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HSV II

10.11.17

Die Herbstmeisterschaft vor Augen

U21 reist zur Eintracht nach Braunschweig. Ein Sieg gegen die U23 der Löwen würde die Herbstmeisterschaft bedeuten.

Am 11. November gibt es eine Region in Deutschland, die an diesem Tag Kopf steht. Ab 11:11 Uhr startet das Rheinland nämlich in die fünfte Jahreszeit: Karneval. Lachende Gesichter, Freude und Spaß an jeder Ecke. In Hamburg spielt das bunte Volksfest kaum eine Rolle. Für U21-Trainer Christian Titz in der Vergangenheit schon. Als Trainer bei Alemannia Aachen, Viktoria Köln oder dem FC Homburg war der 46-Jährige immer in Gegenden unterwegs, in denen der Karneval fester Bestandteil der Kultur war. Nun fällt das aus, aber einen Grund zum Feiern könnte er dennoch haben. 

„Wir haben eine komplett andere Mannschaft und auch die Situation ist eine völlig andere.“

Mit einem Sieg am Sonnabend gegen die U23 von Eintracht Braunschweig ist die zweite Mannschaft des HSV Herbstmeister der Regionalliga Nord. Dann mit 16 Partien ohne Niederlage. Eine erstaunliche Quote. Vor knapp drei Jahren legte die Zweite der Hamburger eine ähnliche Hinrunde hin. Nach 17 Partien lag die Truppe von Ex-Coach Joe Zinnbauer mit zehn Punkten Vorsprung auf Platz zwei an der Tabellenspitze. In der Rückrundentabelle landete die damalige U23 auf Platz 15. Dass sich die Geschichte wiederholt, daran glaubt Coach Titz nicht: „Wir haben eine komplett andere Mannschaft und auch die Situation ist eine völlig andere.“ 

Gleich ist, dass auch die U21 nun Herbstmeister werden kann. Die Braunschweiger sind trotz des zehnten Tabellenplatzes aber eine große Hürde. Die Wahrscheinlichkeit, dass Trainer Henning Bürger Unterstützung aus dem Profi-Kader der Eintracht bekommt, ist hoch. Aus der Bundesligamannschaft des HSV stößt hingegen niemand zur Titz-Equipe. Zudem kommt, dass Youngjae Seo (5. Gelbe Karte) und Moritz-Broni Kwarteng (Gelb-Rote Karte) gesperrt sind. „Das alles ist für uns kein Problem. Wir haben schon oft gezeigt, dass in solchen Situationen andere Spieler ihre Chancen genutzt haben“, sagt Titz, der die Braunschweiger Löwen dennoch als tief stehenden Gegner erwartet: „Das ist das Ergebnis unserer Spielweise, aber wir versuchen immer wieder, eine Absicherung gegen die Konter der Gegner einzubauen.“ Beim 2:0-Erfolg gegen Altona 93 war das über weite Strecke erfolgreich gelungen. Nur zum Beginn der Partie ließ sich die U21 zweimal überrumpeln. Kann die HSV-Zweite das gegen die Braunschweiger vermeiden, wird es am morgigen 11. November auch für die Hamburger nur lachende Gesichter geben.