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HSV-Frauen

14.05.26

Das Saisonfinale der Frauen-Bundesliga im Faktencheck

Dominante Bayern, Hamburgerinnen in den Bestenlisten und ein Dreikampf um die Torjägerinnen-Kanone – der 26. Spieltag der Frauen-Bundesliga hält einige Geschichten parat.

Saisonfinale in Fußball-Deutschland: In den höchsten deutschen Ligen ist gleich mehrfach ein Herzschlagfinale zu erwarten. In der Bundesliga gehen der VfL Wolfsburg, der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli punktgleich ins Duell um Platz 16. In der 2. Liga machen die SV Elversberg, Hannover 96 und der SC Paderborn ebenfalls punktgleich die Plätze 2 und 3unter sich aus. Und auch in der Frauen-Bundesliga fallen die letzten Würfel.

Mittendrin: die HSV-Frauen, die den HSV-Männern unbedingt folgen und am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den FC Bayern München den Klassenerhalt klarmachen wollen. Die Ausgangsposition ist dabei etwas weniger dramatisch als in den genannten Beispielen: Drei Punkte und elf Tore Vorsprung haben die Rothosen auf die SGS Essen, die zeitgleich gegen den SC Freiburg spielt. Der finale Spieltag der Frauen-Bundesliga im Faktencheck:

7x 14 Uhr: Ebenso wie bei den Männern in der Bundesliga (Sonnabend, 15.30 Uhr) und in der 2. Liga (Sonntag, 15.30 Uhr) finden bei den Frauen alle sieben Partien des finalen 26. Spieltags zeitgleich statt. Am Sonntag um 14 Uhr geht es von Hamburg über Essen bis nach Jena und Sinsheim in der gesamten Republik um die letzten Punkte.

71 Punkte, +80 Tore: Der Meister der Saison 2025/26 steht bereits seit einigen Wochen fest: Die FC Bayern Frauen machten ihre vierte Meisterschaft in Folge am 22. April mit einem 3:2-Erfolg bei Union Berlin perfekt. Beim letzten Heimspiel am vergangenen Sonnabend (2:0 gegen Frankfurt) gab es dann auch die Schale: DFB-Präsident Bernd Neuendorf überreichte Kapitänin Glódís Viggósdóttir die begehrte Trophäe. Die Münchnerinnen haben sich ihre achte deutsche Meisterschaft mehr als verdient – ungeschlagen hat das Team von Trainer José Barcala die Liga dominiert und führt das Feld mit derzeit 71 Punkten und einem Torverhältnis von +80 weit vor dem VfL Wolfsburg (55 Punkte, +32 Tore) an.

Pokal: Eine weitere Trophäe könnten die Münchnerinnen am heutigen Donnerstag (14. Mai) gewinnen. Um 16 Uhr bestreiten sie gegen den VfL Wolfsburg das DFB-Pokalfinale in Köln. Die FCB-Frauen sind amtierender Pokalsieger, gewannen im vergangenen Jahr mit 4:2 gegen den SV Werder Bremen. Bereits zweimal (2024 und 2018) trafen sie im Endspiel auf den VfL Wolfsburg – und mussten sich beide Male geschlagen geben.

3x 16 Treffer: Superstar Pernille Harder könnte darüber hinaus noch eine persönliche Trophäe in dieser Saison gewinnen: Mit aktuell 16 Treffern führt sie die Torjägerinnenliste der Frauen-Bundesliga an – gleichauf mit Hoffenheims Selina Cerci und Bremens Larissa Mühlhaus, die bekanntlich eine HSV-Vergangenheit besitzt. Während die HSV-Frauen Harder die Suppe versalzen könnten, gehen Liga-Topscorerin Cerci (zusätzlich neun Torvorlagen) und Mühlhaus gegen RB Leipzig beziehungsweise bei Bayer 04 Leverkusen auf Torejagd.

14, 2.071, 76,34 %: Der Branchenprimus hat nicht nur eine Torjägerin mit Killerinstinkt in seinen Reihen, sondern ist auf zahlreichen Positionen exzellent besetzt: Nationalspielerin Klara Bühl als Assistkönigin (14 Torvorlagen), Georgia Stanway als Passmaschine (2.071 gespielte Pässe) und Vanessa Gilles mit einer Zweikampfquote von 76,34 Prozent führen die Bestenlisten der Liga an.

2.250: Doch auch die HSV-Frauen stehen in einigen persönlichen Statistiken ganz oben: So etwa Sechserin Svea Stoldt, die als eine von nur zwei Feldspielerinnen bislang jede einzelne der 2.250 möglichen Spielminuten absolvierte. Die weitere Dauerbrennerin der Frauen-Bundesliga ist Freiburgs Abwehrspielerin Lisa Karl. Darüber hinaus zählen die Torhüterinnen Laura Dick (TSG Hoffenheim), Mariella El Sherif (Werder Bremen) und Elvira Herzog (RB Leipzig) zu den „Allesspielerinnen“.

84: Kaum zu halten: HSV-Mittelfeldspielerin Melanie Brunnthaler ist mit großem Abstand die meistgefoulte Spielerin der Liga. 84-mal war die 25-jährige Österreicherin nur mit einem Foulspiel zu stoppen. Zum Vergleich: Auf Rang zwei liegt Mühlhaus mit „nur“ 57 Fouls durch Gegenspielerinnen.