skip_navigation

DFB-Pokal

05.08.21

Der Faktencheck zum DFB-Pokalspiel in Braunschweig

Walters positive Bilanz, zwei erfahrene Torhüter und drei ehemalige HSV-Jugendspieler – für die Partie gegen die Eintracht am Sonntag hat HSV.de einige interessante Fakten herausgesucht. 

#1 Gute Bilanz gegen die Löwen

Der HSV bestreitet im DFB-Pokal seine insgesamt 102. Begegnung gegen Eintracht Braunschweig, darunter waren bislang 82 Pflichtspiel-Duelle. Die Gesamtbilanz liest sich sehr gut: 58 Siege stehen 17 Unentschieden und 26 Niederlagen gegenüber. 

# 2 Auswärts pfui, aber Zuhause hui … 

Die Eintracht hat die letzten 9 Gastspiele im Volkspark alle verloren, die letzten 5 mit zusammen 0:20 Toren (0:4, 0:5, 0:3, 0:4, 0:4)! Insgesamt verlor Braunschweig 33 seiner 38 Pflichtspiele beim HSV, feierte nur 2 Auswärtssiege. Der letzte liegt fast 45 Jahre zurück

Vor heimischen Publikum sieht die Bilanz der Braunschweiger aber schon ganz anders aus. In den letzten 4 Gastspielen an der Hamburger Straße holte der HSV nur einen Sieg. Dieser gelang Ende Januar mit 4:2, obwohl man in der ersten Halbzeit schon mit 0:2 zurücklag. Davor hatte man zwar lange kein Pflichtspiel gegeneinander bestritten, doch der vorletzte Erfolg liegt schon 38 Jahre zurück. Im April 1983 feierten die Hamburger in ihrer letzten Meister-Saison ebenfalls einen 4:2-Erfolg. HSV-Coach war Ernst Happel, Horst Hrubesch traf doppelt und auf dem Platz standen u.a. auch Uli Stein, Manfred Kaltz und Felix Magath.Insgesamt gab es für den HSV in den 23 Pflichtspielen in Braunschweig seit 1963 nur 6 Siege, aber 13 Niederlagen.

#3 Positive Bilanz für Walter im DFB-Pokal

Bei seinen bisherigen Profistationen hat Tim Walter eine sehr gute Pokal-Bilanz vorzuweisen. Mit Holstein Kiel zog der gebürtige Bruchsaler in der Saison 2018/19 ins Achtelfinale ein. In der ersten Runde setze sich sein damaliges Team bei 1860 München mit 3:1 durch, es folgte ein 2:1-Heimerfolg gegen den Bundesligisten aus Freiburg, bis schließlich der FC Augsburg seiner Favoritenrolle gerecht wurde und an der Kieler Föhrde mit 1:0 gewann. 

Mit dem VfB Stuttgart konnte Walter in der Saison 2019/20 zwei Erfolge feiern. Zunächst gab es einen knappen 1:0-Sieg bei Hansa Rostock, in der zweiten Runde gewann der Coach dann in Hamburg. Die HSV-Fans werden sich noch gut an die bittere 1:2-Niederlage in der Verlängerung erinnern. Nicolas Gonzalez brachte die Gäste damals in Front (2.), Aaron Hunt glich per Foulelfmeter noch aus (16.), aber der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui markierte in der 113. Minute den 2:1-Siegtreffer. Das ganze spielte sich nur drei Tage nach dem grandiosen 6:2-Erfolg gegen den VfB in der Liga ab. Vor dem Achtelfinale war dann für Walter in Stuttgart Schluss. Mit dem HSV möchte er dorthin am liebsten ein weiteres Mal einziehen. 

#4 Zwei erfahrene Schlussmänner

Mit Daniel Heuer Fernandes und Jasmin Fejzic können beide Trainer auf einen erfahrenen Schlussmann zurückgreifen. Der Braunschweiger Fejzic verzeichnete seinen ersten Einsatz in der 2. Liga vor über zehn Jahren. Für die SpVgg Greuther Fürth feierte er am 18.01.11 sein Debüt. Es folgten weitere 164 Einsätze in der 2. Liga und 78 in der 3. Liga. 2014 war Fejzic für Bosnien-Herzegowina zudem bei der WM dabei. In der abgelaufenen Saison behielt er trotz des Abstiegs zehnmal die „Weiße Weste“. Nur Düsseldorfs Kastenmeier war in dieser Statistik besser. 

Auf der anderen Seite steht Daniel Heuer Fernandes am Sonntag zwar erst vor seinem 36 Pflichtspiel für den HSV, doch 7 Bundes-, 107 Zweitliga- und 60 Drittliga-Spiele stehen bereits in seiner Vita. 2012 nahm der gebürtige Bochumer für Portugal bei der U21-EM teil. In den ersten beiden Spielen der neuen Saison zeigte „Ferro“ starke Leistungen und steht zurzeit wieder zu Recht als Nummer 1 zwischen den HSV-Pfosten.
 
#5 Drei ehemalige Rothosen ohne Profieinsatz

Bei Braunschweig spielen gleich drei ehemalige HSV-Jugendspieler, die bei den Rothosen selber aber keinen Einsatz bei den Profis verzeichnen konnten. Sturm-Routinier Nick Proschwitz spielte von 2005 bis Dezember 2006 für den HSV II und absolvierte dabei 22 Spiele in der Regionalliga Nord. Mitspieler waren damals unter anderem Sascha Kirschstein, Wolfgang Hesl, Rene Klingbeil, Markus Karl, Alexander Laas oder Rouwen Hennings.

Lasse Schlüter kickte von 2006 bis 2012 beim HSV und lief in der Saison 2011/12 insgesamt 13-mal in der Regionalliga auf. Der gebürtige Hamburger spielte in den Jugend-Teams und der zweiten Mannschaft u.a. mit Heung-Min Son, Eric Maxim Choupo-Moting, Dennis Diekmeier oder Dennis Aogo zusammen. 

Als dritter im Bunde hat Brian Behrendt eine Rauten-Vergangenheit. Der in Bremervörde geborene Defensivspieler lief für die U17 und U19 des HSV auf. Nachdem seine Eltern aus beruflichen Gründen nach Wien zogen, blieb er zunächst im Jugend-internat des HSV, ehe er 2008 ins NLZ von Rapid wechselte.