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HSV II

18.09.16

3:1 gegen Hildesheim! Erneuter Doppelpack von Bakery Jatta

Die Zwote von Trainer Dirk Kunert gewann vier der letzten fünf Spiele und festigt Platz sieben.

Am 8. Spieltag der Regionalliga Nord hat die U21 von Trainer Dirk Kunert am Sonntagmittag (18. September) den VfV Hildesheim mit 3:1 besiegt. Vor 311 Zuschauern an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage erzielte Bakery Jatta seinen zweiten Doppelpack in Folge, den dritten Treffer erzielte Torjäger Törles Knöll für den HSV. Die Rothosen gewannen damit vier der letzten fünf Spiele, festigten den siebten Tabellenplatz und sind dicht dran an den davorliegenden Teams.

Vorlage Porath, Jatta ins lange Eck - wie in Rehden

Dirk Kunert nahm nach dem Auswärtssieg in Rehden nur eine Änderung in der Startelf vor. Für Gillian Jurcher durfte der 17-jährige Neuzugang Vasilije Janjicic beginnen. 311 Zuschauer, darunter einige sangesfreudige Anhänger des VfV auf der Gästetribüne, sahen eine hektische Anfangsphase, in der die Gäste durch Abdülbaki Hot den ersten Torschuss hatten (10.), den HSV-Keeper Tom Mickel stark über das Tor lenkte. Die Hamburger versuchten es in Person von Finn Porath und Adel Daouri (beide 11.) aus der Distanz, aber auch VfV-Keeper Nils Zumbeel war wach. In der Folge neutralisierten sich beide Teams überwiegend im Mittelfeld, aber nach 39 Minuten durften dann die Gastgeber erstmals jubeln. Wie schon in Rehden nahm Bakery Jatta auch heute einen starken Pass in die Gasse von Finn Porath sauber an und mit, lief auf das Tor zu – und setzte den Ball cool ins lange Eck. Unterm Strich ging die Führung in Ordnung, weil Janjicic (36.) und Porath (43.) auch noch zwei gefährliche Torschüsse abließen.

In der Kabine wurde Kunert laut

In der Kabine wurde Trainer Dirk Kunert dennoch laut. Er wollte seine Mannschaft noch einmal aufwecken, die bereits zwei Heimspiele nach einer Führung noch verloren hatte. Das sollte heute nicht passieren. Die Hamburger drängten auf das zweite Tor, aber Bakery Jatta verpasste gleich zweimal seinen zweiten Treffer (53, nach Flanke von Frank Ronstadt und 59. nach Pass von Sebastian Haut). Und dann fiel in der Drangphase des HSV doch der Ausgleich, ein Treffer Marke „Tor des Monats“. Der HSV klärte einen Standard nicht sauber, Florian Rutter legte den Ball mit dem Kopf auf Yannik Schulze ab und dieser setzte ihn volley in die Maschen des HSV-Tores. Doch diesmal schlugen die Gastgeber zurück. In der 63. Minute schlug Adel Daouri eine starke Ecke in den Strafraum und Bakery Jatte wuchtete den Ball praktisch aus dem Stand zum 2:1 ins Tor. Es war sein vierter Treffer im zweiten Spiel für den HSV, doch zumindest einen weiteren hätte er noch machen können. Sowohl in der 70. als auch in der 89. Minute fehlte aber die letzte Konzentration im Abschluss. 

„Bakery hält sich an die Sachen, die ich ihm sage - vor dem Spiel habe ich gesagt, er soll wieder zwei Tore machen.“ Dirk Kunert

Die beste Chance des VfV zum Ausgleich gab es in der 75. Minute, als der gerade eingewechselte Marvin Ibekwe mit einem Mal frei vor Tom Mickel auftauchte, der aber einen starken Reflex zeigte und den Ball mit dem Fuß abwehrte. So sorgte der erneut fleißige Törles Knöll mit seiner ersten Torchance im Spiel für die Entscheidung. Daouri spielte ihn in der Box gut frei, Knöll nahm den Ball an, drehte sich um seinen Gegenspieler und versenkte zum 3:1. Eine starke Szene und der Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie. „Ich bin sehr zufrieden. Wir gewinnen jetzt auch Spiele, in die wir nicht gut reinkommen. Nach dem 1:0 haben wir schneller gespielt und es gutgemacht. Entscheidend war, dass wir das 2:1 machen und uns Tom Mickel mit einer tollen Parade die Führung hält. Am Ende müssen wir es besser ausspielen und höher gewinnen, auch wenn das aufgrund der ersten Halbzeit nicht ganz verdient gewesen wäre“, bilanzierte Dirk Kunert, der auch ein humorvolles Sonderlob für seine Neuzugänge parat hatte, nicht ohne aber auch den Zeigefinger zu heben. „Vasilije und Baka haben es gutgemacht, ebenso Finn Porath, der enorm abgeklärt spielt. Für Bakery freut es mich auch deswegen, weil er sich an die Sachen hält, die ich ihm sage. Vor dem Spiel habe ihm gesagt, er soll wieder zwei Tore machen… Er ist auf einem guten Weg und haut sich voll rein, aber wie die ganze Mannschaft muss auch er noch lernen, zu keiner Zeit des Spiels zu locker zu agieren.“ Aufgrund des auch heute wieder sehr jungen Durchschnittsalters (20,63) der Startaufstellung ist dieser Kritikpunkt zu diesem Zeitpunkt der Saison aber sicher nicht ungewöhnlich.

 

Das Spiel im Stenogramm:

HSV II: Mickel – Ronstadt, Carolus, Oschkenat, Götz – Haut, Porath (83. Jurcher), Janjicic, Daouri (90+1. Küc), Jatta (89. Brand) – Knöll. Weiter im Kader: Behrens, Deichmann, Ito, Tikvic.

Hildesheim: Zumbeel -  Hot, Ströhl, Schulze, Franke – Lange, Golombek (86. Zlatkov), Marveggio (73. Ibekwe), Frank – Rutter, Sonntag (64. Franke). 

Tore: 1:0 Jatta (38.), 1:1 Schulze (60.), 2:1 Jatta (63.), 3:1 Knöll (80.); Schiedsrichter: Susann Kunkel; Gelbe Karten: Oschkenat, Haut/Schulze, Lange, Ströhl; Zuschauer: 311.