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Spielbericht

12.06.20

1:0! Pohjanpalo sichert Arbeitssieg gegen Dynamo

Der Finne trifft im elften Spiel zum achten Mal und sichert in der 84. Minute die drei Punkte gegen Dresden. Damit springen die Rothosen vorübergehend auf Platz zwei. 

Der HSV fährt am 31. Spieltag einen verdienten Arbeitssieg ein. Die Rothosen schlugen am Freitagabend (12. Juni) Dynamo Dresden mit 1:0 (0:0). Den Treffer des Tages erzielte Joel Pohjanpalo in der 84. Minute nach der 15. Saison-Torvorlage von Tim Leibold. Die Elf von Dieter Hecking war über die gesamte Spielzeit überlegen, verzeichnete eine Menge guter Möglichkeiten, nur das Tor wollte lange Zeit einfach nicht fallen. Bis der Torjäger der letzten Wochen zuschlug. In seinem elften Spiel für den HSV markierte Pohjanpalo seinen achten Treffer und sicherte ganz wichtige drei Punkte für sein Team, das damit vorübergehend auf Platz zwei der Tabelle vorrückt.

HSV mit Spielkontrolle...

HSV-Trainer Hecking brachte gegenüber dem 3:3 gegen Holstein Kiel in seiner Startelf mit Harnik eine neue Offensivkraft, die auch direkt eine zentrale Rolle im Spiel der Rothosen einnahm. Die Dynamo-Defensive bekam den Hamburger Routinier vom Anpfiff weg nämlich nie richtig in den Griff, so dass Harnik vom rechten Flügel kommend immer wieder gefährliche Aktionen im Dresdener Strafraum heraufbeschwören konnte. Allerdings fehlte im Abschluss oder beim finalen Pass das letzte Quäntchen Glück und Genauigkeit, so dass bereits in der Anfangsphase einige Hochkaräter liegengelassen wurden.

Auch Kittel, Harniks Pendant auf der linken Seite, sorgte für zahlreiche gefährliche Situationen in der spielerisch sehr starken Offensive des HSV, doch auch ihm fehlte in letzter Instanz das nötige Fortune. So stand auch nach 45 Minuten das 0:0, obwohl die Partie über weite Strecken nur in eine Richtung gelaufen war, nachdem die Hausherrn das Duell mit ihrer ersten und einzigen klaren Chance nach einem HSV-Ballverlust im Aufbauspiel eröffnet hatten, Kapitän Hunt aber für seinen HSV in höchster Not retten konnte (3.). In der Folge jedoch bestimmte der HSV deutlich das Geschehen, hatte 70% Ballbesitz und erspielte sich bis zum Pausenpfiff mit vielen guten Ballstaffetten ein Torschussverhältnis von 11:2 - in die Halbzeit aber ging es dennoch torlos.

... und Pohjanpalo mit dem Goldenen Tor

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der HSV überlegen und schnürte die Dresdner zu Beginn förmlich in deren Hälfte ein, doch die kämpften verbissen um jeden Ball, warfen sich in jeden Schuss und verteidigten weiterhin mit allen Mitteln ihr Tor. Und dies taten sie erfolgreich, denn gefährlich wurde es für Dynamo-Keeper Broll erst einmal nur bedingt. Doch die Spielkontrolle behielt der HSV, der Dynamo nach und nach müde spielte, in der Schlussviertelstunde auch wieder zwingender wurde und sich dem entscheidenden Treffer allmählich näherte.

Zu diesem Zeitpunkt scheiterte Stoßstürmer Pohjanpalo noch per Kopf am Pfosten, eher er in der 84. Minute erneut goldrichtig stand und die perfekte Vorarbeit Leibolds aus dem Fünfmeterraum heraus zum 1:0 über die Linie drückte. Es sollte der Siegtreffer sein, denn in den letzten Minuten geriet der HSV zwar noch einmal gegen alles nach vorn werfende Dynamo-Akteure unter Druck, hielt diesem aber Stand. Die letzte knifflige Situation in der Nachspielzeit klärte hierbei der wieder einmal bis ganz nach hinten geeilte Kapitän Hunt, dem somit nicht nur die wichtige Rettungstat gleich zu Beginn des Spiels gehörte, sondern auch die letzte dieser Partie, die so am Ende einen verdienten Sieger fand.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Pollersbeck - Vagnoman (79. Gyamerah), Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein - Hunt, Kinsombi (68. Schaub) - Harnik (79. Hinterseer), Pohjanpalo, Kittel (61. Jatta)

SG Dynamo Dresden: Broll - Kreuzer, Ehlers, Ballas, Löwe - Nikolaou (54. Müller), Ebert (78. Hartmann) - Schmidt (73. Terrazzino), Horvath - Königsdörffer (54. Jeremejeff), Makienok

Tore: 0:1 Pohjanpalo (84.)

Zuschauer: leider keine

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover)   

Gelbe Karten: Löwe (60.), Hartmann (90.+3) / van Drongelen (59.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -