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HSV II

20.10.17

Zwischen Himmel und Hölle

Der VfB Oldenburg feiert Geburtstag und muss zum ungeschlagenen Tabellenführer. Die U21 des HSV möchte aber keine Geschenke verteilen. 

Am 17. Oktober 1897 wurde der FC Oldenburg gegründet. Es war die Geburtsstunde für den heutigen VfB Oldenburg, der erst seit 1919 diesen Namen trägt. In den frühen 1990er Jahren gehörte der VfB zu den Vereinen, die zwischen der Regionalliga- und Zweitligafußball wandelten. In der Saison 1996/97 spielten die Oldenburger zuletzt in der 2. Liga. Mit Nationalspieler Mirko Votava im Kader stiegen die Blau-Weißen aber chancenlos als Tabellenletzter wieder ab. In den Folgejahren hatte der VfB mit einer Insolvenz und dem sportlichen Niedergang zu kämpfen. Seit 2012 spielen sie nun ununterbrochen in der Regionalliga Nord. 

Der VfB steckt schon jetzt im Abstiegskampf

Die Bilanz gegen die zweite Mannschaft des HSV, auf die sie nun am Sonntag treffen (13 Uhr, Wolfgang-Meyer-Sportanlage), ist in den vergangenen beiden Spielzeiten ausgeglichen. Jeweils ein Sieg und zwei Unentschieden schlagen zu Buche. Darunter ein 5:0 in der Saison 2015/16, in der der VfB letztlich auf Rang zwei landete. Die zweite Mannschaft der Hamburger rettete sich damals erst spät vor dem Abstieg. In dieser Spielzeit sehen die Vorzeichen der Partie ganz anders aus. Die U21 der Rothosen ist ungeschlagener Tabellenführer, die Oldenburger stecken schon jetzt im Abstiegskampf fest. Es ist ein Duell zwischen Himmel und Hölle. 

Weil die Oldenburger vor der Saison auch eher in himmlischen Gefilden vermutet wurden und der Saisonstart unter Dietmar Hirsch schon früh anderes vermuten ließ, musste der Ex-Profi schon früh seinen Posten als Trainer räumen. Seit Ende August ist Stephan Ehlers sein Nachfolger. Und unter ihm holten die Oldenburger nun sieben Punkte, zuletzt feierte die Ehlers-Elf einen 4:0-Erfolg gegen Tabellenschlusslicht Eutin. Ein bis dahin seltenes Erlebnis. Nur zwei Spiele konnte die Oldenburger bis dato gewinnen. Vor allem in den engen Spielen schlägt das Pendel zumeist zum Gegner aus. Vier ihrer sechs Spiele hat der VfB mit nur einem Tor Unterschied verloren. 

Keine Geschenke für den VfB

Ganz anders der HSV. Fünf der zehn Siege fuhr das Team von Trainer Christian Titz ebenfalls mit nur einem Tor Unterschied ein. Die jüngsten deutlichen 3:0-Erfolge gegen Havelse und den Lüneburger SK waren bislang Ausnahmen. „Es hat mich sehr gefreut, dass wir in diesen Spielen auch das dritte Tor erzielen konnten“, sagt Titz. Geschenke darf der VfB am Sonntag von der U21 also nicht erwarten. Ein großes haben sie sich übrigens schon selbst gemacht. Die bewegte 130-jährige Geschichte wurde in einem Dokumentarfilm festgehalten, der den Titel „Zwischen Himmel und Hölle“ trägt.