
Spielbericht
07.02.26
2:0 – HSV feiert in Heidenheim ersten Auswärtssieg
Dem Hamburger SV gelingt am 21. Spieltag beim 1. FC Heidenheim der erste Bundesliga-Auswärtssieg in dieser Saison. Die HSV-Tore beim 2:0 erzielten Ransford Königsdörffer und Rayan Philippe.
Der Hamburger SV hat am 21. Spieltag beim 1. FC Heidenheim seinen ersten Bundesliga-Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren. Die Rothosen gewannen beim Tabellenletzten mit 2:0. Die Tore für die Rothosen in der ausverkauften Voith-Arena erzielten Ransford Königsdörffer kurz vor der Halbzeitpause (45.+3) und der eingewechselte Rayan Philippe (78.). Mit dem ersten Dreier in der Fremde klettert der HSV in der Tabelle auf Platz elf.

Königsdörffer leitet ein ...
Cheftrainer Merlin Polzin nahm im Vergleich zum 2:2-Remis gegen den Rekordmeister Bayern München zwei Änderungen der Startformationen vor: Für William Mikelbrencis und den gelb-gesperrten Nicolas Capaldo kamen Warmed Omari und Philip Otele. Letztgenannter feierte im Spiel gegen Heidenheim sein Startelf-Debüt, nachdem er in der vergangenen Woche per Leihe vom FC Basel nach Hamburg gewechselt war.
Der Start in der Voith-Arena begann mit intensiven Zweikämpfen und wachen Hausherren. Bereits in der 5. Minute sorgte Arijon Ibrahimovic für die erste Offensivaktion, als er über die linke Seite auf den mitgelaufenen Niklas Dorsch ablegte. Dorsch brachte den Ball volley auf das Hamburger Tor und zwang Keeper Daniel Heuer Fernandes zur ersten Parade des Spiels. Die Anfangsintensität und das hohe Pressing der Heidenheimer hielten jedoch nicht lange an. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der HSV mit höherem Ballbesitz die Kontrolle und fand besser in die Partie. Nach einem Fehlpass von Miro Muheim in der 21. Minute wurde es aber spannend: Marvin Pieringer schnappte sich den Ball und zog aus knapp 30 Metern Entfernung aufs leere Tor von Heuer Fernandes ab, verfehlte dieses jedoch.
Die Partie gestaltete sich zu einer zähen Angelegenheit, in der der HSV auf einen geduldigen Spielaufbau setzte und sich dem Heidenheimer Tor näherte. Die erste Großchance für den HSV hatte Sambi Lokonga (25.), der nach einem Zuspiel von Fabio Vieira aus rund 18 Metern wuchtig abzog und Heidenheims Schlussmann Diant Ramaj zur Parade zwang. Dieser lenkte den Ball aber noch über die Latte. Von dort an erhöhte der HSV weiter den Druck und kam zu weiteren Abschlüssen, doch der Ball wollte nicht über die Torlinie. In der dreiminütigen Nachspielzeit drehte der HSV nochmals auf: Nach Vorarbeit von Otele beendete Ransford Königsdörffer per Schrägschuss den Angriff erfolgreich – die 1:0-Führung für den HSV!

... und Philippe erhöht
Mit jeweils einem Doppelwechsel auf beiden Seiten kehrten beide Teams aus der Kabine zurück. Der HSV setzte in der 56. Minute den Druck fort, blieb zunächst aber wieder glücklos: Im Heidenheimer Strafraum wurden Muheim und Vieira geblockt und bekamen den Ball nicht über die Linie. Aus der Szene heraus entwickelte sich ein schneller Konter der Heidenheimer mit einem Sprintduell zwischen dem eingewechselten Jordan Torunarigha und Sirlord Conteh. In der Hamburger Hälfte klärte der HSV-Verteidiger aber souverän. Mit einem weiteren Doppelwechsel erhöhte Trainer Frank Schmidt das Risiko und stellte offensiv um. Heidenheim kam mit mehr Druck und forderte Schlussmann Heuer Fernandes: In der 67. Minute fischte er einen Kopfball von Patrick Mainka stark aus dem Toreck, ehe er auch einen Kopfball von Benedikt Gimber nach einer Ecke in der 75. Minute entschärfte und den Ausgleich verhinderte, Nach der Heidenheimer Druckphase bäumte sich der HSV auf. Nach einem Ballverlust der Gastgeber in der eigenen Hälfte startete Nicolai Remberg mit Tempo und spielte auf Vierira, der sich gegen den mitgelaufenen Busch durchsetzte. Der Offensivmann zog an und legte quer auf Rayan Philippe, der den Ball aus wenigen Zentimetern mühelos im Tor unterbrachte und die Führung der Rothosen auf 2:0 ausbaute!
Kurz darauf jubelten die Heidenheimer: Der Ball war zum vermeintlichen Anschlusstreffer im Netz gelandet. Nach VAR-Check entschied Schiedsrichter Daniel Siebert jedoch folgerichtig auf Abseits von Budu Zivzivadze – das Tor zählte nicht und das Spiel endete nach sechsminütiger Nachspielzeit mit einem 2:0-Sieg für die Rothosen. Der HSV punktete im Spiel gegen Heidenheim erstmals in einem Bundesliga-Auswärtsspiel und rückte zugleich auf Tabellenplatz elf vor.
Das Spiel im Stenogramm:
1. FC Heidenheim: Ramaj - Busch, P. Mainka, Gimber – Traoré (46. Conteh), Niehues (63. Zivzivadze), Behrens, Dorsch, Dinkci, Ibrahimovic (63. Honsak) – Pieringer (46. Schimmer)
Hamburger SV: Heuer Fernandes - Omari, L. Vuskovic, Elfadli (46. Torunarigha) – Lokonga (46. Downs), Remberg, Jatta, Muheim, Fabio Vieira (80. Gocholeishvili), Otele (68. Philippe) – Königsdörffer (68. Mikelbrencis)
Tore: 1:0 Königsdörffer (45.+3), 2:0 Philippe (78.)
Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Gelbe Karten: - / Elfadli, Mikelbrencis
Gelb-Rote Karten: - / -
Rote Karten: - / -
