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HSV-Frauen

17.05.26

Vor Rekordkulisse: HSV-Frauen feiern Klassenerhalt

Die HSV-Frauen bleiben trotz der knappen 1:0-Niederlage gegen den FC Bayern in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Vor 17.637 Fans im Volksparkstadion traf Georgia Stanway für den Deutschen Meister spät vom Elfmeterpunkt.

Vor dem letzten Spieltag in der Google Pixel Frauen-Bundesliga war die Ausgangslage für die HSV-Frauen klar: Mit drei Punkten und elf Toren Vorsprung auf die Verfolgerinnen der SGS Essen war der Klassenerhalt bereits vor der Partie gegen die Double-Siegerinnen in greifbare Nähe gerückt.

Und die Hamburgerinnen begannen mutig: Bereits nach sechs Minuten musste Ena Mahmutovic im Tor der Münchnerinnen das erste Mal eingreifen. Melanie Brunnthaler setzte Melina Krüger auf dem Flügel in Szene. Die 20-Jährige überlief in hohem Tempo gleich zwei Gegenspielerinnen, konnte ihren Abschluss dann allerdings nicht mehr platziert genug setzen.

Getragen von den 17.637 Fans im Volksparkstadion arbeitete die Elf von Trainer Rodolfo Cardoso weiter engagiert nach vorne. Sophie Hillebrand sorgte im Zusammenspiel mit Magou Doucouré für einen Tempovorstoß auf der Außenbahn. Doucourés flache Hereingabe fand in der Strafraummitte dann jedoch keine Abnehmerin mehr.

Die Hamburgerinnen standen defensiv kompakt, sodass es bis in die 18. Spielminute dauerte, bis die Gäste erstmals gefährlich wurden: Eine Hereingabe von Carolin Simon aus dem Halbfeld fand Vanessa Gilles, die den Ball knapp am zweiten Pfosten vorbeischoss und die Chance verpasste.

Die HSV-Frauen zeigten sich weiter mutig und kamen über Kapitänin Pauline Machtens zum Zuge: Die Mittelfeldakteurin des HSV eroberte am Mittelkreis stark den Ball, ihr Pass auf Krüger war dann allerdings nicht optimal, sodass die Nummer 9 der Rothosen nicht mehr entscheidend zum Abschluss kam.

Auf der Gegenseite wurden die Münchnerinnen bisweilen nur durch Standards gefährlich: Kurz vor dem Seitenwechsel brachte Simon erneut einen ruhenden Ball vor den Kasten von Lea Paulick. Die Tothüterin der Rothosen musste jedoch nicht mehr eingreifen. So ging es mit dem torlosen Remis in die Pause.

Personell unverändert starteten beide Teams in die zweite Hälfte, die mit einer ersten Druckphase der Münchnerinnen begann. Zunächst stellte Barbara Dunst HSV-Keeperin Paulick mit ihrem Abschluss aus spitzem Winkel auf die Probe. Auch bei der darauffolgenden Ecke gab es Unruhe im Hamburger Strafraum. Michela Croatto konnte die Situation aber entschärfen.

In der Folge schafften es auch die Rothosen wieder vermehrt, sich zu befreien. Hillebrand und Brunnthaler verpassten es jedoch, die schnellen Umschaltaktionen der Rothosen mit einem Tor zu belohnen. Brunnthaler war es auch, die in der 56. Spielminute einen Freistoß von Svea Stoldt mit dem Hinterkopf gefährlich verlängerte. Mahmutovic war erneut zur Stelle und verhinderte das 1:0.

In der 70. Minute dann die bislang beste Chance für die Gäste: Nach präziser Flanke von der eingewechselten Momoko Tanikawa war es Edna Imade, die den Ball per Kopf Zentimeter über das Tor setzte – Glück für die Rothosen. Kurz darauf war es die ebenfalls eingewechselte Klara Bühl, die Georgia Stanway in Szene setzte. Annaleen Böhler blockte den Abschluss der englischen Nationalspielerin zur Ecke.

In der Schlussphase gab es sogar die Doppelchance der Rothosen zur Führung: Paulina Bartz versuchte es zunächst aus der Distanz. Mahmutovic war mit den Fingerspitzen noch dran und lenkte den Ball über die Latte. Kurz darauf war es wieder Bartz, die nach Vorarbeit von Jaqueline Dönges aus dem Rückraum zum Abschluss kam. Erneut rettete Mahmutovic stark.

Auf der anderen Seite sorgte kurz vor Ende der Partie dann ein Elfmeter für den Führungstreffer der Münchnerinnen: Annalena Wucher hatte Tanikawa laut Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein im Strafraum zu Fall gebracht. Stanway trat an und traf platziert in die rechte Ecke (89.). 

Der HSV gab sich jedoch noch nicht geschlagen und kam mit einem Konter über Svea Stoldt noch einmal ganz nah an den Ausgleichstreffer. Christin Meyer lief alleine auf Mahmutovic zu, schob den Ball aber an der FCB-Torhüterin und auch wenige Zentimeter am rechten Torpfosten vorbei. So endete die Partie mit einer knappen Niederlage, die allerdings nichts mehr am Klassenerhalt der HSV-Frauen und an der anschließenden Feier mit den Herren-Profis und den Fans im Volksparkstadion änderte.

HSV: Paulick, Croatto, Dönges, Stoldt, Böhler, Doucouré (79. Wucher), Krüger (67. Kardesler), Bartz (79. Büchele), Machtens (89. Hirche), Hillebrand, Brunnthaler (79. Meyer)

FC Bayern: Mahmutovic, Simon (68. Bühl), Ballisager, Gilles, Kett, Alara (62. Stanway), Caruso, Naschenweng, Padilla-Bidas (62. Tanikawa), Dunst (68. Dallmann), Imade

Tor: 0:1 Stanway (89.)