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Spieltags-Fakten

14.12.20

Der Faktencheck zum Heimspiel gegen Sandhausen

Terodde macht es wie Hrubesch, bei Sandhausen lauert die Gelbe Gefahr und die Offensive macht Hoffnung - der Faktencheck zum Heimspiel gegen den SVS hält viele spannende Infos bereit.

#1 Eine offene Rechnung

An das letzte Pflichtspiel gegen den SV Sandhausen werden sich alle HSV-Fans nur sehr ungern zurückerinnern. Am 34. Spieltag der vergangenen Zweitliga-Saison gewann die Baden-Württemberger mit 5:1 im Volksparkstadion und bescherten den Rothosen damit ein trauriges Saisonfinale. Relegationsrang 3 wurde verpasst, der angepeilte Aufstieg in die Bundesliga musste ad acta gelegt werden. Zu allem Überfluss riss sich Rick van Drongelen auch noch das Kreuzband. Inzwischen ist der Niederländer aber wieder teilweise im Teamtraining, zudem war die Konstellation im Juni 2020 eine völlig andere. Ein gutes Omen also für die morgige Neuauflage.

#2 Terodde wie Hrubesch

Beim 2:1-Auswärtssieg in Darmstadt am vergangenen Sonnabend (12. Dezember) traf Simon Terodde bereits zum fünften Mal doppelt, seitdem er im Sommer zum HSV gestoßen ist. Fünf Doppelpacks an den ersten elf Spieltagen einer Zweitliga-Saison schafften zuvor nur HSV-Legende Horst Hrubesch (1977/78 für Rot-Weiss Essen), Emanuel Günther (1977/78 für den Karlsruher SC) und Terodde selbst (2018/19 für den 1. FC Köln). Übrigens: In den vergangenen fünf Zweitliga-Spielen gegen den SV Sandhausen erzielte Torjäger Terodde insgesamt sechs Tore. 

#3 Offensive Vorteile für den HSV 

Nach elf Spieltagen stehen für den HSV bereits 21 Saisontore zu Buche. Nur die SpVgg Greuther Fürth erzielte noch einen Treffer mehr (22). Beachtlich: Die Rothosen gehen vor dem gegnerischen Kasten extrem effizient zu Werke. Die 21 Buden kamen bei 130 Torschüssen zustande - knapp jeder sechste Schuss fand also den Weg in den Kasten. Kein Team ist in dieser Statistik besser. Der SV Sandhausen steht bis dato bei 12 Saisontoren und gab die wenigsten Torschüsse aller Zweitliga-Teams ab (103). 

#4 Gelbe Gefahr beim SVS 

Ein Blick auf die Fairplay-Tabelle verrät, dass der HSV bis dato die wenigsten Gelben Karten aller Zweitligisten gesammelt hat. 13 Verwarnungen stehen zu Buche, nur der FC Erzgebirge Aue kann diesen lobenswerten Wert egalisieren. Ganz anders sieht es da beim morgigen Gegner aus: 34 Gelbe Karten (negativer Höchstwert) verteilen sich auf die Akteure des SVS. Besonders eifrig bei der Sache waren bisher Aleksandr Zhirov, Nikolas Nartey und Robin Scheu, die bereits vier Mal auf der Gelben Karte des Referees gelandet sind. Eine weitere Verwarnung würde also eine Sperre bedeuten.

#5 Sandhausen mit Schiele auf der Bank 

Die vergangene Saison schloss der SV Sandhausen auf einem sehr beachtlichen 10. Platz ab. Auch der Start in die laufenden Spielzeit gelang, schließlich kamen die Baden-Württemberger im DFB-Pokal weiter (2:1 beim TSV Steinbach) und gewannen zwei der ersten drei Ligaspiele. Zwischen dem 4. und 8. Spieltag blieben die Sandhäsuer allerdings fünfmal in Folge sieglos (zwei Remis, drei Niederlagen), so dass die Vereinsführung einen Trainerwechsel vornahm. Uwe Koschinat wurde freigestellt, Michael Schiele übernahm seinen Posten. Der wiederum hatte im vergangenen Sommer die Würzburger Kickers in die 2. Liga geführt, wurde allerdings schon nach dem 2. Spieltag beurlaubt. Beim SVS holte der 42-Jährige bisher drei Punkte aus drei Spielen (ein Sieg, zwei Niederlagen).