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Nachwuchs

29.05.17

Positiv-Serie fortgesetzt

U19 überzeugt in Stemwede, U17 schenkt Coach Titz zum Abschied einen Sieg und die U16 präsentiert sich souverän gegen Lübeck

Ungeschlagen die Vorrunde als Gruppensieger abgeschlossen, im Halbfinale den FC Kopenhagen besiegt und erst im Finale knapp RB Brasil unterlegen. Die Bilanz der U19 beim 40. internationalen Jugendturnier in Stemwede kann sich sehen lassen. „Wir haben uns in einem sehr gut bestückten Starterfeld mit vielen internationalen Mannschaften, die für ihre gute Nachwuchsarbeit bekannt sind, wirklich stark präsentiert“, lobte Trainer Daniel Petrowsky sein Team, das die Top-Klubs, die ihnen vor die Brust kamen, souverän schlug: Den Liverpool FC (1:0), Galatasaray Istanbul (3:2), den VfB Stuttgart (2:0) und besagte Kopenhagener (4:2 n.E.) im Halbfinale. Lediglich gegen den SV Rödinghausen (0:0) musste sich der HSV mit einem Remis zufriedengeben. Im Finale wartete schließlich RB Brasil auf die Hamburger, die besonders in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel hatten, sich aber nicht mit einem Treffer belohnten. Und so musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen, in dem allerdings die Brasilianer das Glück auf ihrer Seite hatten. 5:6 hieß es am Ende aus Sicht des HSV. „Natürlich hätten wir das Turnier gerne gewonnen, die Jungs haben aber auch so eine richtig tolle Leistung gezeigt und können stolz auf sich sein“, sagte Petrowsky. Auszeichnungen gab es für die Rothosen nämlich trotzdem: Stephan Ambrosius wurde zum besten Spieler, Jakob Golz, der im Halbfinale gegen Kopenhagen zwei Elfmeter hielt, zum besten Torhüter des Turniers gewählt.

U17 verabschiedet sich mit Sieg von Trainer Titz

Die U17 schloss die B-Junioren-Bundesliga-Saison derweil mit einem 3:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig ab und schob sich am letzten Spieltag vom vierten auf den dritten Tabellenplatz. „Die Jungs haben das toll gelöst und sich auch von dem zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus der Bahn werfen lassen", sagte Trainer Christian Titz, der zur kommenden Saison die U21 übernimmt. Die Anfangsphase verlief aus HSV-Sicht etwas holprig. Schon nach fünf Minuten klingelte es das erste Mal im Tor - allerdings im falschen. Die Eintracht aus Braunschweig ging durch einen verwandelten Foulelfmeter in Führung. In der 10. Minute läutete Erolind Krasniqi mit einem Freistoß, der nur knapp am rechten Pfosten vorbeisegelte, die Hamburger Aufholjagd ein. Fortan übernahmen die Gastgeber die Kontrolle über das Spielgeschehen und erarbeiteten sich eine deutliche optische Überlegenheit. Einzig die klaren Torchancen fehlten auf Hamburger Seite. Bis zur 35. Minute: Krasniqi drang nach Zuspiel von Lenny Borges halbrechts in den Strafraum ein, schlug drei Haken und schob den Ball zum zwischenzeitlichen Ausgleich ein. Doch damit nicht genug, neben Torjäger- zeigte Krasniqi auch seine Vorbereiter-Qualitäten. In der 53. Minute mit einer schulbuchmäßigen Flanke, die Joscha Vagnoman zum 2:1 einnickte und nur fünf Minuten später erneut, als Jonas David eine von ihm getretene Ecke – ebenfalls per Kopf – zum 3:1-Endstand verwandelte. Ein Saison-Abschluss, wie sich ihn Coach Titz nicht besser hätte ausmalen können. Der Übungsleiter verabschiedete sich mit einem Lächeln von seiner Mannschaft und in die Sommerpause: "Den ein oder anderen der Jungs werde ich ja vielleicht in zwei, drei Jahren in der U21 wieder treffen."


HSV-U17 gegen Braunschweig: Hegerfeldt – Borges, Pinckert (54. Questai), Ghubasaryan, Murillo Salazar (54. Gyamenah) – Krasniqi, Heil, David, Vagnomann (67.Sieracki) – Suhonen – Fagerström.
 

U16: Saisonziel quasi erreicht

Bereits einen Spieltag vor Saisonende hat die U16 in der B-Junioren-Regionalliga den vierten Tabellenplatz gefestigt. Durch einen 3:0-Sieg gegen den VfB Lübeck kann der HSV, aufgrund des nun um 15 Treffer besseren Torverhältnisses, in der Tabelle nur noch theoretisch von Lokalrivale St. Pauli eingeholt werden. „Wir haben unsere positive Serie mit zuvor sieben Punkten aus drei Spielen weiter ausgebaut. Unser Saisonziel, Tabellenplatz vier, ist damit so gut wie erreicht.“, freute sich Übungsleiter Pit Reimers. Sein Team bot in der Partie gegen Lübeck derweil einen couragierten Auftritt. In der ersten Halbzeit haperte es allerdings noch an der Torgefahr: Während sich die Hausherren eine optische Überlegenheit herausspielten, waren es vielmehr die Lübecker Gäste, die mit einigen Kontern gefährlich vor dem Hamburger Gehäuse auftauchten. Dass der HSV diese Nadelstiche unbeschadet überstand, lag vor allem an Torhüter Niklas Gohr, der ein ums andere Mal stark parierte. Mit Beginn des zweiten Durchgangs spielten die Rothosen ihre Angriffe konsequenter zu Ende, ließen den Druck auf das Gäste-Tor immer größer werden und belohnten sich schließlich mit insgesamt drei Treffern. Jonah Fabisch markierte innerhalb von rund 20 Minuten einen Doppelpack (54., 75.) und Oguzhan Masalci besorgte quasi mit dem Schlusspfiff den 3:0-Endstand (80.). Die Höhe des Ergebnisses relativierte Reimers aber umgehend und hatte warme Worte für die Gäste aus Lübeck parat: „Am Ende war der Sieg zwar auf jeden Fall verdient, mit drei Toren ist er aber wahrscheinlich etwas zu hoch ausgefallen. Der VfB hat sich hier gut verkauft.“


HSV-U16 gegen Lübeck: Gohr – Jaeger, Ibraimo, Khodabakhshian, Hein – Schlichting (54. Brandis), Fabisch, Müller, Amorin (69. Knipp) – Adigo (75. Masalci), Asare (54. Zalli). Weiter im Kader: Stockhaus, Muhlack.

U11 mit starken, U12 mit durchwachsenen Turnier-Ergebnissen

Die U11 gastierte mit Coach Lukas Rösel am Samstag und am Sonntag beim VfL-Oldesloe-Junior-Cup und schloss die Gruppenphase auf Tabellenplatz zwei, unter anderem vor RB Leipzig und Bröndby IF aus Dänemark, ab. Im Halbfinale scheiterten die Jungs allerdings knapp an Union Berlin, feierten im Spiel um Platz drei aber einen versöhnlichen Abschluss und bezwangen den VfL Wolfsburg mit 3:2 nach Elfmeterschießen. Die U12 zog unterdessen souverän mit vier Siegen aus vier Spielen in der Gruppenphase in die Goldrunde des Turniers in Mörfelden ein. Für einen der vorderen Plätze reichte es am Ende aber nicht: Platz 10 für die Truppe von Übungsleiter Lennart Gudella.