
HSV-Frauen
21.03.26
1:4 – HSV-Frauen unterliegen in Frankfurt
Die HSV-Frauen haben das Auswärtsspiel bei der Eintracht aus Frankfurt am heutigen Sonnabend mit 1:4 verloren. Camilla Linberg hatte die Rothosen mit einem sehenswerten Freistoß zurück ins Spiel gebracht.
Nach dem 1:1 gegen Jena am vergangenen Wochenende waren die HSV-Frauen am 21. Spieltag beim Champions-League-Aspiranten Eintracht Frankfurt gefordert. Cheftrainerin Liese Brancao nahm im Vergleich zur Partie gegen Jena zwei Änderungen in der Startelf vor: Für die gesperrte Annaleen Böhler rückte Victoria Schulz in die Innenverteidigung, zudem ersetzte Maria Mikolajova die angeschlagene Sophie Hillebrand, die aufgrund von Knieproblemen passen musste.
Bei bestem Frankfurter Frühlingswetter erlebten die 3.300 Fans im Stadion am Bretanobad eine zunächst ausgeglichene Anfangsphase. In einer intensiven Begegnung verzeichneten die Rothosen in der 10. Minute die erste gute Gelegenheit: Nach einem Freistoß von Maria Mikolajova wurde es gefährlich vor dem Tor von SGE-Keeperin Lina Altenburg, die den Ball im Getümmel des Fünfmeterraums erst im Nachfassen sichern konnte.
Defensiv präsentierten sich die Hamburgerinnen stabil und ließen die Gastgeberinnen nur selten in gefährliche Abschlusspositionen kommen. Auch die erste nennenswerte Offensivaktion der Eintracht resultierte aus einem Standard, doch den Freistoß von Nina Lührßen klärten die Rothosen im Kollektiv.
In einer insgesamt chancenarmen ersten Halbzeit setzte das Team von Liese Brancao immer wieder auf schnelles Umschaltspiel. Nach rund 20 Minuten setzte sich Melanie Brunnthaler stark gegen zwei Gegenspielerinnen im Strafraum durch, legte sich den Ball jedoch etwas zu weit vor, sodass Frankfurt zur Ecke klären konnte.
In der Folge kam die SGE besser ins Spiel. Einen Distanzschuss von Elisa Senß blockte HSV-Kapitänin Pauline Machtens noch in höchster Not, kurz darauf gingen die Gastgeberinnen dann aber doch in Führung: Nach einer Ablage von Ereleta Memeti an der Strafraumkante zog Nationalspielerin Laura Freigang aus der Distanz ab. Der Ball wurde noch leicht von Victoria Schulz abgefälscht, sodass HSV-Keeperin Lea Paulick keine Abwehrchance mehr hatte.
Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Möglichkeit den Frankfurterinnen, doch Paulick parierte den Abschluss von Geraldine Reuteler souverän und lenkte den Ball am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite folgte wenig später der Ausgleich für den HSV: Nach einem Foul von Sara Doorsoun an Melanie Brunnthaler rund 18 Meter vor dem Tor trat Camilla Linberg zum Freistoß an und zirkelte den Ball sehenswert an der Mauer vorbei in den Winkel zum 1:1.
Die Antwort der Gastgeberinnen ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Erneut war es Laura Freigang, die nach Vorarbeit von Lührßen den Ball stark verarbeitete und aus kurzer Distanz zur erneuten Führung einschob. In der Folge erhöhte die Eintracht den Druck und drängte den HSV zunehmend in die Defensive.
In der 69. Minute bauten die Frankfurterinnen ihre Führung weiter aus: Nach einem Foul von Victoria Schulz an Blomqvist zeigte Schiedsrichterin auf den Punkt. Elisa Senß verwandelte den fälligen Strafstoß sicher, während Paulick in die falsche Ecke unterwegs war.
Kurz darauf bot sich der SGE die nächste Großchance, doch diesmal war Paulick zur Stelle und kratzte den Ball stark von der Linie. Wenige Minuten vor dem Ende der Partie erhöhte das Team von Niko Arnautis nach einem sauber ausgespielten Angriff über die linke Seite erneut durch Freigang zum 4:1-Endstand.
Cheftrainerin Liese Brancao resümierte nach der Partie: „Wir standen in der ersten Halbzeit sehr stabil und haben uns auch den ein oder anderen guten Umschaltmoment erarbeitet. Trotzdem gehen wir mit einem knappen Rückstand in die Pause. Im zweiten Durchgang haben wir dann etwas die Ordnung verloren. Am Ende hat Frankfurt verdient gewonnen und seine Klasse gezeigt.“
Eintracht Frankfurt: Altenburg – Senß (79. Acikgöz), Gräwe (62. Anyomi), Freigang, Lührssen, Reuteler (79. Ivelj), Östenstad, Riesen, Veit (46. Doorsoun), Memeti, Blomqvist (87. Acikgöz)
HSV-Frauen: Paulick – J. Wrede, Schulz, Stoldt, Doucoure, Machtens, Bartz (75. Büchele), Mikolajova (46. Krüger), L. Wrede (90. Wucher), Brunnthaler, Linberg
Tore: 1:0 Freigang (29.), 1:1 Linberg (54.), 2:1 Freigang (59.), 3:1 Senß (70./FE), 4:1 Freigang (85.)
