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Verein

15.11.17

Der Blick über den Tellerrand

40 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich bilden sich beim Athletik-Symposium in der Alexander-Otto-Akademie fort. Athletiktrainer-Team des HSV fühlt sich in seinem Weg bestätigt. 

Monate der Vorbereitung mit Mitorganisator Martin Zawieja (Langhantelathletik), die wohl überlegte Auswahl der richtigen Referenten und die aufwändige Organisation des Events – am Ende hat sich alles gelohnt und ausgezahlt. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung“, sagte HSV-Chefathletiktrainer Carsten Schünemann, Organisator und Moderator des Symposiums. 40 Teilnehmer, angereist aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, lauschten am vergangenen Wochenende den Vorträgen der Referenten in der Alexander-Otto-Akademie und probierten sich bei den Praxis-Übungen im Athletikraum und auf dem Platz aus. 

Expertise aus der gesamten Sportwelt 

Die große Stärke der Veranstaltung: eine gesunde Balance zwischen Wissenschaft und Praxis. So wurden die meisten wissenschaftlichen Vorträge mit Praxisübungen untermauert. „In der Zukunft könnte man vielleicht noch mehr Praxisteile einbauen“, sagte Schünemann, der sowohl von Referenten als auch Teilnehmern positive Resonanz erhalten hat. So entwickelten sich auch immer wieder lebhafte Diskussionen während der Theorie- und Praxisteile, die offenbarten, dass sich auch die Teilnehmer auf einem hohen Wissensniveau befanden. „Es war inhaltlich hervorragend“, lobte Schünemann, der von allen Referenten angetan war. Zwei Referenten überzeugten die Zuhörerschaft aber besonders. 

Prof. Dr. Urs Granacher ist Experte für Trainings- und Bewegungswissenschaften an der Universität Potsdam und referierte über das Thema Krafttraining im langfristigen Leistungsaufbau. „Krafttraining ist in allen Sportarten im Nachwuchs ein zentrales Thema. Der Vortrag hat uns darin bestätigt, dass wir den richtigen Weg gehen“, erklärte Schünemann. Beim HSV wird schon im Aufbaubereich mit gezieltem Krafttraining begonnen. Auch Adrian Rothenbühler, der zur Schnittmenge fußballspezifischer Schnelligkeit und der Schnelligkeit eines Leichtathleten einen Workshop veranstaltete, begeisterte Schünemann: „Das war so extrem praxisbezogen und anschaulich.“ 

Das besondere Etwas des Events war der interdisziplinäre und polysportive Ansatz, den auch das NLZ des HSV verfolgt. Das Thema Athletik und Schnelligkeit wurde aus den Blickwinkeln völlig verschiedener Sportarten (u.a. Speerwerfen, Dreisprung, Gewichtheben) beleuchtet, sodass ein möglichst breitgefächerter Wissensaustausch ablaufen konnte. „Wir wollten damit auch allen zeigen, dass wir als Fußballverein offen für neue Eindrücke und Einflüsse sind“, erklärte Schünemann, „wir können von anderen Sportarten lernen. Es geht dabei immer um den Blick über den Tellerrand.“