
Saison
21.04.26
„Wir sind voll fokussiert auf den Moment“
HSV-Sportdirektor Claus Costa sprach zum Auftakt in die Trainingswoche in einer Presserunde über die sportliche Gesamtsituation, das Heimspiel gegen Hoffenheim sowie den derzeitigen Stand bei Luka Vuskovic.
Crunchtime in der Bundesliga: HSV-Sportdirektor Claus Costa kennt die heiße Phase der Saison aus verschiedensten Blickwinkeln. Er war bereits als Spieler, Trainer, Scout und Sportdirektor auf und neben dem Platz ganz nah dran, wenn die Entscheidungen um Meisterschaften, internationale Plätze und den Klassenerhalt fallen.
In seiner derzeitigen Position als HSV-Sportdirektor sitzt er bei den Spielen mit auf der Bank, pflegt einen engen Draht zur Mannschaft und zum Trainerteam. Das ist auch in diesen Tagen spürbar, wenn der 41-Jährige die Trainingseinheiten der Rothosen begleitet. So auch am heutigen Dienstag (21. April) zum Auftakt der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim im Rahmen des 31. Bundesliga-Spieltags. Am Rande des Trainings sprach Costa in einer Medienrunde unter anderem über ...
… die sportliche Gesamtsituation: Das oberste Ziel ist, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Wir wiederholen es fast gebetsmühlenartig, dass wir weder nach dem Sieg in Wolfsburg eine Klassenerhaltsfeier gemacht haben noch nach drei Spielen die Zweitliga-Planung herausgeholt haben, weil eh klar war, dass wir Letzter werden. Dementsprechend sind wir voll fokussiert auf den Moment. Mich interessieren auch nicht die Trends, sondern dass wir das nächste Spiel gut bestreiten und als Aufsteiger in dieser superengen Liga den Klassenerhalt schaffen. Das ist für uns entscheidend.
… das Heimspiel gegen Hoffenheim: Wir müssen immer wieder festhalten, dass wir in der Bundesliga sind und die Gegner richtig stark sind. Wir gehen selten als der große Favorit in ein Bundesliga-Spiel. Wir hatten im Volksparkstadion aber auch schon super Momente – konnten auch zuletzt gegen Augsburg in Unterzahl nochmal richtig Druck erzeugen. Es war kurz davor, dass wir wieder diese Emotionen und Spielverläufe wie bei einigen Partien in dieser Saison im Volkspark erleben. Wir wissen aber auch, dass sowas nicht selbstverständlich ist und wir uns die Erlebnisse hart erabeitet haben. Daher arbeiten wir auch diese Woche wieder hart, um uns sowas zu verdienen. Ich bin absolut zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit unseren Fans und der Energie im Stadion am Samstag ein gutes Spiel liefern werden.
„Dafür ist unser Kader stark genug, und unser Trainerteam hat immer gute Lösungen gefunden“
… die Geschlossenheit im Endspurt: Wir kennen uns lange, sind eingespielt und trotzdem kritisch miteinander. Alle sind voll auf Schiene. Alle sind voller Zuversicht. Wir haben zwei Tage gebraucht, um das Derby aus den Kleidern zu schütteln, aber jetzt liegt unser gemeinsamer Fokus voll auf Hoffenheim. Deshalb sind wir auch weniger im Außen und bei den Fragen: Wie viele Spiele sind noch? Was machen die anderen? Wie sieht das Restprogramm aus? Unser voller Fokus liegt jetzt auf dem Samstagabend, dem Topspiel um 18.30 Uhr, und auf einer geilen Atmosphäre im Volksparkstadion.
… die Personalie Luka Vuskovic: Ich sehe positive Chancen, dass Luka im Endspurt noch einmal zur Verfügung stehen wird. Er ist extrem ehrgeizig und will unbedingt noch einmal für uns spielen. Daher sind wir zuversichtlich. Wir müssen einfach abwarten, geduldig sein und hoffen, dass er uns schnell wieder zur Verfügung steht. Natürlich fehlt uns Luka. Das ist aber bei jeder Mannschaft so, wenn ihr ein Top-Spieler oder Leistungsträger fehlt. Das macht immer einen Unterschied. Wir haben aber auch schon ohne Luka, etwa beim Spiel in Mainz, gezeigt, dass wir gut verteidigen und andere Spieler die Verantwortung übernehmen können. Dafür ist unser Kader stark genug, und unser Trainerteam hat immer gute Lösungen gefunden. Wir wollen weniger über die Spieler reden, die uns aktuell fehlen, sondern den Fokus auf die Akteure richten, die da sind.
… die Verletzung von Miro Muheim: Für Miro und uns ist es extrem ärgerlich. Er wird alles daransetzen, schnell wieder auf den Platz zurückzukehren. Im besten Fall kann er uns ganz zum Ende noch einmal zur Verfügung stehen. Zudem hat er das Riesenziel, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Es ist super bitter, weil er ein absoluter Stammspieler ist. Wir haben zugleich genügend Alternativen, die einspringen können. Fabio Balde, William Mikelbrencis, Bakery Jatta, Giorgi Gocholeishvili, Noah Katterbach oder als Youngster-Lösung Louis Lemke – das sind sechs Spieler, die diese Position schon einmal gespielt. Wir haben volles Vertrauen in denjenigen, der am Ende für Miro spielen wird.
Die Medienrunde gibt es auch im Video zu sehen.
