
HSV-Frauen
27.01.26
Neue Gesichter, altbewährter Kampfgeist
Drei Punkte, zwei Treffer von Sophie Hillebrand und gleich fünf Debüts: Der erste Heimsieg der HSV-Frauen hatte vor allem aus Sicht der zahlreichen Neuzugänge besondere Geschichten zu erzählen.
In der Winterpause begrüßten die HSV-Frauen gleich sechs Neuzugänge in ihren Reihen: namentlich Lea Paulick, Paulina Bartz, Gloria Sliskovic, Magou Doucoure, Camilla Linberg und Nigar Mirzaliyeva. Fünf von ihnen sammelten beim jüngsten 2:1-Heimsieg gegen die SGS Essen direkt ihre ersten Minuten im HSV-Trikot.
„Unsere Neuzugänge haben sofort gezeigt, welche Qualitäten sie mitbringen“, lobte Cheftrainerin Liese Brancao im Nachgang der Partie. Mit Paulick, Bartz und Doucouré hatte die Brasilianerin gleich drei Neuzugänge in die Startelf beordert und wurde mit dem ersten Heimsieg der Saison belohnt: „Für mich war es ein verdienter Erfolg, auch wenn wir noch immer in einer Entwicklungsphase stecken. Wir müssen weiter Tag für Tag alles geben, um unser Ziel zu erreichen“, betonte die Fußballlehrerin.

Die neuen Gesichter über ihre Debüts
Doucouré überzeugte beim Duell gegen die SGS auf der rechten Abwehrseite mit Ruhe und Übersicht. Die 25-Jährige, die aus Neapel an die Elbe wechselte, hatte das Spielgeschehen auf ihrer Seite weitgehend im Griff und zeigte auch mit Ball ihre technischen Qualitäten. Das Publikum im Volksparkstadion wusste das zu schätzen. „Ich bin sehr glücklich und stolz, dass ich in meinem ersten Spiel für den HSV direkt von Beginn an spielen durfte. Meine ersten Minuten im Volksparkstadion waren großartig. Der Support der Fans ist außergewöhnlich. Am Ende gemeinsam den Sieg feiern zu können, war einfach toll. Und ich freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Ich bin sehr stolz auf das Team“, resümierte Doucoure.
Auch im Tor vertraute das Trainerteam auf einen Neuzugang: Lea Paulick feierte ihr Debüt zwischen den Pfosten und hielt den Kasten bis zur 67. Minute sauber. Auch vom Gegentor ließ sich die Schlussfrau der Rothosen nicht beirren und rettete in der Schlussphase stark gegen Laureta Elmazi – und legte damit den Grundstein für den späten Sieg. „Das war ein enorm emotionales Spiel, auf dem natürlich auch viel Druck lag. Umso beeindruckender ist es, wie wir als Team damit umgegangen sind und uns mit den wichtigen drei Punkten belohnt haben. Ich bin sehr glücklich, ein Teil dessen zu sein“, sagte die 26-Jährige nach Abpfiff.
Für Paulina Bartz hingegen waren der Volkspark und das HSV-Trikot kein Neuland: Die von Bayer Leverkusen ausgeliehene Mittelfeldspielerin war bereits im November im Rahmen des DFB-Pokals zu Gast in Hamburg und spielte zudem bereits in der Saison 2021/22 für die Rothosen. Nun folgte ihr Bundesliga-Debüt für die Raute und gleichzeitig der erste Sieg im Volksparkstadion. „Ich habe mich mega gefreut, vor so einer Kulisse im Volkspark auflaufen zu dürfen, und ich bin sehr glücklich, dass wir uns als Team belohnen konnten und so wichtige Punkte geholt haben“, so die gebürtige Hamburgerin.

Zur Halbzeit kam mit Camilla Linberg Debütantin Nummer vier ins Spiel – spielte sich schnell und letztlich auch spielentscheidend ins Zentrum des Geschehens. In der Nachspielzeit drang die Norwegerin mit Tempo in den Strafraum ein und konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Schiedsrichterin Annika Kost entschied auf Elfmeter, den Sophie Hillebrand nach aufmunternden Worten von Victoria Schulz sicher zum 2:1 verwandelte. „Ein hart umkämpftes und ausgeglichenes Spiel, das in der Nachspielzeit zu unseren Gunsten entschieden wurde. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben – diese Unterstützung wissen wir sehr zu schätzen“, sagte Linberg anschließend.
In der Schlussphase komplettierte Gloria Sliskovic das Quintett der Debütantinnen. Die bosnische Nationalspielerin kam in der 80. Minute für Doucoure ins Spiel und half mit, den ersten Heimsieg der Saison abzusichern. „Ich glaube, ich hätte mir kein besseres Debüt wünschen können. In unserem Stadion vor unseren Fans zu spielen und das Spiel am Ende zu gewinnen, ist ein unglaubliches Gefühl“, freute sich die Hanseatin mit der Nummer 44.
Nach Abpfiff durfte schließlich auch Nigar Mirzaliyeva erstmals HSV-Luft schnuppern – zumindest in der Jubeltraube vor der Nordtribüne war die Verteidigerin als sechstes neues Gesicht der HSV-Frauen mittendrin statt nur dabei.
Ein Start ins Jahr 2026, der Lust auf mehr gemacht hat. Bereits am Sonntag (1. Februar, 14 Uhr) bestreiten die HSV-Frauen mit neuen Gesichtern und ihrem altbewährten Kampfgeist das nächste Heimspiel im Volksparkstadion: Dann geht´s gegen den SC Freiburg.
