skip_navigation

Fans

08.01.21

18 Jahre 1887 Streetwear – HSV sagt mit gemeinsamem T-Shirt Danke

Anlässlich des 18. Geburtstags von 1887 Streetwear bringt der HSV gemeinsam mit dem Hamburger Label ein gemeinsames T-Shirt auf den Weg, dessen Reinerlös komplett 1887 Streetwear zugutekommen wird. Im Interview mit HSV.de sprechen die Label-Inhaber und der HSV-Merchandising-Leiter über die Hintergründe der Kooperation.

Herzlichen Glückwunsch, 1887 Streetwear! Das Mode-Label, das eigenständig Fanartikel produziert, feierte im Dezember 2020 bereits sein 18-jähriges Bestehen. Viele HSV-Fans werden das Unternehmen und ihre Produkte kennen – an Heimspieltagen mit Zuschauern stehen die Mitarbeiter in mehreren Verkaufsanhängern rund um das Volksparkstadion.

Die Corona-Krise und die dadurch resultierenden Spiele ohne Zuschauer haben dementsprechend auch bei 1887 Streetwear zu starken Umsatzeinbußen geführt. Um dem Label zur „Volljährigkeit“ zu gratulieren und gleichzeitig finanziell unter die Arme zu greifen, hat der HSV zusammen mit 1887 Streetwear ein gemeinsames T-Shirt auf den Weg gebracht. Das limitierte Shirt ist ab sofort sowohl im HSV-Onlineshop als auch im Onlineshop von 1887 Streetwear für 18,87€ verfügbar. Besonders: Der gesamte Reinerlös aus dem T-Shirt-Verkauf wird komplett dem Label zugutekommen.

HSV.de hat mit Nils Kuhlwein und Joachim Eybe, den beiden Inhabern von 1887 Streetwear, sowie Sascha Steinbrück, dem Merchandising-Leiter des HSV, über den Weg zum gemeinsamen Produkt, die Geschichte des Labels 1887 Streetwear und Herausforderungen in der Fanartikel-Produktion gesprochen. 

HSV.de: Joachim und Nils – Gratulation zur „Volljährigkeit“. Wie kam es im Jahr 2002 zur Gründung eures Labels?

Joachim Eybe: Es fing tatsächlich schon deutlich vor dem Jahr 2002 an. Ich war damals nicht so zufrieden mit dem Merchandising-Angebot des HSV, so dass ich angefangen habe, mir meine eigenen Shirts zu drucken. Das weitete sich dann schnell über den engen Freundeskreis und die damalige Allesfahrer-Szene des HSV aus. Ehe ich mich versah, befand ich mich wohl in der Fanartikel-Grauzone rund um den HSV, wobei ich von Anfang an darauf geachtet habe, mich innerhalb der entsprechenden Grenzen zu bewegen. Ende der 90er-Jahre habe ich dann auf einem Bolzplatz in Bramfeld Nils kennengelernt, für den ich auch für seinen damaligen Fanclub erste kleine Auftragsarbeiten erledigt habe. So haben wir uns vermehrt über Fußball, Fanartikel, T-Shirts etc. ausgetauscht und festgestellt, dass wir in diesen Bereichen auf einer Wellenlänge liegen.

Nils Kuhlwein: Anfang der 2000er kam uns dann die Idee, gemeinsam einen Online-Shop zu betreiben und ein eigenes Label zu gründen. Und da der HSV damals wenig Klamotten im Angebot hatte, die man auch in der Freizeit tragen konnte, haben wir uns das zur Aufgabe gemacht. Wir hatten eigentlich nur vor, mit dem verdienten Geld die nächste Auswärtsfahrt zu bezahlen. Dass wir irgendwann einmal davon leben können, war damals nur ein großer Traum.

Sascha, wie steht das HSV-Merchandising zu 1887 Streetwear?

Sascha Steinbrück: Wir sehen 1887 Streetwear in keiner Form als Konkurrenz zu unserem Sortiment, sondern vielmehr als sinnvolle und starke Ergänzung. Es gibt in jedem größeren Verein eine nicht geringe Anzahl an Fans, die mit dem offiziellen Merchandising aus unterschiedlichsten Gründen wenig anfangen können. Aus diesem Grund entstehen im Dunstkreis der Clubs und auch bei uns viele inoffizielle Label, die eigene Produkte herstellen. Im Falle 1887 Streetwear ist es ein toller Mehrwert für die Fans, bei anderen Fanartikel-Herstellern werden leider häufig Markenrechte verletzt.

Nils Kuhlwein: Das ärgert uns auch extrem. Der Erfolg bringt es mit sich, dass andere in unserem Fahrwasser mitverdienen wollen. Aber man muss sich eben an die Regeln halten. Wenn wir uns mal unsicher sind, dann ist der HSV immer der erste Ansprechpartner. Wir möchten dem Verein nicht auf die Füße treten und stimmen uns deshalb auf kurzem Dienstweg direkt mit dem Club ab. So ist man auf der sicheren Seite.

Hattet ihr als 1887 Streetwear schon immer ein gutes Verhältnis zum HSV?

Joachim Eybe: Wir haben immer den Kontakt zum HSV gesucht. In den vergangenen Jahren hat sich die Zusammenarbeit dann nochmals intensiviert. Seit ein paar Jahren verkaufen wir zum Beispiel auch offizielles Merch des HSV in unseren Verkaufsanhängern an den Spieltagen. So ergänzen wir unser eigenes Sortiment und bieten dem HSV gleichzeitig zusätzliche Verkaufsstandorte am Spieltag.

Diese enge Zusammenarbeit wird nun noch ausgeweitet. Das erste gemeinsame T-Shirt „18 Jahre 1887 Shirt“ ist ab sofort in den beiden Shops verfügbar. Wie kam es dazu? 

Sascha Steinbrück: Wir haben in den vergangenen Monaten viel telefoniert und uns ausgetauscht. Wenig überraschend treffen die Spiele ohne Zuschauer Joachim und Nils in besonderem Maße mit großen Umsatzeinbußen. Unser Signal an die Jungs war von Anfang an klar: Wir gehen da gemeinsam durch, denn das Label 1887 Streetwear soll es auch nach dieser Krise noch geben.

Nils Kuhlwein: Im Rahmen unserer Telefonate ließ Sascha dann durchblicken, dass der HSV gern etwas größer zu unserer „Volljährigkeit“ gratulieren möchte. So kam dann die Idee, ein gemeinsames Shirt auf den Weg zu bringen. Im ersten Moment war ich sprachlos und hatte echt einen kleinen Kloß im Hals. Ein T-Shirt mit 1887-Kreuz und Raute ist für uns so etwas wie der Ritterschlag. Ein schöneres Geschenk hätte uns der HSV gar nicht machen können.

Joachim Eybe: Und auf das Ergebnis können wir echt stolz sein. Eine HSVx1887-Collab, davon hätten wir vor ein paar Jahren nur träumen können. Das Design für das Shirt lieferte Kid Overhead, der ebenfalls aus der Fanszene des HSV stammt und dort fest verwurzelt ist. Dass der Reinerlös aus dem Verkauf nun auch noch komplett in unser Unternehmen fließt, lässt uns positiv in die Zukunft blicken. Danke HSV!

Und das ist ja noch nicht alles: Im nächsten Schritt wird das Label 1887 Streetwear nun offizieller Lizenznehmer für die offiziellen Fanclubs des HSV. Was genau bedeutet das?

Sascha Steinbrück: Viele offizielle Fanclubs des HSV möchten gern ein eigenes Logo und/oder Merchandising haben. Dabei entstehen oft wilde Logos oder Farben auf qualitativ minderwertigen Artikeln, da die offiziellen Fanclubs oft nicht wissen, welche Produktionsstätte vertrauenswürdig ist. Da wir als Club auf Massenproduktion ausgerichtet sind, können wir wenig weiterhelfen. Aber genau da setzt nun die Zusammenarbeit mit dem Label 1887 Streetwear an. Wir freuen uns darauf, dass sie in Zukunft mit ihrer Qualität und Erfahrung zur erheblichen Verbesserung des OFC-Merchandisings beitragen werden.

Vielen Dank für das Gespräch. Alles Gute, 1887 Streetwear!