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HSV II

11.08.17

„Ich möchte die Mannschaft voranbringen, mitziehen und als Vorbild vorangehen“

Zum Auftakt 0:2 verloren, am zweiten Spieltag Aufsteiger Eutin 08 0:4 unterlegen und jetzt auch noch gegen Oberligist Arminia Hannover aus dem Niedersachen-Pokal ausgeschieden – Die Kicker des VfV Borussia 06 Hildesheim haben einen völlig verkorksten Saisonstart hingelegt. Und jetzt wartet auf das Tabellenschlusslicht der Regionalliga Nord das Duell mit der U21 des Hamburger SV. Die Zweite der Rothosen ist mit einem Remis gegen Eintracht Norderstedt (2:2) und dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder hingegen gut in die Saison gestartet. Vor der Partie in Hildesheim gibt U21-Kapitän Sebastian Haut Einblicke ins Team. 

Guckt ihr als Mannschaft eigentlich auch auf die Statistik des Gegners? 

Natürlich gucken wir auch auf die Statistiken des Gegners. Die werden uns auch in den Analysen von den Trainern vorher dargestellt. Im Endeffekt wissen wir aber, dass es nicht darauf ankommt, wie die Spiele davor waren. Es ist von Spiel zu Spiel anders. Wir konzentrieren uns sowieso hauptsächlich auf uns und nicht auf den Gegner.

Es spielt für euch aber schon eine Rolle, dass ihr jetzt gegen den Tabellenletzten ran müsst? 

Das wird keiner im Kopf haben. Das hat alles noch nicht so viel zu sagen. Ich glaube auch, man kann da noch keine Tendenzen sehen. Ich bin davon überzeugt, dass Hildesheim wieder eine gute Mannschaft hat und wir dürfen uns da vom Tabellenplatz nicht beirren lassen. 

Ihr steht nach zwei Spieltagen auf Platz sechs. Wie bewertest du euren Saisonstart?

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir hatten uns gegen Norderstedt mehr vorgenommen, aber ich denke, nach dem Spielverlauf können wir mit dem Punkt gut leben. Die drei Punkte im ersten Heimspiel gegen Egestorf darf man auch nicht unterschätzen. Das war ein schwer zu bespielender Gegner und das haben wir gut gemacht. Es ist jetzt nur wichtig, dran zu bleiben. 

Gegen Egestorf war die Spielidee von U21-Coach Christian Titz zu erkennen. Woran musstest du dich unter dem neuen Trainer erst gewöhnen?  

Eine große Umstellung ist der Trainingsumfang. Wir trainieren deutlich länger als sonst und deutlich detailfixierter. In der Spielanlage ist es die extreme Auslegung auf das Spielerische. Wir können auch einfache Möglichkeiten suchen, aber der erste Gedanke gehört immer der spielerischen Lösung. Das war auch früher der Grundgedanke, jetzt wird darauf aber noch deutlich mehr Wert gelegt.  

Du gehst in deine dritte Saison bei der Zweiten vom HSV. Worin siehst du die Unterschiede, wenn du alle Teams der vergangenen Jahre vergleichst? 

Das ist eine schwierige Frage, weil sich ja auch meine Sichtweise ändert. Ich habe in der damaligen U23 als einer der jüngsten angefangen und bin jetzt mit 21 schon einer der älteren. Da sieht man aber, dass wir von Jahr zu Jahr jünger geworden sind, auch wenn wir jetzt ein paar erfahrene Spieler dabeihaben. Ich habe auch das Gefühl, dass die Mannschaft in diesem Jahr noch fokussierter, noch homogener ist und wir einfach ein professionell abgerundetes Team sind. Wir sind eine geschlossene Truppe und über diesen Weg können wir viel erreichen. 

Und du bist auf dem Platz der Kommandant dieser Truppe. Was bedeutet es dir, dass das Trainerteam dich zum Kapitän gemacht hat?

Ich freue mich natürlich, dass sie in mir diese Führungsqualitäten sehen. Für mich steht auch fest, dass ich Führungsspieler sein möchte. Ich möchte die jungen Leuten, die gerade hochgekommen sind, führen. Ich denke, da bin ich mit meinem Einsatz auf dem Platz auch gut geeignet. Ich möchte die Mannschaft voranbringen, mitziehen und als Vorbild vorangehen. 

Törles Knöll wurde zu deinem Stellvertreter ernannt. Morten Behrens, Matti Steinmann und Henrik Giese sind im Mannschaftsrat. Wie funktioniert der Austausch unter euch? 

Törles und ich sind gut befreundet und wir quatschen deswegen sowieso viel miteinander. Bis jetzt gab es aber auch keine Probleme innerhalb der Mannschaft, die wir hätten klären müssen. Wichtig ist auch zu sagen, dass der Trainer und der gesamte Trainerstaff den Kontakt zur Mannschaften in Einzel- und Gruppengesprächen suchen. Wir und der Mannschaftrat sind aber erster Ansprechpartner und daher gibt es da auch regen Austausch zwischen uns.  

Welche Ziele hast du dir in diesem Jahr gesteckt? 

Mir persönlich ist es wichtig, fußballerisch weiterzukommen und mich zu verbessern und auch meine Führungsaufgaben im Team bestmöglich auszufüllen. Für mich ist das größte Ziel aber, solange es geht um die vorderen Plätze mitzuspielen und am Ende mit der Mannschaft so weit oben zu landen wie möglich.