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Spielbericht

24.10.20

3:1 - HSV dreht Partie gegen Würzburg

Der HSV hat durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte das Heimspiel gegen die Würzburger Kickers nach Pausenrückstand noch mit 3:1 gewonnen.

Der Hamburger SV hat am Sonnabend (24. Oktober) sein Heimspiel gegen den FC Würzburger Kickers mit 3:1 (0:1) gewonnen. Der Aufsteiger war vor 1.000 zugelassenen Zuschauern im Volksparkstadion zum Ende der ersten Halbzeit nach einem Eckball durch Innenverteidiger Lars Dietz in Führung gegangen (40.), ehe die Rothosen im zweiten Durchgang die Partie nach einer klaren Leistungssteigerung drehten und am Ende auch ihr fünftes Spiel der Saison gewannen. Entscheidender Mann hierbei: Angreifer Simon Terodde, der mit seinem dritten Doppelpack der Saison (65., 82.) die Zeichen auf Sieg stellte, ehe Tim Leibold in der Nachspielzit (90.+2) mit seinem 3:1 den Sack endgültig zumachte.

Erst Pausenrückstand...

HSV-Trainer Daniel Thioune konnte zum Ende der englischen Woche nahezu die identische Elf aufbieten wie beim überzeugenden 3:0-Erfolg gegen den FC Erzgebirge Aue. Einzig Jatta fehlte gegen den Aufsteiger aus Würzburg angeschlagen, er wurde vom wiedergenesenen Kapitän Leibold ersetzt. Allerdings erwartete die Rothosen eine ganz andere Partie als am Mittwoch gegen die mitspielenden Auer. Denn die Kickers - in dieser Saison bislang noch sieglos - legten ihr Hauptaugenmerk erwartungsgemäß sehr stark auf die eigene Defensive.

Dies hatte zur Folge, dass die Hausherrn in der Anfangsphase zwar viele Spielanteile verbuchten, aus diesen jedoch kein Kapital schlagen konnten. Zu dicht gedrängt stand die Kickers-Defensive in der eigenen Hälfte, so dass die Rothosen - stets stark bedrängt - auf der Suche nach der Lücke nicht fündig wurden und zudem im dritten Spiel der Woche die nötige Konsequenz und Genauigkeit im Angriffsspiel vermissen ließen. So ergaben sich für das Thioune-Team lediglich zwei Möglichkeiten aus Distanzschüssen, während die Gäste nach und nach mutiger wurden, kurz vor der Pause auch öfter offensiv in Erscheinung traten - und in Folge eines unzureichend verteidigten Eckballs sogar in Führung gingen. Würzburgs Innenverteidiger Dietz schockte die Hamburger und sorgte für den 0:1-Pausenstand.

... dann Spiel gedreht

Die Aufgabe für die zweite Hälfte war damit klar: Spiel drehen. Nicht mehr und nicht weniger. Und Trainer Thioune schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team präsentierte sich nach dem Seitenwechsel deutlich zielstrebiger, druckvoller und spielfreudiger. Vom Wiederanpfiff weg ging es nur noch in eine Richtung, und auch wenn die ganz große spielerische Klasse im Spiel der Rothosen nur vereinzelt aufblitzte, dominierten sie das Geschehen deutlich - und erfüllten schlussendlich den Auftrag.

Dabei hatte der HSV noch Pech mit Nareys Lattenkracher und Kittels Abseitstor, doch auch so erzwang das Thioune-Team, das unermüdlich anlief und immer wieder anschob, genügend Torraumszenen, in denen Stoßstürmer Terodde wieder einmal seine besondere Klasse unter Beweis stellen konnte und mit seinem Doppelpack schließlich die Partie drehte. Der große Wille, belebende Einwechslungen und am Ende auch die einfach größere individuelle Qualität sorgten dafür, dass aus einem 0:1 ein 2:1 wurde. Dass Leibold in die Schlussoffensive der wackeren Würzburger hinein dann gar noch das 3:1 erzielte, rundete diese zweite Hälfte ab und machte klar: Der HSV bleibt nach dem fünften Sieg im fünften Spiel Tabellenführer.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Ulreich - Gyamerah (79. Vagnoman), Ambrosius, Jung (46. Onana) - Narey, Heyer, Hunt (84. Gjasula), Leibold - Wintzheimer (79. Kinsombi), Terodde, Kittel

Würzburger Kickers: Giefer - Toko, Dietz, Ewerton, Feick - Hägele, Sontheimer - Baumann (80. Hansen), Lotric (64. Ronstadt), Kopacz (69. Hemmerich) - Munsy

Tore: 0:1 Dietz (40.), 1:1 Terodde (65.), 2:1 Terodde (82.), 3:1 Leibold (90.+2)

Zuschauer: 1.000

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Gelbe Karten: Kittel (45.) / Sontheimer (37.), Baumann (74.), Hansen (83.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

Das Spiel im Zeitraffer:

Min.

18.

Erste HSV-Gelegenheit: Hunt legt von der Sechzehnerkante raus auf Narey, der die Abwehrkette überlaufen hatte und vom rechten Flügel ins Zentrum flanken kann. Am Fünfer kommt Wintzheimer unbedrängt zum Kopfball, der allerdings einige Zentimeter über den Querbalken segelt. Schade!

25.

Jetzt die Kickers: Nach einer Kopacz-Ecke von der rechten Seite kann Jung im Zentrum zunächst per Kopf klären. Der zweite Ball landet allerdings im Rückraum vor den Füßen von Lotric, dessen missglückter Schussversuch zu einem Heber auf Baumann wird. Dessen Kopfball-Verlängerung senkt sich gefährlich in Richtung des zweiten Pfostens, landet dann aber auf dem Tornetz. Puh!

38.

Rothosen-Standard: Kittel bringt einen Freistoß aus dem linken Halbfeld gefährlich in den Würzburger Sechzehner. Dort kann Ewerton zwar zunächst klären, ein Missverständnis zwischen seinen Mitspielern macht den Ball aber noch einmal heiß. Davon profitiert Wintzheimer, dessen Abschluss von der rechten Strafraumkante jedoch zwei Meter am rechten Pfosten vorbeifliegt.

40.

0:1! Führung Würzburg: Eine Ecke von der linken Seite segelt im Zentrum über alle Spieler hinweg und findet hinter dem zweiten Pfosten letztlich Baumann, der völlig frei und ungewollt artistisch noch einmal gefährlich querlegt. Am ersten Pfosten steht Dietz bereit, der den Ball nur noch über die Linie drücken muss. Das gibt es doch nicht...

45.+2

Nochmal Hamburg: Nach einer Narey-Flanke vom rechten Flügel wird Teroddes Direktabschluss per Seitfallzieher am Fünfer von einem Würzburger Bein in den Rückraum geblockt. Über Umwege landet der Abpraller bei Hunt, der mit seinem starken linken Fuß versucht, den Ball ins obere linke Toreck zu bugsieren - knapp vorbei. Das wär's gewesen!

52.

XXL-Chance Hamburg: Narey bringt eine Flanke von der rechten Grundlinie gefährlich in den Sechzehner. Am linken Fünftmetereck kommt Onana zum Kopfball, den Ewerton noch gerade so vor der Linie und vor Terodde aus der Gefahrenzone köpfen kann.

54.

Wieder der HSV: Von der linken Seite spielt Leibold einen langen Ball auf den zweiten Pfosten, wo Narey mit dem rechten Fuß volley abschließt und die Kugel an die Unterlatte zimmert. Von dort springt der Ball allerdings aus dem Tor heraus. So knapp!

65.

1:1! Ausgleich Terodde: Vom rechten Flügel schickt Narey Wintzheimer in den Strafraum der Kickers, der sich dort stark gegen zwei Würzburger behauptet und dann Terodde zentral am Fünfmeterraum bedient. Im Fallen dreht sich der HSV-Angreifer zum Tor und kann den Ball mit etwas Glück über die Linie drücken. Jaaaaaaa!

82.

2:1! TORODDE macht's: Onana spielt einen zweiten Ball zurück in den Würzburger Sechzehner zu Narey. Dort versucht Hemmerich zu klären, schlägt die Kugel stattdessen allerdings in die Füße von Terodde. Dieser hämmert den Ball direkt kaltschnäuzig unten rechts in die Maschen. Jawoll!

86.

Abseits-Tor HSV: Kinsombi legt raus auf den rechten Flügel, von wo Narey die Kugel in den Sechzehner schlägt. Dort kann Kittel die Hereingabe zwar im gegnerischen Gehäuse unterbringen, der Schiedsrichter gibt das Tor nicht. Der Grund: Narey stand zuvor deutlich im Abseits.

90.+2

3:1! Die Entscheidung: Nach einer Kickers-Ecke, bei der auch Würzburg-Keeper Giefer mit nach vorn gekommen war, kontern die Hamburger über Kittel und Gjasula. Dieser sieht den mitgelaufenen Leibold auf der linken Seite, der in den Strafraum zieht und die Kugel an dem zurückgeeilten Giefer vorbei in den Kasten einschiebt. Der Schlusspunkt!

Hamburger SV

Statistik zum Spiel

Würzburger Kickers

22

Torschüsse

8

62%

Ballaktionen in %

38%

63%

Zweikampfquote

37%

89%

Passquote

80%

9

Ecken

3

27

Flanken

5

2

Abseits

2

9

Fouls

6

Hunt* 5

Torschüsse

2 Baumann*

Wintzheimer 5

Torschussvorlagen

2 Lotric*

Ambrosius 88

Ballaktionen

56 Feick

Gyamerah 87%

Zweikampfquote

53% Toko

Leibold 7

Flanken

2 Baumann

*Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert