skip_navigation

HSV II

16.12.16

HSV-Zwote: Ein Derby zum Jahresabschluss

Am Samstag um 13 Uhr bestreitet die U21 das letzte Spiel des Jahres beim FC St. Pauli.

Eine Woche war die U21 des HSV spielfrei, am Samstag wird das letzte Spiel des Jahres 2016 in der Regionalliga Nord ausgetragen, ab Sonntag gehen die Spieler in die Winterpause. Zum Finale gibt es für die Mannschaft von Trainer Dirk Kunert noch einmal ein echtes Highlight: Gegner ist kein geringerer als der Stadtrivale FC St. Pauli. Die Partie gegen die Kiezkicker ist eine vorgezogene aus dem neuen Jahr, weil das Spiel am Stadion an der Hoheluft (13 Uhr) aus Sicherheitsgründen parallel zu den Spielen der Liga-Mannschaften ausgetragen werden soll. Schade für Fans und Spieler, aber nicht zu ändern.

„Allein über das schöne Spiel werden wir dort nicht erfolgreich sein.“ Dirk Kunert

Ihren sportlichen Reiz haben die 90 Minuten beim FC St. Pauli dennoch. Die Rothosen stehen derzeit auf Rang sechs der Liga, die Kiezkicker liegen zwar fünf Plätze, aber nur drei Punkte zurück – und haben zudem noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. „Wir wollen uns mit einem Erfolg für eine erfolgreiche Hinrunde belohnen“, sagt der gebürtige Berliner Dirk Kunert, wohlwissend, dass seine Mannschaft sich mit dem neunten Saisonsieg im oberen Tabellendrittel über die Winterpause festbeißen und den FC St. Pauli weiter auf Distanz halten würde. Doch auch für das Selbstvertrauen wäre ein Erfolg gegen den Stadtrivalen für seine junge Mannschaft noch einmal ein Puscher: „Siege gegen St. Pauli sind immer etwas Besonderes, diese Brisanz habe ich schon vor dem Hinspiel wahrnehmen können. Das macht den Reiz dieses Sports aus, auch wenn solche Duelle natürlich ein größeres Publikum verdient hätte.“ Im Hinspiel waren immerhin 500 Zuschauer an die Hagenbeckstraße gekommen – diesen Samstag spielen zwar die Profis des HSV auswärts, aber die von St. Pauli haben ein Heimspiel, insofern werden vermutlich noch weniger Fans erscheinen. Wer kommt, wird in den Augen Kunerts ein intensives Spiel erleben. Aufgrund des nassfeuchten Wetters in den letzten Tagen wird der Boden im Stadion des SC Victoria Hamburg tief sein. „Allein über schönes Spiel werden wir dort nicht erfolgreich sein, wir werden auch den Kampf annehmen müssen“, hat Kunert die wichtigen fußballerischen Tugenden bei „Hamburger Wetter“ bereits verinnerlicht.

Zehn von zwölf Punkten holten die Rothosen zuletzt

Personell hat der 49-jährige Fußballehrer keine Sorgen. Lediglich die Langzeitverletzten Young-Jae Seo und Niklas Holz sowie Enes Küc werden noch fehlen, ansonsten kann er aus dem Vollen schöpfen. Zudem könnten aus dem Profi-Kader Bakery Jatta und Finn Porath wieder dabei sein. Auch Mustafa Ercetin hat eine Verletzung auskuriert und drängt wieder in den Kader. „Da können wir uns derzeit nicht beschweren, der Kader ist sehr groß. Die Jungs haben diese Woche gut trainiert und ich werde alle Eindrücke sammeln, mich mit meinem Trainer-Team absprechen und dann entscheiden, wer am Samstag auflaufen wird“, lässt Kunert Raum für Spekulationen. Viele Gründe, seine Aufstellung im Vergleich zum 1:0-Sieg beim SV Eichede vor zwei Wochen zu ändern, hat er ohnehin nicht. Zehn von zwölf möglichen Punkten holte seine Elf in den letzten vier Spielen. Eine starke Bilanz, die man am Samstag mit einem Derby-Sieg „vergolden“ könnte.

Ein Hinweis für die HSV-Fans: Der Zugang zum Gästeblock erfolgt über die Martinistraße.