
Spieltags-Fakten
05.02.26
#FCHHSV: Der Faktencheck zum Auswärtsspiel an der Brenz
Das dritte Duell in dieser Spielzeit, zwei HSV-Profis im Fokus und beide Offensiven mit Luft nach oben – die Fakten zum Bundesliga-Spiel der Rothosen beim 1. FC Heidenheim.
#1 HSV vs. FCH – der dritte Akt
Der Hamburger SV und der 1. FC Heidenheim treffen im Laufe dieser Spielzeit bereits zum dritten Mal aufeinander. Neben dem Hinrunden-Duell am 4. Spieltag, als der HSV durch einen 2:1-Heimsieg seinen ersten Bundesliga-Sieg seit mehr als sieben Jahren einfahren konnte, begegneten sich beide Teams Ende Oktober 2025 auch im Rahmen der 2. DFB-Pokalrunde. In dieser siegten die Rothosen auswärts mit 1:0. Nun kommt es erneut auf dem Schlossberg in Heidenheim an der Brenz zum dritten Aufeinandertreffen.
#2 Positive Gesamtbilanz
Generell hat die Paarung eine kleine, aber intensive Historie. Am Sonnabend treffen beide Clubs zum 13. Mal in einem Pflichtspiel aufeinander. Die Hamburger haben mit sechs Siegen bei jeweils drei Remis und Niederlagen eine positive Gesamtbilanz vorzuweisen. In den letzten sieben Pflichtspielen (fünf Siege, zwei Remis) blieb der HSV dabei ohne Niederlage. In der Saison 2018/19 begegnete man sich erstmals in der 2. Liga. Im Unterhaus kam es mit den Brenzstädtern in den Jahren 2020 und 2023 jeweils zu einem Fernduell im Saisonfinale um die Aufstiegsplätze, in denen der HSV jeweils das Nachsehen hatte.
#3 Dauerbrenner Muheim vor 150. HSV-Spiel
Besonderer Meilenstein für Miro Muheim: Der 27-jährige Linksverteidiger steht in Heidenheim vor seinem 150. Pflichtspiel mit der Raute auf der Brust. Nur zwei Akteure im Kader, Bakery Jatta (225) und Daniel Heuer Fernandes (176), können mehr HSV-Spiele vorweisen. In seiner ersten Bundesliga-Saison zählt der Schweizer zu den absoluten Leistungsträgern der Rothosen: Er absolviert teamintern die meisten Spielminuten aller Feldspieler (1.643), schlägt die meisten Flanken (73) und Ecken (34), bestreitet die meisten Zweikämpfe (370) und kann zudem die zweitmeisten Ballaktionen (1.310) sowie die drittmeisten gespielten Pässe (855) vorweisen. Im HSV.de-Interview äußerte sich „Quattro M“ ausführlich über den bevorstehenden Meilenstein und seine Entwicklung.
#4 Vuskovic in aller Munde
Innenverteidiger Luka Vuskovic überrascht in seiner ersten Bundesliga-Saison selbst die Experten. Mit 18 Jahren ist die Leihgabe von Tottenham Hotspur auf Anhieb und mit Abstand der zweikampfstärkste Spieler der Liga (69 % gewonnene Duelle). Doch damit nicht genug: Der Kroate erzielte gegen den FC Bayern bereits seinen vierten Saisontreffer und führt damit gemeinsam mit den weiteren Neuzugängen Albert Sambi Lokonga und Rayan Philippe die teaminterne Torjägerliste an. Seinen ersten Treffer erzielte Vuskovic im Hinrundenspiel gegen den FCH, als er zum 1:0 einnetzte und damit zugleich das erste Saisontor der Rothosen markierte.
#5 Offensiven mit Luft nach oben
Sowohl die Gastgeber aus Heidenheim als auch der Hamburger SV stehen in dieser Saison eher für defensive Stabilität als für ein offensives Feuerwerk. Beide Teams erzielten bislang 19 Saisontreffer, einzig der FC St. Pauli (18) kann weniger Buden vorweisen. Zugleich markierten beide Mannschaften am vergangenen Spieltag gegen die Top-Teams aus München und Dortmund jeweils zwei Treffer. Während die Heidenheimer im Winter-Transferfenster Rechtsaußen Christian Conteh (aktuell verletzt) verpflichteten und Erin Dinkci auf Leihbasis zurück an die Brenz holten, legte auch der HSV mit Mittelstürmer Damion Downs, Linksaußen Philip Otele und Mittelfeldspieler Albert Grönbaek in der Offensive personell nach. Die beiden letztgenannten Akteure stehen auf der Ostalb vor ihrem HSV-Debüt.
#6 Zwei Trends im Fokus
Dem 1. FC Heidenheim fehlen in dieser Saison die sogenannten Extra-Points. So haben die Schwaben in dieser Spielzeit alle Duelle gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel verloren – so auch zuletzt trotz starker Leistung mit 2:3 in Dortmund. Dabei gelangen in acht Spielen nur drei Tore bei 24 Gegentoren. Zudem hat der FCH keines seiner letzten sieben Bundesliga-Spiele gewonnen (zwei Remis, fünf Niederlagen). Der HSV wartet wiederum als einziges Bundesliga-Team noch auf einen Sieg in der Fremde. Auswärts holten die Hamburger bislang erst drei Zähler bei einem Torverhältnis von 4:18. Dies soll sich am Sonnabend auf dem Schlossberg zwingend ändern.
