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11.05.26
Olympia-Aktionsspieltage: Hamburg kann große Spiele
Die vergangenen Heimspiele der HSV-Frauen (1. Mai) und der HSV-Männer (10. Mai) fanden im Zeichen von Olympia statt. Der Hamburger SV unterstützte die Stadt in der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele mit einem umfangreichen Programm. Olympia-Teilnehmer wie Owen Ansah, Bernd Wehmeyer und Moritz Fürste sprachen sich ausdrücklich für die Bewerbung aus.
Nachdem bereits das Heimspiel der HSV-Frauen gegen den 1. FC Union Berlin (1. Mai) im Zeichen der Olympiabewerbung der Freien und Hansestadt Hamburg für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 gestanden hatte, setzte der Hamburger SV das Motto auch beim letzten Bundesliga-Heimspiel der HSV-Männer gegen den SC Freiburg am vergangenen Sonntag (10. Mai) fort. Der Aktionsspieltag im Volksparkstadion war insbesondere von der Präsenz zahlreicher Olympionikinnen und Olympioniken geprägt.

Olympioniken stehen Spalier
Bereits beim Einlaufen der Mannschaften standen mit Edina Müller (Para-Kanu), Moritz Fürste (Hockey), Jogi Bitter (Handball), Horst Hrubesch (Fußball), Tanja Scholz (Para-Schwimmen), Eric Johannesen (Rudern), Torben Johannesen (Rudern), Owen Ansah (Leichtathletik), Artem Harutyunyan (Boxen) und Nicolas Jacobi (Hockey) insgesamt zehn bisherige Olympia-Teilnehmer Spalier und trugen die olympische Botschaft sichtbar auf den Platz. Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher ließ sich dieses besondere Zeichen für die Bewerbung nicht entgehen und war vor Ort.

Eine klare Botschaft für Olympia
In der Halbzeit äußerten sich Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste und Deutschlands schnellster Sprinter Owen Ansah im Rahmen der Stadionshow zur Bewerbung Hamburgs um die Olympischen und Paralympischen Spiele. „Olympia ist wie eine Weltmeisterschaft im eigenen Land – nur mit 27 Sportarten gleichzeitig”, erklärte Fürste, der in Peking 2008, London 2012 (jeweils Gold) und Rio de Janeiro 2016 (Bronze) Olympische Spiele erlebt hat. „Die ganze Stadt ist buzzing, wie man zuletzt bei Paris 2024 sehen konnte. Es ist so weltoffen, den ganzen Tag Party in der Stadt und dazu die besten Sportarten der Welt. Es ist unfassbar. So etwas in Hamburg erleben zu dürfen, würde uns Olympioniken ersparen, erklären zu müssen, wie geil das ist, weil es dann jeder selbst erleben würde.”
Owen Ansah, seines Zeichens Olympia-Teilnehmer 2020 in Tokio (Ersatz) und 2024 in Paris, ergänzte mit einem Lächeln: „Für mich als Hamburger wären Olympische Spiele in meiner Heimatstadt absolut überragend. Für die Spiele 2036 würde ich noch etwas länger Sport machen, für die anderen Termine würde es etwas schwer werden.”

Parallel war HSV-Legende Bernd Wehmeyer im HSVnetradio zu Gast und bewarb ebenfalls das Referendum. „Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen: Olympia ist für Sportler ein großartiges Erlebnis“, betonte der Olympiateilnehmer bei den Sommerspielen 1984 in Los Angeles. „Wenn Hamburg die Olympischen Spiele bekäme, wäre das ein unglaublicher Boost für die Stadt. Wir stimmen für die nächste Generation ab – für die Kinder von heute und die Menschen, die gerade erst auf die Welt kommen. Für die Sportstätten und für Hamburg insgesamt würde das sehr viel bedeuten und enorm viel bringen. Die Bevölkerung profitiert nachhaltig von besseren und moderneren Sportstätten und kann dadurch auch mehr für die eigene Gesundheit tun. Es gibt so viele positive Aspekte. Ich kann daher nur jeden Bürger bitten: Stimmt ab – und stimmt mit einem Ja.“

Große Bühne für Hamburgs Olympia-Pläne
Zuvor fand bereits am 1. Mai beim Heimspiel der Frauenmannschaft gegen den 1. FC Union Berlin ein Olympia-Aktionsspieltag statt. Neben den Aufwärmshirts trug sich das Motto mit Olympia-Fahnen für die Einlaufkinder und Dino Hermann durch den Spieltag. Die Halbzeitshow mit Hapag-Lloyd rundete den Olympia-Aktionsspieltag ab: Vier Hamburger Universitäten traten im Hürdenlauf gegeneinander an und sorgten somit auch sportlich für ein Olympisches Erlebnis.
Die beiden Aktionsspieltage haben eindrucksvoll gezeigt, wie sportbegeistert Hamburg ist und wie groß die Sehnsucht nach einem internationalen Sportfest an der Elbe sein kann. Der HSV hat dabei nicht nur seine Unterstützung für die Bewerbung deutlich gemacht, sondern auch gezeigt, welche verbindende Kraft Sport entfalten kann. Die Botschaft dieser Tage war klar: Hamburg kann große Spiele – auf dem Platz und vielleicht schon bald auch auf Olympischer Bühne.
