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10.05.26
„Ein tolles Gefühl, den Fans etwas zurückzugeben“
Im letzten Heimspiel der Saison gewinnt der Hamburger SV mit 3:2 gegen den SC Freiburg und beschert seinem Anhang einen Sieg zum Abschluss.
Nicolai Remberg: Heute war besonders! Es ist ein tolles Gefühl, den Fans mit einem solchen Spiel etwas für ihre Unterstützung über die gesamte Saison zurückzugeben. Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Es gab so viele tolle Momente in dieser Saison. Als Mannschaft haben wir Großes erreicht. Jeder hat sich reingehauen, und uns hat ausgezeichnet, dass auch die Spieler, die eigentlich nicht so viel spielen, ihre Leistung gebracht haben, wenn sie gebraucht wurden und ihre Chance kam. Für einen Aufsteiger sind 37 Punkte nicht so verkehrt. Bei meinem Tor wusste ich eigentlich direkt, dass ich im Abseits stand. Vielleicht spare ich mir noch einen Treffer für Leverkusen oder eben für die nächste Saison auf. (lacht)
Luka Vuskovic: Für mich war es heute ein sehr spezielles Spiel. Es war zu 99,9 Prozent wohl mein vorerst letztes Heimspiel für den HSV. Man weiß nie, was passiert und sollte eine Tür nicht komplett zuschlagen, aber es hat sich wie eine Goodbye-Party angefühlt. Die Saison ist noch nicht vorbei und wir werden über die Zukunft nach dessen Ende sprechen. Mario, meine Eltern und einige andere Familienmitglieder waren heute im Stadion. Es war ein emotionaler Moment. Ich bin so glücklich, ein Teil dieses Clubs zu sein. Ich habe nicht genug Worte dafür – es ist pure Freude. Ich bin froh darüber, dass ich dem Team mit Toren helfen konnte. Es war eine richtig gute Saison.
„Es ist ein Privileg für mich, hier spielen zu dürfen. Ich bin einfach dankbar dafür. “
Bakery Jatta: Ich freue mich sehr über mein erstes Bundesliga-Tor. Das fühlt sich richtig gut an! Es ist ein Privileg für mich, hier spielen zu dürfen. Ich bin einfach dankbar dafür. Der HSV ist mein Club. Ich freue mich immer, wenn ich hier spielen darf. Ich gebe jederzeit mein Bestes.
Fabio Balde: Als der Ball von Remberg tief kam, standen die Zeichen in meinem Kopf auf Sprinten – ab dann wollte ich nur noch mit Vollgas aufs Tor. Es ist ein unglaubliches Gefühl, mein erstes Bundesliga-Tor erzielt zu haben. Das war immer mein Ziel. Jetzt ist es mir ausgerechnet am 10. Mai gelungen – einem besonderen Datum für die Fans und für uns. Zudem war es heute ein besonderer Tag für Otto, Shafiq und mich. Ich kenne die beiden schon länger, das sind meine Jungs. Ich habe ihnen gesagt, dass es nicht selbstverständlich ist, was wir heute erreicht haben. Das müssen wir genießen.
Otto Stange: Das erste Mal in der Bundesliga in der Startelf zu stehen, hat Spaß gemacht. Ich hatte Gänsehaut, als ich eingelaufen bin. Es ist etwas anderes, von Beginn an zu spielen, als eingewechselt zu werden. In ein oder zwei Situationen hätte ich es besser machen können, aber unterm Strich bin ich zufrieden.
„Wie die Jungs das heute gelöst haben – gerade nach dem Erreichen des großen Ziels – ist aller Ehren wert.“
Merlin Polzin: Es ist kein Geheimnis, dass einem die Freiburger mit ihrem Spiel alles abverlangen. Wie die Jungs das heute gelöst haben – gerade nach dem Erreichen des großen Ziels – ist aller Ehren wert. Wir haben dem Team vor dem Spiel klargemacht, dass nicht der erste Eindruck zählt, sondern dass sich die Menschen an den letzten erinnern werden. Deshalb war es uns ein großes Anliegen, ein gutes Spiel zu machen. Das haben die Jungs auf dem Platz und die Menschen im Stadion gemacht. Ich möchte Danke sagen an alle, die bis zum heutigen Spieltag unterstützt haben: in erster Linie Loic, weil wir es immer gemeinsam machen, und dann natürlich das gesamte Trainerteam und den Staff sowie die Mannschaft. Dazu kommen alle Personen auf der Geschäftsstelle rund um Eric und Claus, die alle dazu beigetragen haben, dass wir solche Momente wie heute erleben dürfen.
Wir wünschen dem SC maximalen Erfolg. Sie spielen eine tolle Saison, im europäischen Wettbewerb herausragend. Wir drücken die Daumen, dass es am Ende etwas zu feiern gibt.
Julian Schuster: Ich kann heute mit unserer Leistung nicht zufrieden sein. Wir haben uns das anders vorgestellt, und das muss auch losgelöst von den Ereignissen unter der Woche unser Anspruch sein. Wir haben mit dem Ball in der ersten Hälfte falsche Entscheidungen getroffen, obwohl Räume und Möglichkeiten da waren. Das ist uns nicht gelungen. Wir mussten mehr gegen den Ball arbeiten, und das ist anspruchsvoller, wenn du nicht so viel Frische hast. Wie wir die Tore kassieren, ist zu einfach. Das kann man nicht auf die Müdigkeit schieben. Wir hätten mit einer besseren Leistung für ein anderes Ergebnis sorgen können, und was das bedeutet hätte, weiß jeder. Wir müssen es schweren Herzens akzeptieren. Merlin und dem HSV Glückwunsch zu drei Punkten.
