skip_navigation

Spieltags-Fakten

20.10.20

Der Faktencheck zum Heimspiel gegen Erzgebirge Aue

Die Chance auf einen historischen Start, zwei Torjäger aus Bochholt und das Faustpfand der Veilchen - die Fakten zum Heimspiel gegen Erzgebirge Aue bieten interessanten Lesestoff.

#1 Historischer Start der Rothosen?

Der HSV ist mit drei Siegen (2:1 gegen Fortuna Düsseldorf, 4:3 beim SC Paderborn, 1:0 bei der SpVgg Greuther Fürth) in die Zweitliga-Saison gestartet. Das ist in Bezug auf das Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue gleichbedeutend mit einer historischen Chance. Seit Gründung der Bundesliga im Jahre 1963 konnte der HSV noch nie die ersten vier Ligaspiele gewinnen. Bisheriger Rekord waren die drei Siege zum Auftakt in der Saison 1974/75. Am 4. Spieltag folgte jedoch ein 1:1 gegen Hertha BSC.

#2 Gute Gesamtbilanz

Fünf Pflichtspiele wurden bislang zwischen dem HSV und dem FC Erzgebirge Aue ausgetragen. Die Rothosen behielten in drei dieser Vergleiche die Oberhand, zudem gab es ein Remis. Das letzte Duell endete jedoch mit einer Enttäuschung: Am 24. Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison gewannen die "Veilchen" mit 3:0 gegen den HSV. Hier ist also noch eine Rechnung offen.

#3 Bochholter Torjäger 

Der rund 71.000 Einwohner fassenden Stadt Bocholt im Westmünsterland scheint ein Torjägergen innezuwohnen. So sind sowohl Hamburgs Mittelstürmer Simon Terodde (32) als auch Aues Angreifer Pascal Testroet (30) gebürtige Bocholter Jungs. Während Neuzugang Terodde beim HSV mit je einem Doppelpack in den ersten beiden Ligaspielen einen Start nach Maß erwischte und dabei mit insgesamt 122 Treffern zum Rekordtorschützen der eingleisigen 2. Bundesliga avancierte, markierte Testroet in 64 Zweitliga-Spielen für die Veilchen 23 Treffer und zehn Assists. Die Bocholter wissen folglich, wo das Tor steht. 

#4 Terodde trifft gern gegen Aue  

Apropos Terodde: Der kopfballstarke Mittelstürmer, der in der ewigen Zweitliga-Torschützenliste zuletzt einen Sprung von Rang 6 auf 4 gemacht hat, indem er Walter Krause (120 Tore) und Sven Demandt (121) überholte, befindet sich weiter auf Rekordjagd, hat in dieser Liste mit Dieter Schatzschneider (153), Karl-Heinz Mödrath (150) und Theo Gries (123) nur noch drei Spieler vor sich. Der kommende Gegner aus Aue kommt dafür scheinbar recht, denn gegen den FC Erzgebirge traf Terodde in elf Spielen bereits achtmal - so häufig wie gegen keinen anderen der aktuellen Zweitligisten, außer gegen den FC St. Pauli (ebenfalls acht).  

#5 Erfahrene Veilchen  

Als Daniel Thioune in der gestrigen Pressekonferenz zum FC Erzgebirge Aue befragt wurde, stellte der HSV-Cheftrainer die Erfahrung der "Veilchen" in den Vordergrund. Nicht zu unrecht, schließlich haben die Sachsen sieben Spieler im Kader, die 30 Jahre oder älter sind. Auch insgesamt ist der Kader im Schnitt 26,7 Jahre alt, was gleichbedeutend mit Platz 2 im Liga-Vergleich ist. Nur der SV Sandhausen (28,0) kann diesen Wert überbieten.