
Spielbericht
10.05.26
3:2! HSV gewinnt im letzten Heimspiel gegen Freiburg
Im Zuge des 33. Bundesliga-Spieltags besiegen die Rothosen den Europa-League-Finalisten aus Freiburg. Jatta (14.), Vuskovic (64.) und Balde (67.) erzielten die Tore für die Rothosen. Matanovic (16./87.) traf doppelt für die Gäste.
Der Hamburger SV hat sein letztes Heimspiel in dieser Bundesliga-Saison gegen den Europa-League-Finalisten SC Freiburg mit 3:2 (1:1) gewonnen. Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion trafen Jatta (14.), Vuskovic (64.) und Balde (67.) für die Rothosen. Matanovic (16./87.) erzielte die Tore der Gäste.

Unentschieden zur Halbzeit ...
Im Vergleich zum 2:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt veränderte Chefcoach Merlin Polzin die Startelf auf zwei Positionen: Luka Vuskovic rückte für Jordan Torunhariga in die Anfangsformation und Otto Stange begann für Robert Glatzel. Beide Teams starteten energisch in die Partie, bis zur ersten gefährlichen Torchance dauerte es jedoch bis zur 14. Minute: Stange setzte sich über die linke Seite durch, flankte in den Strafraum, scheiterte dort aber an Ogbus, dessen abgefälschter Ball vor den Füßen von Grönbaek landete. Der Norweger legte quer durch den Sechzehner auf Jatta, der den Ball mit dem rechten Fuß im Netz versenkte – die 1:0-Führung für die Rothosen und zugleich das erste Bundesliga-Tor des Hamburgers.
Die Antwort der Gäste folgte prompt: Eine Flanke des unbedrängten Kübler von der rechten Seite fand Matanovic im Zentrum, der ins lange Eck zum 1:1 traf (16.). In der Folge wurde die Partie zunehmend lebhafter, und die Rothosen kamen vor allem über Vieira zu mehreren guten Möglichkeiten. Sein Distanzschuss aus der zweiten Reihe landete am rechten Pfosten (19.), bevor er kurzdarauf erneut aus knapp 16 Metern das Tor anvisierte, doch Ginter warf sich dazwischen und blockte den Abschluss (29.).
Nach einer halben Stunde hatten die Hamburger mit 65 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und 57 Prozent Ballbesitz die Spielkontrolle und präsentierten sich als die dominantere Mannschaft. In der 38. Minute versuchten es die Breisgauer erneut vor dem Hamburger Tor: Ginter fand Matanovic, dessen Abschluss jedoch rechts am Tor vorbeiging. Kurz vor der Pause bot sich den Rothosen eine ähnliche Szene wie beim Führungstreffer. Stange kam erneut über die linke Seite und flankte ins Zentrum. Dort verpasste Königsdörffer zunächst den Ball, doch Jatta stand bereit. Seinen Abschluss konnte er allerdings nicht verwerten, sodass es mit einem Unentschieden in die Kabine ging.

... dann ein Doppelschlag zum Heimsieg
Ohne personelle Wechsel begann die zweite Hälfte, und die Rothosen kamen direkt gefährlich vor das Tor: Kapitän Capaldo schickte Stange auf die Reise, der sich auf dem Weg in Richtung Strafraum gegen Ogbus durchsetzte und aus spitzem Winkel abzog. Ginter klärte jedoch in letzter Sekunde zur Ecke (47.). Kurz darauf schaltete der Sport-Club schnell um: Kübler zog aus der Distanz ab, doch HSV-Keeper Heuer Fernandes tauchte stark ab und lenkte den Ball um den rechten Pfosten (50.). In der 52. Minute setzte sich Grönbaek über die linke Seite gegen seinen Gegenspieler durch und wollte Königsdörffer im Zentrum bedienen, doch der Ball strich knapp rechts am Tor vorbei.
Nach rund einer Stunde folgte dann der Doppelschlag der Rothosen. Ein Freistoß nach einem Foul an Vieira sorgte für den nächsten Jubel im Volksparkstadion: Vuskovic traf aus rund 20 Metern und zentraler Position zur 2:1-Führung (64.)! SC-Keeper Atubolu war noch dran am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern. Nur drei Minuten später legte der HSV ein weiteres Mal nach: Remberg steckte durch auf Balde, der sich auf der rechten Seite gegen Ginter behauptete und den Ball aus kurzer Distanz im kurzen Eck unterbrachte – das 3:1 für die Hamburger (67.)!
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken spielten die Rothosen weiter mutig nach vorne und blieben die aktivere Mannschaft. Nach rund 75 Minuten lag die Zweikampfquote bei 56 Prozent zugunsten der Hamburger. Erneut war es Vieira, der gefährlich vor dem Tor auftauchte, doch Atubolu hielt den Ball im Nachfassen fest (81.). Kurz darauf Matanovic ein weiteres Mal, als er nach einer Grifo-Ecke im Fünfer am höchsten stieg und mit einem Kopfball ins lange Ecke zum 2:3 traf (87.). Danach verstrich die Zeit, es passierte aber noch mal Historisches im Volkspark. Bei seiner Einwechslung in der Nachspielzeit avancierte Eigengewächs Lemke mit 16 Jahren und 214 Tagen zum jüngsten HSV-Profi der Geschichte. Zugleich wurden die Leihspieler Vuskovic und Vieira unter riesigem Applaus ausgewechselt. Mit diesen Bildern endete das letzte Heimspiel des HSV in dieser Saison.
Das Spiel im Stenogramm:
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Capaldo, L. Vuskovic (90.+5 Nandja), Omari – Jatta (65. Balde), Remberg, Lokonga (80. Poulsen), Grönbaek, Fabio Vieira (90.+5 Lemke) – Stange (65. Philippe), Königsdörffer
SC Freiburg: Atubolu – Kübler (68. Scherhant), Ginter (71. Jung), Ogbus (68. Lienhart), Treu - M. Eggestein, Manzambi (58. Höfler), Beste (58. Makengo), Höler, Grifo – Matanovic
Tore: 1:0 Jatta (14.), 1:1 Matanovic (16.), 2:1 Vuskovic (64.) 3:1 Balde (67), 3:2 Matanovic (87.)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Gelbe Karten: Vuskovic, Capaldo / Kübler, Höler
