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HSV II

22.10.17

6:0! U21 schenkt Oldenburg ein halbes Dutzend ein

Die U21 des HSV pflückt den VfB Oldenburg in der ersten Halbzeit auseinander und macht das halbe Dutzend voll. Törles Knöll trifft dreifach, Mohamed Gouaida glänzt als Vorbereiter. 

Der VfB Oldenburg hatte einen ganz klaren Plan. Mit Angriffspressing sowie einer hoch verteidigenden Abwehrkette wollte das Team von Trainer Stephan Ehlers die U21 der Hamburger knacken. Doch die Oldenburger rannten damit geradewegs in ihr Verderben. Zur Pause führte die zweite Mannschaft des HSV gegen den Traditionsverein mit 6:0. „Gerade in der ersten Halbzeit war es eine, wenn nicht die beste Leistung, die wir abgerufen haben“, lobte U21-Trainer Christian Titz, der nun mit seinem Team acht Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten der Regionalliga Nord hat. 

Törles Knöll jetzt mit 14 Saisontoren

Wie weit die Oldenburger von diesen Tabellengefilden entfernt sind, zeigte sich gleich zu Beginn der Partie. Nach einem feinen Zusammenspiel von Moritz-Broni Kwarteng und Mohamed Gouaida war letzterer im Strafraum völlig frei. Überlegt legte er vor dem Tor quer, wo Törles Knöll zur 1:0-Führung einnetzte (4.). Nur wenig später war es wieder Gouaida, der mit einem langen Ball die komplette VfB-Hintermannschaft düpierte und somit das 2:0 durch Kwarteng vorbereitete (11.). Die Oldenburger standen in dieser Szene so hoch wie kaum ein Gegner zuvor im Duell mit dem Regionalliga-Tabellenführer. „Wir sind das Spiel mutig angegangen. Vielleicht war das auch ein Knackpunkt, weil wir ein Stück zu weit vorne angelaufen sind. Das Anlaufen verhindert aber nicht, dass man Zweikämpfe führt. Wir haben den Gegner nur begleitet“, ärgerte sich VfB-Trainer Stephan Ehlers. Nach dem 0:2 ließen die Gäste nun jegliche Gegenwehr vermissen. Gouaida (26.) und Jatta (28.) schraubten das Ergebnis mit einem Doppelschlag kurzerhand auf 4:0 in die Höhe. 

Ehlers versuchte in der Folge mit der Einwechslung von Dino Fazlic (29. für Lavdrim Ebipi) noch einmal Stabilität in seine Mannschaft zu kriegen, doch es blieb beim Versuch. Knöll (35., 44.) machte das halbe Dutzend noch vor der Halbzeit voll. „Der Gegner hat uns grundsätzlich gut angelaufen. Aber wir haben es im Mittelfelddreick mit Matti Steinmann, Sebastian Haut und Mo Gouaida richtig gut gelöst“, lobte Coach Titz. Mit den Passstafetten der Gastgeber hatten die Oldenburger bis zuletzt Probleme. In der ersten Halbzeit fehlte der Zugriff völlig. Vor fast jedem Treffer spielten sich die Hamburger spielend leicht bis in den Strafraum der Oldenburger. Das änderte sich allerdings im zweiten Durchgang.

Respekt noch da, Konzentration nicht mehr so ganz

„Wir haben der Mannschaft ganz klar mitgegeben, dass wir den Respekt und die Konzentration hochhalten wollen“, erklärte Titz. Respekt ja, Konzentration nein. Der U21 mangelte in der zweiten Halbzeit an der spielerischen Zielstrebigkeit der ersten 45 Minuten. „Das ist ein kleiner Wermutstropfen“, sagte der U21-Trainer. Die einzige Großchance hatte der eingewechselte Mats Köhlert (78.). Ansonsten verstanden es die nun tiefer stehenden Oldenburger besser, die U21-Kicker aus dem Strafraum zu halten. So erarbeiteten sich die Gäste nach dem 0:6 im ersten Durchgang immerhin ein torloses Remis in der zweiten Halbzeit. 

 

Das Spiel im Stenogramm: 

U21: Pollersbeck - Mundhenk, Ambrosius, Giese, Seo (69. Ronstadt) - Haut (46. Köhlert) - Jatta, Steinmann (59. Mohssen), Gouaida, Kwarteng - Knöll. Weiter im Kader: Behrens, Storb, Kyeremeh, Njie. 

VfB Oldenburg: Bukovski - Aalto, Erdogan, Lach, Tönnies - Richter, Aug, Celikyurt (47. Karavul), Ebipi (29. Fazlic) - Lüttmers (59. Mäkijärvi), Temin 

Tore: 1:0 Törles Knöll (4.), 2:0 Moritz-Broni Kwarteng (11.), 3:0 Mohamed Gouaida (26.), 4:0 Bakery Jatta (28.), 5:0 Törles Knöll (35.), 6:0 Törles Knöll (44.). 

Zuschauer: 530 

Schiedsrichterin: Susann Kunkel