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Nachwuchs

23.09.21

2:2 – U21 holt Punkt an der Lohmühle

Nach einer starken Leistung und vielen vergebenen Chancen müssen sich die Rothosen mit einem Unentschieden beim Drittliga-Absteiger VfB Lübeck zufriedengeben.

Chancen im Minutentakt, kuriose Fair-Play-Gesten und eine tolle Stimmung im Stadion an der Lohmühle – das Nachholspiel des 6. Spieltags zwischen der U21 des Hamburger SV und dem VfB Lübeck hatte einiges zu bieten. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem, für die Gastgeber eher schmeichelhaften, 2:2-Unentschieden (0:1), bei dem Faride Alidou und Robin Meißner die beiden Treffer für die Rothosen erzielten.

Mittwochabend, Flutlichtspiel im Hexenkessel an der Lohmühle vor 2.812 Zuschauern und am Ende des Tages ein Punktgewinn beim Drittliga-Absteiger – U21-Cheftrainer Pit Reimers hätte ein solches Endresultat vor der Partie sicherlich sofort unterschrieben. Betrachtet man allerdings die fußballerische Überlegenheit sowie die leider mangelhafte Chancenverwertung der Rothosen im ersten Durchgang, dann erkennt der objektive Betrachter schnell, dass im Spiel gegen den VfB Lübeck deutlich mehr drin gewesen wäre als nur dieser eine Punkt. Die Rothosen zeigten sich von Beginn an sehr präsent auf dem Platz und rissen das Spiel sofort an sich. Bereits nach vier Spielminuten hätte sich das Team von Pit Reimers für die furiose Anfangsphase beinahe mit dem frühen 1:0 belohnt, doch Profi-Leihgabe Robin Meißner traf nur die Latte. Was folgte, waren weitere hochkarätige Abschlüsse durch Robin Velasco (28., 39., 41.), Meißner (31.) und Gentrit Limani (35.), die allesamt ungenutzt blieben. Erst kurz vor der Pause belohnten sich die Rothosen dann doch noch für ihren großen Aufwand: Eine Flanke von Velasco fand den Kopf des einlaufenden Faride Alidou, der keine Mühe hatte, zur verdienten Führung einzuköpfen (44.). "Wenn wir uns eines vorwerfen lassen müssen, dann die Tatsache, dass wir uns im ersten Durchgang für unseren tollen Fußball nur mit einem Tor belohnt haben", zog Reimers mit Blick auf die ersten 45 Minuten selbstkritisch Bilanz.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gastgeber etwas besser in die Partie, trafen in der 54. Minute nach einer Standardaktion durch Fynn Kleeschätzky, dem der Ball nach einer missratenen Abwehraktion vor die Füße fiel, dann aber doch recht überraschend zum 1:1-Ausgleich. Kurz darauf folgte die wohl prägendste Szene dieses Spiels: Weil VfB-Stürmer Mirko Boland angeschlagen am Boden lag, spielten die Hamburger den Ball fair ins Seitenaus, um das Spiel zu unterbrechen. Da Boland dies aber offenbar nicht mitbekommen hatte, schnappte er sich nach Wiederaufnahme des Spiels die Kugel, lief an den irritierten Hamburgern vorbei und versenkte die Kugel zum 2:1 aus VfB-Sicht. Die logische Folge waren wilde Diskussionen und die gemeinsame Entscheidung, das zu Unrecht erzielte Tor ausgleichen zu lassen. So war es Robin Meißner, der vom Anstoßpunkt an zum Tor der Gastgeber durchlaufen und zum 2:2-Ausgleich einschieben durfte. Danach wurde dann auch wieder Fußball gespielt, ein Tor fiel aber nicht mehr. Gentrit Limani hatte quasi mit dem Schlusspfiff noch einmal die große Chance auf den Siegtreffer, doch VfB-Keeper Eric Gründemann lenkte den Abschluss des Mittelfeldmotors gerade noch so um den Pfosten. So blieb es am Ende beim 2:2-Unentschieden, auf das Cheftrainer Pit Reimers mit gemischten Gefühlen blickt: "Wir haben über 90 Minuten ein richtig gutes fußballerisches Engagement gezeigt und uns gegen solch einen Gegner zahlreiche Torchancen herausgespielt. Daher bin ich total zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft, ärgere mich aber trotzdem über das Endergebnis, weil für uns deutlich mehr drin gewesen wäre."

Das Spiel im Überblick:

U21: Oppermann – Sommer, Gyamfi, Zumberi, Hein – Alidou (79. Rexhepi), Fabisch, Limani, Kilo (90.+1 Großer), Velasco (77. Burmeister) – Meißner

Tore: 0:1 Alidou (44.), 1:1 Kleeschätzky (54.), 2:1 Boland (61.), 2:2 Meißner (63.)

Gelbe Karten: Schmitt, Fakhro, Abifade, Grupe, Rüdiger – Sommer, Gyamfi