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HSV-Frauen

08.02.26

1:3 - Späte Niederlage gegen RB Leipzig

Nach früher Führung mussten sich die Rothosen am heutigen Sonntag durch zwei Tore in der Schlussphase RB Leipzig mit 1:3 geschlagen geben. Lotta Wrede hatte die Hamburgerinnen zunächst in Führung gebracht.

Beim dritten Heimspiel in Folge musste Cheftrainerin Liese Brancao in der Innenverteidigung auf die rotgesperrte Victoria Schulz verzichten. Für sie rückte Emilia Hirche in die Startelf.

Und die Rothosen waren von Beginn an defensiv gefordert. Bereits in der siebten Minute musste Lea Paulick im Hamburger Tor erstmals eingreifen: Nach einem schnellen Angriff der Leipzigerinnen parierte die 26-Jährige einen Distanzschuss stark, der Abpraller landete jedoch vor den Füßen von Marlene Müller. Magou Doucouré zeigte große Aufmerksamkeit und blockte den Abschluss aus kurzer Distanz in letzter Sekunde.

Kurz darauf setzte der HSV auch offensiv das erste Ausrufezeichen. Erneut war es Doucouré, die mit einem Ballgewinn im Mittelkreis den Angriff einleitete und sich im Strafraum gegen zwei Gegenspielerinnen durchsetzte. Ihre Hereingabe fand im Zentrum noch keine Abnehmerin, doch die Hamburgerinnen wurden nun mutiger im Spiel nach vorn und belohnten sich in der 14. Spielminute mit der Führung.

Camilla Linberg legte den Ball auf der Außenbahn artistisch auf Melanie Brunnthaler ab, die mit Tempo in Richtung Leipziger Tor zog und an der Strafraumkante auf die mitgelaufene Lotta Wrede querlegte. Die 17-Jährige ließ ihre Gegenspielerin aussteigen und traf aus spitzem Winkel zur 1:0-Führung.

Frühe Führung, schneller Ausgleich

Der Jubel im Volksparkstadion währte allerdings nur kurz. Im direkten Gegenzug glichen die Gäste durch einen platzierten Distanzschuss von Ex-HSVerin Lisa Baum aus.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Maria Mikolajova setzte einen Freistoß von der Strafraumkante knapp am kurzen Pfosten vorbei, während auf der anderen Seite Pauline Machtens nach einer Ecke der Leipzigerinnen den Abschluss von Sandra Starke entschärfte.

Nach rund 30 Minuten beruhigte sich das Spiel etwas. Kurz vor der Pause wurden die Gäste jedoch noch einmal gefährlich: Zunächst verpasste Marlene Müller am zweiten Pfosten, wenig später lief ein Konter der Leipzigerinnen erneut über Baum. Lea Paulick war jedoch aufmerksam zur Stelle und verhinderte einen weiteren Gegentreffer. So ging es mit einem 1:1-Unentschieden in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Möglichkeit erneut den Gästen: Lou-Ann Joly kam im Strafraum der Hamburgerinnen zum Abschluss, ihr Schuss verfehlte das Tor von Lea Paulick jedoch nur um wenige Zentimeter. In der Folge erarbeiteten sich aber auch die Rothosen ihre erste gute Chance im zweiten Durchgang. Camilla Linberg trieb den Ball mit Tempo nach vorn und legte auf die eingewechselte Paulina Bartz ab, deren Abschluss Leipzigs Keeperin Elvira Herzog aus kurzer Distanz stark parierte.

In der 65. Spielminute brandete großer Applaus im Volksparkstadion auf: Nach über einem Jahr Pause infolge eines Kreuzbandrisses feierte Jonna Wrede ihr Bundesliga-Debüt.

In der Schlussphase erhöhten die Leipzigerinnen den Druck und gingen kurz vor dem Ende in Führung. Über Joly und Marlene Müller kombinierten sich die Gäste in den Strafraum der Rothosen, Müllers Ablage verwertete Emilia Ásgeirsdóttir aus kurzer Distanz zum 1:2.

Der HSV warf in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorn. In der Nachspielzeit hatte Svea Stoldt die große Chance auf den Ausgleich: Leipzigs Torhüterin Herzog verfehlte einen Freistoß aus rund 30 Metern, doch eine Leipziger Verteidigerin rettete in höchster Not kurz vor der Torlinie.

Statt des möglichen Ausgleichs sorgten die Gäste in der Schlusssekunde für die Entscheidung. Einen Abstimmungsfehler zwischen Emilia Hirche und Lea Paulick nutzte Delice Boboy eiskalt aus und traf ins leere Tor zum 1:3-Endstand.

HSV-Frauen: Paulick – Mirzaliyeva, Hirche, Stoldt, Doucoure, Machtens, L. Wrede, Mikolajova, Linberg, Hillebrand, Brunnthaler

RB Leipzig: Herzog – Norheim, Joly, Asgeirsdottir, Baum, Starke, Schimmer, Schasching, Krug, Landenberger, Müller

Tore: 1:0 L.Wrede (14.), 1:1 Baum (16.), 1:2 Asgeirsdottir (82.), 1:3 Boboy (90+5)