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"Wir sind weiterhin uneingeschränkt handlungsfähig"

Verein

08.03.18

"Wir sind weiterhin uneingeschränkt handlungsfähig"

Vorstand Frank Wettstein sprach am Vormittag in einer Presserunde über die Freistellungen von Heribert Bruchhagen und Jens Todt, sein erweitertes Aufgabenfeld und die zukünftige Ausrichtung im Vorstand. 

Nachdem der Hamburger SV am Donnerstagmorgen (8. März) die Trennung von dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt bekanntgegeben hatte, äußerte sich der jetzige Alleinvorstand Frank Wettstein gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann in einem Pressegespräch zu der aktuellen Situation und den nächsten Schritten im Hinblick auf die Neuausrichtung des Clubs. "Ich trage in der jetzigen Phase die alleinige Verantwortung als Vorstand. Das heißt aber nicht, dass ich die Entscheidungen alleine treffe. Wir haben in der zweiten Führungsriege - gerade im Bereich des Sports - exzellente Leute, die in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Wir sind weiterhin uneingeschränkt handlungsfähig", betonte Frank Wettstein gegenüber den zahlreichen Medienvertretern, die sich im Pressekonferenzraum des Volksparkstadions eingefunden hatten. 

Im Detail sprach der 44-Jährige über ... 

... die Freistellung von Jens Todt: Herr Hoffmann hat mich gestern Abend über die Entscheidung des Aufsichtsrates informiert. Diese fand vor dem Hintergrund eines Neustarts und Umbruchs statt. Im Zuge dessen bin ich der Überzeugung, dass wir diesen Umbruch auch vollständig durchführen müssen. Das hat dazu geführt, dass wir uns auch auf der Position des Sportdirektors so entschieden haben. 

Frank Wettstein betont: "Wir haben in der zweiten Führungsriege - gerade im Bereich des Sports - exzellente Leute, die in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Dazu zählen Bernhard Peters und Johannes Spors."

... sein erweitertes Aufgabenfeld: Ich trage in der jetzigen Phase die alleinige Verantwortung als Vorstand. Das heißt aber nicht, dass ich die Entscheidungen alleine treffen. Wir haben in der zweiten Führungsriege - gerade im Bereich des Sports - exzellente Leute, die in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Dazu zählen Bernhard Peters und Johannes Spors. Wir müssen von jetzt auf gleich zwei Positionen auffangen und ich bin mir sicher, dass wir das übergangsweise hinkriegen. Wir sind weiterhin uneingeschränkt handlungsfähig.  

... den Schwerpunkt der jetzigen Arbeit: Unser Schwerpunkt liegt in der Wahrnehmung von Chancen. Diese sehe ich immer noch ganz klar im Klassenerhalt. Diesem Ziel wird im Zuge des Neuaufbruchs noch einmal alles untergeordnet. Wenn der Moment eintritt, dass der Klassenerhalt nicht mehr realistisch ist, werden wir die Schwerpunktsetzung umdrehen. Die Bereiche im Hintergrund arbeiten an diesen eventuellen Entwicklungen, die dann zu vollziehen sind.

... das zukünftige Personalkonstrukt im Vorstand: Ich erhebe langfristig keinen Anspruch auf dieses Amt, sondern bin glücklich mit meinem Beschäftigungsverhältnis als Finanzvorstand. Die Gesamtverantwortung wird ein vorübergehender Zustand sein und dann wird man ein Personalkonstrukt finden, wie die finale Rollenverteilung sein wird. Diese Zielstruktur werden wir mit Bernd Hoffmann und dem Aufsichtsrat diskutieren. Ich glaube, dass ich als Verbliebener im Vorstand den größtmöglichen Hintergrund habe, um zu beurteilen, was ideal sein könnte. Am Ende liegt die Entscheidung aber beim Aufsichtsrat. 

Trainer Bernd Hollerbach legt den Fokus komplett auf die Mannschaft und das bevorstehende Punktspiel in München.

... Trainer Bernd Hollerbach: Ich habe Bernd Hollerbach heute morgen direkt über die Entscheidung informiert. Er hat betont, dass sein Fokus komplett auf der Mannschaft und dem Spiel gegen Bayern liegt und er das Team entsprechend informiert. Herr Hollerbach hat unser Vertrauen bekommen und die Mannschaft hat eine Entwicklung genommen. Sie hat in meiner Wahrnehmung zuletzt unglaubliches Pech gehabt. Wir werden die sportliche Entwicklung als Team entscheiden und Bernd Hollerbach ist Bestandteil dieses Teams. Zum jetzigen Stand halte ich es nicht für möglich, dass wir auf der Trainerposition noch einmal eine Veränderung vornehmen. 

... das Bild des HSV: Der HSV ist in einer sportlichen Krise, die sich seit Jahren angekündigt hat. Auf der anderen Seite hat der HSV unglaublich viel Potenzial und Chancen. Wir müssen die Ursachen identifizieren, die zu dieser Situation geführt haben und dann inhaltlich saubere Entscheidungen treffen, um dann wieder Chancen für den HSV nutzen und ihn aus dieser sportlichen Krise mittelfristig rausführen zu können.

... die finanzielle Handlungssicherheit: Die Lizenz für beide Ligen wird nächste Woche beantragt. Dann geht die DFL in die Prüfung und wir antizipieren, dass wir die Lizenz rechtzeitig bekommen werden. Das heißt, dass die Saison durchfinanziert ist. Dann müssen wir den Investitionsbedarf festlegen und dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder das Geld auf externem Weg beschaffen oder Veränderungen in der Kaderstruktur freizumachen, was durchaus gelingen sollte. 

 

Die Presserunde mit Frank Wettstein im Video auf HSVtv: