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HSV II

21.09.18

Gegen die gefallene Festung

Der SV Drochtersen/Assel ist am Freitag an der Hagenbeckstraße zu Gast und trifft dort auf die U21 des Hamburger SV. Die Rothosen möchte ihre Siegesserie ausbauen.

In den vergangenen drei Jahren war der SV Drochtersen/Assel das Bollwerk der Regionalliga. 35, 33 und 31 lautet die Gegentorzahl aus den zurückliegenden Spielzeiten. Das sind Werte einer Spitzenmannschaft. In der Saison 2016/17 waren die Jungs aus Stade mit 33 Gegentreffen die defensivstärkste Truppe. Zu verdanken hatte das der Club vor allem Trainer Enrico Maaßen. Vier Jahre war er Coach in Niedersachsen und prägte den defensiven Spielstil, mit dem D/A im Pokal auch dem FC Bayern München nur mit 0:1 unterlag. Unter Neu-Trainer Lars Uder ist diese Defensivstärke jedenfalls in der Regionalliga etwas abhandengekommen. 17 Gegentreffer nach zehn Spielen sind viel, genauso viele hat auch die U21 der Hamburger und die stehen sieben Plätze hinter D/A. Am heutigen Freitag kommt es nun zum Duell beider Mannschaften. Um 19 Uhr wird die Partie an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage angepfiffen.

Für die Rothosen beginnt dann das Projekt Siegesserie. Ein Erfolg wäre gleichbedeutend mit dem dritten Sieg in Folge und der tabellarischen Annäherung an Drochtersen/Assel. „Mit einem Sieg trennen uns nur noch zwei Punkte. Wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe wird, aber wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir solche Herausforderungen bewältigen können“, sagt U21-Trainer Weiß. Dessen Mannschaft vor allem beim Auftritt in Lüneburg deutlich reifer als noch vor Wochen wirkte. Die Hamburger spielten gegen den LSK zwar nicht gut, nutzten ihre Chancen aber eiskalt. „Das war ein sehr souveräner Auftritt von uns. Solche Spiele muss man auch erst einmal gewinnen“, sagt Weiß.

Gegen Drochtersen/Assel werden die Hamburger eine ähnliche Reife an den Tagen legen müssen. Schließlich zeichnet die Uder-Elf immer noch die Abgebrühtheit einer gestandenen Regionalliga-Mannschaft aus. Das bekam in der vergangenen Woche auch der FC Eintracht Norderstedt zu spüren. Mit 5:1 fegten Meikel Klee, Nico Mau und Co. die Norderstedter aus dem Kehdinger Stadion. Und das ist die Kehrseite der bisweilen fehlenden defensiven Absicherung. D/A schießt deutlich mehr Tore als in den Vorjahren. Zum Vergleich: Vergangenen Saison waren es zum selben Zeitpunkt zwölf Treffer, im Jahr davor fünf, in der ersten Regionalliga-Spielzeit 13.