
Stimmen zum Spiel
14.03.26
„Viel Kampf auf beiden Seiten“
Der Hamburger SV hat sich am Sonnabend (14. März) mit einem 1.1-Unentschieden vom 1. FC Köln getrennt. Die Stimmen zum Spiel.
Daniel Heuer Fernandes: Das Ergebnis ist okay. Es war inhaltlich nicht unsere beste Leistung, aber es ist wieder ein Punktgewinn, den wir so mitnehmen. Wir können im Hinblick auf das Passtempo und die Positionierung ein paar Sachen besser machen. Letztlich halten wir den Gegner aber auf Abstand. Es war von beiden Seiten ein sehr kontrolliertes Spiel, viel Kampf auf beiden Seiten, keiner wollte das letzte Risiko gehen.
Nicolai Remberg: Unterm Strich ist das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis. Bis auf die Ecke haben wir gut verteidigt. Wir haben uns jedoch mehr erhofft. Die Gegner stellen sich mehr darauf ein, dass wir durch die Mitte gut Fußball spielen können, deshalb wollten wir heute vor allem über Konter und lange Bälle in die Tiefe kommen. Das hat ein, zwei Mal funktioniert, aber insgesamt eher zu selten. Auf beiden Seiten gab es immer mal wieder Konterchancen. Zudem hatte Elfadli am Ende eine gute Möglichkeit, aber fairerweise hatten wir bei ein, zwei Gegenangriffen das Glück auf unserer Seite.
Miro Muheim: Nach dem Spielverlauf können wir mit einem Punkt gut leben. Heute war es sicherlich nicht unsere beste Leistung. Mit dem Ball waren wir nicht aktiv genug, hatten kaum Bewegung im Spiel und waren zu statisch. Auch gegen den Ball war es zu wenig von uns. Es lag nicht an unserer taktischen Ausrichtung, sondern daran, dass wir nicht ins Pressing gekommen sind. Wir waren in den Zweikämpfen nicht bissig genug. So wird es schwer, das eigene Spiel aufzuziehen.
Fabio Vieira: Es war ein tolles Tor. Sobald ich Augenkontakt mit Willi aufgenommen hatte, wusste ich, wohin er den Ball spielen würde. Ich hatte zugleich gesehen, dass der Keeper etwas vorn steht und habe ihn ins Netz gemacht. Es ist sicherlich unter den Top 3 meiner schönsten Tore. Ich bin glücklich darüber. Aktuell bekomme ich mehr und mehr Selbstvertrauen, werde wieder der alte Fabio. Es war ein wichtiger Schritt für mich, nach Hamburg zu kommen, um wieder zu meinem vollen Potential zu kommen.
Man hat gespürt, dass beide das Unentschieden halten wollten.
Merlin Polzin: Es gab viele Zweikämpfe, viele Unterbrechungen und viele Unsauberkeiten. Mit dem Ball hat mir das weniger gefallen – da hatten wir schon bessere Leistungen. Das Tor war toll herausgespielt und wunderschön abgeschlossen. Es lohnt sich definitiv, den Treffer noch mehrfach anzuschauen. Ärgerlich war dann, dass wir kurz vor der Pause den Ausgleich kassieren. In der zweiten Hälfte war relativ wenig los. Man hat gespürt, dass beide vor allem das Unentschieden halten wollten. Wir nehmen den Punkt gerne mit, weil wir Woche für Woche punkten und die Saison stabil zu Ende spielen wollen.
Lukas Kwasniok: Wir nehmen den Punkt mit, auch wenn es sich insgesamt so angefühlt hat, als hätten wir gewinnen können. Wir wollen aber nicht vermessen sein, zumal der Gegner sehr sehenswert in Führung geht – Vieira macht das weltklasse. Wie die Mannschaft darauf reagiert hat, war toll. Sie hat sich für den Aufwand bei Standardsituationen belohnt, auch nach der Ecke. In Summe haben wir keine klassischen Kopfballmonster auf dem Feld, aber wir arbeiten an dem Thema. In der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass es ein Abnutzungskampf war. Richtig spannend wurde es eigentlich erst wieder in der Nachspielzeit, als zunächst Elfadli und dann wir durch Martel die Chance per Kopf auf den Sieg hatten.
