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HSV II

30.10.16

1:3 gegen den SV Meppen – HSV-Zwote unterliegt dem Spitzenreiter

Ein sehenswerter Treffer von Dren Feka reichte nicht zum Punktgewinn gegen den Titel-Aspiranten.

Am 14. Spieltag der Regionalliga Nord unterlagen die U21 des HSV an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage dem Spitzenreiter SV Meppen vor 500 Zuschauern mit 1:3. Die Mannschaft von Trainer Dirk Kunert hielt die Partie zwar bis zum Schlusspfiff offen, verpasste es aber, dem nicht unbedingt souverän agierenden Spitzenreiter zumindest einen Zähler abzuknöpfen.

Einen Ballverlust der Rothosen konterte Meppen mustergültig

Trainer Dirk Kunert musste seine Mannschaft auf gleich mehreren Positionen umstellen. Neben einigen Verletzten fehlten gegen den SV Meppen auch Finn Porath (gesperrt) sowie Bakery Jatta und Ashton Götz (Profis). So begann Leon Mundhenk rechts in der Viererkette, im linken Mittelfeld wirbelte Tatsuya Ito und hinter der einzigen Spitze Törles Knöll sollte Enes Küc Akzente gegen die favorisierten Meppener setzen. Mit dem Selbstvertrauen aus dem 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg II hoffte Kunert auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends, doch im ersten Durchgang besaßen die Meppener die besseren Torchancen, ohne wirklich zu glänzen. HSV-Keeper Tom Mickel verhinderte mit zwei starken Paraden gleich zweimal einen Rückstand gegen Marius Kleinsorge (36.) und Mirco Born (44.), zudem setzte der aufgerückte Innenverteidiger Jovan Vidovic einen Freistoß von Thilo Leugers (spielte mit Twente Enschede 2010 in der Champions League) über das Hamburger Tor (25.). Doch kurz vor der Pause (43.) erzielte Mirco Born doch noch die Führung für die Gäste, die einen Ballverlust des HSV schnell konterten. Marius Kleinsorge bediente den im Fünfmeterraum lauernden Born von der rechten Seite mustergültig. Doch auch die Rothosen hatten ihre Gelegenheiten. Oliver Oschkenat per Kopf nach Ecke (43.) und Enes Küc nach toller Vorarbeit und Solo-Lauf von Dren Feka (27.) blieben aber erfolglos. So gingen die Meppener mit einer 1:0-Führung in die Pause.

„Das war eine verdiente Niederlage, die mich aber extrem ärgert.“ Dirk Kunert

Bevor alle Zuschauer nach dem Einnehmen der Pausen-Wurst wieder auf ihren Plätzen waren, stand es schon 0:2. Einen langen Ball der Meppener unterschätze Leon Mundhenk und nach einer unübersichtlichen Situation im Hamburger Strafraum vollendete Marius Kleinsorge zum 0:2 (46.). Aber die Rothosen zeigten postwenden eine Reaktion. Dren Feka zog von der Mittellinie mit dem Ball auf und davon, wurde nicht wirklich angegriffen und hatte 20 Meter vor dem Tor noch die Ruhe und die Kraft, um den Ball platziert in die untere rechte Ecke zum 1:2 einzunetzen (47.). Das Spiel war somit weiterhin offen. Meppen trat weiterhin nicht wie die beste Mannschaft der Liga auf, doch auch die Kunert-Elf war oft zu fahrig und vor dem Tor nicht entschlossen genug. Viele gute Gelegenheit wurden verpasst, weil statt eines Torabschlusses eine Hereingabe gewählt wurde. Glück zudem, dass Tom Mickel nach 55 Minuten einen Strafstoß von Thilo Leugers (Foul von Kerim Carolus an Born, Carolus sah seine fünfte Gelbe und fehlt kommende Woche in Lüneburg), abwehrte. Die beste Gelegenheit für die Hamburger hatte Enes Küc, der nach 70 Minuten vollkommen blank am 16er des SVM stand, aber nicht mehr als einen harmlosen Schuss in die Arme von Meppens Keeper Benjamin Gommert zustande brachte. So brachte Meppen die Partie zwar ohne Konfetti, aber mit viel Routine über die Zeit und erhöhte in der Nachspielzeit durch den zweiten Strafstoß (Foul von Tom Mickel an Marc Schnier) noch auf 3:1. „Das war eine verdiente Niederlage, die mich aber extrem ärgert. Meppen musste keinen großen Aufwand betreiben, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben zu viele leichte Fehler gemacht und haben weder die Leistung aus Wolfsburg noch die der Trainingswoche auf den Platz bekommen. Da war heute eigentlich mehr drin“, meinte ein bedienter HSV-Trainer Dirk Kunert nach dem Spiel. Die Rothosen bleiben nach der sechsten Saisonniederlage auf Rang zehn und reisen am kommenden Sonntag zum Tabellenvierten Lüneburger SK.

Statistik zum Spiel:

HSV II: Mickel – Mundhenk, Carolus (86. Limaj), Oschkenat, Brand – Daouri (78. Ercetin), Feka, Janjicic, Küc, Ito (65. Ronstadt) – Knöll. Weiter im Kader: Behrens, Kim, Tikvic, Jurcher.

SV Meppen: Gommert – Jesgarzewski, Vidovic, Geiger, Vrzogic – Wagner, Leugers (65. Heerkes), Kleinsorge, Posipal, Girth (87. Deters) – Born (74. Schnier).

Tore: 0:1 Born (43.), 0:2 Kleinsorge (46.), 1:2 Feka (47.), 1:3 Posipal (90+3., FE); Schiedsrichter: Lars Thiemann; Zuschauer: 460; Gelbe Karten: Carolus (5), Feka, Oschkenat, Limaj/Heerkes, Posipal; Bes. Vkm: Mickel hält Foulelfmeter von Leugers (57.)