Tiefe geschickt, konnte sich jedoch nicht entscheidend gegen ihre beiden Gegenspielerinnen durchsetzen.

Stattdessen folgte tief in der Nachspielzeit der späte Nackenschlag: Bremer setzte sich an der Grundlinie gegen Svea Stoldt durch und spielte den Ball in den Rückraum, wo die eingewechselte Dora Zeller zum Abschluss kam und mit ihrem Treffer die Hoffnung der HSV-Anhänger auf einen Punktgewinn zerstörte.

Trotz der bitteren Last-Minute-Niederlage haben die Rothosen den Klassenerhalt weiterhin in der eigenen Hand. Mit drei Punkten Vorsprung auf die SGS Essen gehen die HSV-Frauen in den letzten Spieltag. Zum Saisonfinale im Volksparkstadion wartet dann mit dem FC Bayern München der amtierende Deutsche Meister.

Vor heimischer Kulisse und mit der Unterstützung der gesamten HSV-Familie um das Männerteam von Coach Merlin Polzin soll dann der doppelte Klassenerhalt des HSV perfekt gemacht werden.

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Das Spiel im Stenogramm

HSV-Frauen: Paulick – Dönges, Stoldt, Böhler, Croatto (46. Doucoure) – Krüger (64. Kardesler), Machtens (64. Büchele), Linberg, Hillebrand (90+2 Hirche), Bartz – Meyer (64. Brunnthaler)

1. FC Köln: Schmitz – Agrez (90. Hasenauer), Hegering, Degen, Jessen, Bohnen, Imping (66. Wiankowska), Stolze (46. Achcinska), Vogt, Andrade (76. Zeller), Bremer

Gelbe Karten: Degen (61.), Bremer (64.) /Linberg (46.), Doucoure (55.), Böhler (90+2)

Tore: 1:0 Andrade (30.), 1:1 Böhler (83.), 2:1 Zeller (90+7)

Zuschauer: 1.895