
Saison
14.05.26
Luka Vuskovic: „Hätte es mir nicht besser vorstellen können“
Der 19-jährige Leihspieler steht nach einer herausragenden Saison vor seinem letzten Einsatz im HSV-Trikot. Zuvor spricht er über Glücksbringer und das Fitnesslevel von Bruder Mario.
Auf Luka Vuskovic warten viele letzte Male. Wenn der Hamburger SV am Sonnabend (ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio) zum Saisonabschluss bei Bayer 04 Leverkusen gastiert, wird er noch einmal als Spieler der Rothosen in den Mannschaftsbus steigen, die Kabine betreten und das Trikot mit der Raute auf der Brust anziehen. Danach wird er offiziell am 30. Juni von seiner Leihe zu seinem Stammclub Tottenham Hotspur zurückkehren. Hinter dem 19-Jährigen liegt eine emotionsgeladene Saison, auf die er voller Stolz zurückblickt. „Wir alle haben gute Arbeit geleistet. Ich bin zufrieden damit, wie alles gelaufen ist. Ich hätte es mir nicht besser vorstellen können“, sagt Vuskovic im aktuellen HSVtv-Spieltagscheck.
Der Youngster hat der Bundesliga seinen Stempel aufgedrückt. Mit einer Quote von 69,9 Prozent ist er der zweikampfstärke Spieler der Liga. Zudem erzielte er sechs Tore – wohlgemerkt als Innenverteidiger. Darüber hinaus ist er mit 2.562 Minuten in wettbewerbsübergreifend 29 Pflichtspielen einer der meisteingesetzten HSV-Spieler in dieser Saison. Einzig eine Knieprellung, eine Gelbsperre und seine Ankunft in Hamburg erst kurz vor Transferschluss im vergangenen Sommer verhinderten weitere Einsätze. „Ich denke, dass es ein gutes Jahr von mir war. Meine Mitspieler, der Trainerstab und die Fans haben mir wirklich sehr geholfen. Wenn ich mal Fehler gemacht habe, haben sie mich unterstützt und mich weiter vorangetrieben“, sagt Vuskovic demütig.

Während sein Einstand im HSV-Trikot – 0:5-Niederlage auswärts in München Mitte September – nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben dürfte, sieht das bei der von ihm bezeichneten „Goodbye-Party“ im Heimspiel gegen den SC Freiburg am vergangenen Spieltag ganz anders aus. Im letzten Auftritt im Volksparkstadion gewannen die Rothosen gegen den Europa-League-Finalisten – und Vuskovic erzielte einen Treffer vor der Nordtribüne. Danach hielt er das Trikot mit seinem Namen und der Rückennummer 44 in Richtung Menschenmenge. Angesprochen auf diesen Moment fehlen dem Kroatien beinahe die Worte. „Es ist schwer zu erklären. Es ist eine unglaubliche Menge an Glücksgefühlen. Ich bin einfach überglücklich“, sagt er.
Dass Vuskovic ausgerechnet bei seinem Abschied vom Volkspark noch mal einen solchen Auftritt hinlegte, könnte auch mit seiner Familie zusammenhängen. Sind Papa Daniel, Mama Sanja und Bruder Mario im Volksparkstadion vor Ort, läuft es nämlich gut für den HSV – und für Luka selbst. In den vier Heimspielen, in denen er ein Tor erzielte, saßen die drei auf der Tribüne. Gemeint sind die Partien gegen den 1. FC Heidenheim (2:1), den SV Werder Bremen (3:2), den FC Bayern München (2:2) und zuletzt den SC Freiburg (3:2). „Sie scheinen so etwas wie Glücksbringer zu sein“, sagt Vuskovic schmunzelnd. Dann unterstreicht er: „Der HSV bedeutet uns als Familie viel. Es ist ein zweites Zuhause.“
Mit seinem Abschied wird die Vuskovic-Ära beim HSV bekanntlich kein Ende finden – ganz im Gegenteil. Bruder Mario hat nach seiner vierjährigen Sperre zum Jahresende sein Comeback vor Augen. „Ihm geht es gut. Er trainiert jeden Tag, um in der bestmöglichen Verfassung zurückzukehren. Wenn wir mal gegeneinander spielen, erkenne ich, dass er in einer besseren Verfassung ist. Er kann es kaum erwarten, zurückzukehren. Ich sehe, wie sehr er den Club liebt, und wie sehr es liebt, hier zu spielen und zu trainieren“, gibt Luka ein Update zu seinem fünf Jahre älteren Bruder. Er ist sich sicher: „Das wird richtig toll in der nächsten Saison.“
Auf ihn selbst wartet nun am Sonnabend das Saisonfinale – und das Ende seiner Zeit beim HSV sowie in Hamburg. Noch einmal das Trikot mit der Raute auf der Brust anziehen, 90 Minuten Vollgas geben und im besten Fall gemeinsam mit dem Gästeblock einen krönenden Abschluss mit dem dritten Sieg in Folge feiern.
Den Spieltagscheck mit Luka Vuskovic seht ihr hier im Video.
