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Vorbericht

18.09.20

Auftakt der Saison 2020/21: Alles auf Anfang!

Am Freitagabend eröffnet der HSV gegen Fortuna Düsseldorf die neue Zweitliga-Saison. Vergessen ist das Aus im DFB-Pokal, alles abgearbeitet und abgehakt. Jetzt geht der Blick nach vorn!

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – diese Passage aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ ist weltberühmt und wird gern zitiert, wenn es darum geht, Altes hinter sich zu lassen und zu neuen Ufern aufzubrechen, das Neue zu probieren und sich mutig ins Abenteuer zu stürzen. Oder auf den Fußball heruntergebrochen: in eine neue Saison zu starten. Mit vielen neuen Menschen, die gemeinsam dafür arbeiten, dass es eine gute Saison wird für den HSV, der diese am heutigen Abend um 18.30 Uhr mit seinem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf offiziell eröffnet.

Neue Saison, neues Glück. Denn nachdem in den vergangenen beiden Jahren am Ende der Zweitliga-Saison der undankbare 4. Platz zu Buche stand, soll nun ein neuer Anlauf genommen werden, ohne sich bezüglich der Zielausrichtung zu sehr unter Druck zu setzen. Entwicklung, so lautet das Schlüsselwort. Jeder Spieler soll sich entwickeln, und damit auch das ganze Team, so dass am Ende der gesamte Club davon profitiert und sich ebenfalls auf allen Ebenen weiterentwickelt. Und der Rest, der kommt dann von ganz allein.

Pokal-Aus? Aufgearbeitet!

Doch bei aller Geduld und Langfrisitgkeit: Ein Saisonstart, ein 1. Spieltag, das bedeutet immer Spannung, Aufregung und auch ganz viel Vorfreude. Sicherlich, das erste Pflichtspiel dieser neuen Saison mit der 1:4-Niederlage im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden hat diese Vorfreude jetzt nicht gerade geschürt. Aber dennoch gibt es auch aus dieser Partie viel zu lernen und herauszuziehen, was für das erste Punktspiel dienlich sein kann. Zumal es gegen einen Bundesliga-Absteiger geht und Fortuna Düsseldorf definitiv als eines der stärksten Teams der Liga betrachtet werden muss.

„Als Absteiger geht die Fortuna mit einer gewissen Erwartungshaltung in die Saison und auch für mich gehören sie zum Favoritenkreis“, sagt HSV-Trainer Daniel Thioune. „Wenn man sich mit der ersten Elf beschäftigt, sind da viele Spieler dabei, die auch in der vergangenen Serie in der Bundesliga gespielt haben. Aber auch die Düsseldorfer wissen noch nicht so ganz genau, wo sie stehen.“ Zumindest aber mal in der 2. Runde des DFB-Pokals, denn auch wenn Düsseldorf sich schwertat, stand am Ende ein 1:0-Sieg beim Drittliga-Spitzenteam aus Ingolstadt.

"Wir müssen effektiver, seriöser und verantwortungsvoller auftreten" Daniel Thioune

Ambitionierter Zweitligist beim Top-Team der 3. Liga – das kennt man auch beim HSV. Jedoch mit anderem Ausgang. Und niemanden wurmte die 1:4-Niederlage in Dresden mehr als Thioune. Dennoch betont der Coach: „In Dresden war auch nicht alles so schlecht, wie es sich im Ergebnis widergespiegelt hat. Fakt ist: Wir waren nicht konsequent genug im Spiel gegen den Ball und zu fahrlässig im Spiel mit dem Ball. Gegen Düsseldorf müssen wir definitiv effektiver, seriöser und verantwortungsvoller auftreten, dann ist es an uns, wie das Spiel ausgeht.“

Auf den Effekt eines echten, eines richtigen Heimspiels werden die Hamburger dabei nicht zählen können. Aber immerhin: rund 1.000 Zuschauer sind zugelassen. Und die werden ihre Jungs auf dem Rasen nach Kräften unterstützen. Dazu zählen könnte auch bereits einen Tag nach seiner Verpflichtung Moritz Heyer. Der vielseitige Defensivspezialist, der vorrangig in der Innenverteidigung beheimatet ist, hat seinen Wechsel vom VfL Osnabrück zum HSV am Donnerstag vollzogen und könnte bereits einen Tag später im Kader der Rothosen stehen.

Neue Saison - und noch viel mehr

Fehlen wird nämlich ein anderer Innenverteidiger: Toni Leistner ist nach seiner Auseinandersetzung im Rahmen des Dresden-Spiels nicht dabei, so dass hinten aktuell der Schuh drückt, wohingegen der Trainer vorn fast die freie Auswahl hat, einzig Bakery Jatta wird aufgrund seiner Adduktorenverletzung fehlen. Aber manchmal ist Angriff ja ohnehin die beste Verteidigung, insofern geht man im Volkspark trotz der defensiv angespannten Personallage positiv ins Spiel. „Ich bin guter Dinge“, sagt Daniel Thioune, „ich bin voller Vorfreude auf mein erstes HSV-Heimspiel.“

Auch wenn es vor noch recht überschaubarer Kulisse stattfinden wird. Aber immerhin. Denn dass überhaupt wieder Fans dabei sein dürfen, ist neu. Und dass sie im Volksparkstadion vom Stadionsprecher-Duo Christina Rann und Christian Stübinger begrüßt werden ebenfalls. Und für all jene, die nicht dabei sein können: Das HSVnetradio überträgt die Partie des neuen Käpt`n Tim Leibold und seiner Crew live und – natürlich ganz neu – bereits ab 18 Uhr mit der neuen Warm-Up-Show. So viel Neues zur neuen Saison. Zauberhaft. 2020/21 kann anfangen.