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Spielbericht

17.10.20

1:0 - HSV siegt trotz Unterzahl in Fürth

Der HSV hat seine Partie des 4. Spieltags mit 1:0 bei der SpVgg Greuther Fürth gewonnen. Das Tor des Tages für die lange Zeit in Unterzahl agierenden Rothosen erzielte Khaled Narey.

Der Hamburger SV wahrt seine weiße Weste. Am Sonnabend (17. Oktober) gewann das Thioune-Team mit 1:0 (1:0) bei der SpVgg Greuther Fürth und holte damit im dritten Spiel der Saison den dritten Sieg. Das entscheidende Tor erzielte hierbei Khaled Narey, der in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sehenswert traf. Im zweiten Durchgang mussten die Rothosen dann mehr als eine halbe Stunde lang in Unterzahl die Führung verteidigen, nachdem Toni Leistner in der 53. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Aber der HSV hielt sich trotz der Fürther Druckphasen schadlos und brachte mit einer aufopferungsvollen Leistung die knappe Führung erfolgreich über die Zeit.

Starker Fürther Beginn...

HSV-Trainer Daniel Thioune musste beim Gastspiel im Frankenland reichlich umbauen, da sich in der abgelaufenen Woche zu den langzeitverletzten Akteuren mit Ambrosius und Leibold noch zwei weitere krankheits- bzw. verletzungsbedingte Ausfälle aus der Vierer-Abwehrkette hinzugesellt hatten. Und es ging so weiter, denn nach nicht einmal einer halben Stunde musste Dudziak ausgewechselt werden, nachdem er sich in einem Zweikampf die Schulter ausgekugelt hatte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die aufgrund der vielen personellen Wechsel noch nicht sehr eingespielte Hamburger Mannschaft einem agilen und dominanten Fürther Team das Gros der Spielanteile überlassen müssen. Die Spielvereinigung hatte in dieser Phase auch die beste Torchance, als Seguin aus der Distanz die Latte traf. Zwar kamen auch die Gäste zu ordentlichen Abschlüssen durch Hunt und Narey, doch das gefährlichere Team stellte das Kleeblatt - bis die Nachspielzeit der ersten Hälfte begann. In der nämlich initiierten die Hamburger den besten Angriff des bisherigen Spiels und setzten über Kittel und den finalen Passgeber Terodde den ehemaligen Fürther Narey in Szene, der quasi mit dem Pausenpfiff die 1:0-Führung für den HSV erzielte.  

... und großer Hamburger Kampfgeist

Doch auch mit der Führung im Rücken musste HSV-Coach Thioune weiter improvisieren. Denn die zweite Halbzeit war gerade einmal acht Minuten alt, als Leistner im Duell als letzter Mann gegen Fürth-Angreifer Nielsen einen Schritt zu spät kam und für die als Notbremse gewertete Aktion die Rote Karte sah. Somit waren die Hamburger ab der 53. Minute nicht nur mit einem Mann weniger auf dem Feld, sondern verloren auch noch einen weiteren Abwehrspieler, so dass ein weiteres Mal die Defensive umgebaut werden musste.

Und die sah sich in der Folgezeit einem Sturmlauf der Fürther ausgesetzt, die viel Druck machten und vehement auf den Ausgleich drängten. Doch der HSV lieferte eine aufopferungsvolle und leidenschaftliche Leistung, in der sich jeder Spieler zu 100 Prozent defensiv einbrachte und mithalf, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Dies war nach 94 Minuten dann wirklich geschafft, nachdem die Fürther im Zuge ihrer Schlussoffensive zwar zu zahlreichen Torraumszenen gekommen waren, HSV-Keeper Ulreich und seine Vorderleute jedoch alles erfolgreich wegverteidigt und so für einen Arbeitssieg im wahrsten Wortsinne gesorgt hatten.

Das Spiel im Stenogramm:

SpVgg Greuther Fürth: Burchert - Meyerhöfer, Bauer, Mavraj, Raum - Seguin (84. Abiama), Sarpei, Green, Ernst (70. Tillman) - Hrgota, Nielsen (55. Leweling)

Hamburger SV: Ulreich - Gyamerah, Leistner, Jung, Heyer - Onana (81. Gjasula) - Narey, Dudziak (28. Kittel), Hunt, Wintzheimer (81. Jatta) - Terodde (74. Wood)

Tore: 0:1 Narey (45.+3)

Zuschauer: 3.325

Schiedsrichter: Martin Petersen (Filderstadt)

Gelbe Karten: Ernst (25.), Green (29.), Hrgota (34.), Seguin (61.), Leitl (77., Trainer) / Wood (79.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / Leistner (53.)

Das Spiel im Zeitraffer:

Min.

6.

Aluminiumkracher SpVgg: Die Fürther legen stark los und Ernst passt an der Strafraumkante auf Seguin zurück, der aus rund 25 Metern und zentraler Position direkt abzieht. Sein Fernschuss knallt mit viel Wucht an die Querlatte - da hätte Ulreich keine Chance gehabt. Puh!

16.

Doppelchance Hamburg: Zunächst ist es Narey, der nach einem verunglückten Klärungsversuch der Fürther von der Strafraumkante volley abzieht und SpVgg-Keeper Burchert fordert. Dieser kann zur Ecke klären, nach der es erneut gefährlich wird: Hunt bekommt den zweiten Ball auf dem rechten Flügel und schlenzt die Kugel in Richtung des langen Ecks, jedoch knapp am Pfosten vorbei. Das wär's gewesen!

40.

Gefährlicher Standard: Nach einem Foul an Wintzheimer zentral vor dem Sechzehner der Fürther bietet sich für die Rothosen eine vielversprechende Freistoßposition. Hunt tritt direkt an und schlenzt die Kugel in Richtung der rechten Torbegrenzung, wo Bauer auf der Linie genau richtig steht und den Ball per Kopf ins Toraus klären kann. Der hätte gepasst!

45.+1

Jetzt Fürth: Seguin bringt eine Ecke von der rechten Seite gefährlich vor den ersten Pfosten. Dort steigt Nielsen am höchsten und verfehlt mit seinem Kopfball das lange Toreck nur knapp.

45.+3

1:0! Narey zur Führung: Nach einem starken Doppelpass mit Kittel auf dem linken Flügel steckt Terodde den Ball perfekt durch auf den im Strafraum eingelaufenen Narey, der die Kugel mit seiner Fußspitze am herauslaufenden Burchert nur noch vorbeispitzeln muss. Jaaaaaaa!

56.

Fürth-Standard nach Notbremse: Leistner kann den frei aufs Tor eilenden Nielsen Zentimeter vor dem Sechzehner nur noch mit einem Foul stoppen - Schiedsrichter Petersen zückt sofort die Rote Karte und stellt den HSV-Verteidiger vom Platz. Der anschließende Freistoß von Green wird zunächst von Wintzheimer abgefälscht, senkt sich aber noch einmal gefährlich Richtung Kasten und stellt Ulreich beinahe vor Probleme.

57.

Starke Ulreich-Parade: Nach einer Ecke von der rechten Seite kommt Ernst im Strafraum-Getümmel an den Ball und köpft scharf in Richtung des langen Ecks. Dort ist Ulreich mit einem starken Reflex zur Stelle und kratzt die Kugel von der Linie.

69.

Kittel-Abschluss: Terodde macht die Kugel im Strafraum fest und legt den Ball perfekt auf Kittel züruck, der aus halbrechter Position und rund 15 Metern abzieht. Der Abschluss ist etwas zu ungenau, so dass Burchert sicher zupacken kann.

73.

Fürth-Ausgleich abgepfiffen: Leweling dribbelt sich im Strafraum durch vier HSV-Verteidiger und kann den Ball mit etwas Glück an Ulreich vorbei in den Kasten befördern. Zuvor war er allerdings gestolpert und mit seinem Arm an der Kugel - der Unparteiische gibt den Treffer nicht.

85.

Wieder Ulreich: Aus halblinker Position schießt Green einen Freistoß durch die Mauer hindurch auf das kurze Eck. Der HSV-Keeper hat den richtigen Riecher und taucht rechtzeitig ab, um die Kugel um den Pfosten zu lenken.

90.+4

Nochmal Fürth: Meyerhöfer flankt vom rechten Flügel ins Zentrum, wo Leweling am Fünfmeterraum per Kopf abschließt - sein Versuch segelt knapp über die Querlatte, Ulreich wäre aber auch zur Stelle gewesen, um den Sieg in letzter Sekunde festzuhalten.

SpVgg Greuther Fürth

Statistik zum Spiel

Hamburger SV

19

Torschüsse

9

55%

Ballaktionen in %

45%

45%

Zweikampfquote

55%

86%

Passquote

80%

6

Ecken

7

19

Flanken

4

4

Abseits

1

20

Fouls

12

Hrgota 5

Torschüsse

3 Narey

Seguin 5

Torschussvorlagen

2 Terodde*

Raum 84

Ballaktionen

68 Heyer

Mavraj 63%

Zweikampfquote

78% Gyamerah

Raum 10

Flanken

1 Gyamerah*

*Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert