
Saison
20.05.26
Die Bundesliga-Saison 2025/26 in Zahlen
Der FC Bayern als Maß aller Dinge, die Rothosen als Konterkönige und ein starker Zuwachs an Joker-Toren, Elfmetern und Zuschauern – die 63. Bundesliga-Spielzeit hält einige spannende Zahlen, Daten und Fakten bereit.
990 Tore: Die Marke von 1000 Toren wurde in dieser Bundesliga-Saison knapp verfehlt und damit nun in 41 Spielzeiten nacheinander nicht mehr geknackt – es fehlten zehn Treffer. Immerhin bedeuten 990 Tore 31 mehr als in der Saison zuvor.
Übermächtiger Meister: Der FC Bayern stellte die mit Abstand beste Offensive der Liga und ging damit in die Geschichtsbücher ein: 122 Tore (3,59 im Schnitt) hatte zuvor noch nie eine Mannschaft erzielt. Die Bayern pulverisierten damit ihren eigenen Torrekord von 101 Treffern aus der Saison 1971/72. Allein Torschützenkönig Harry Kane (36 Treffer) erzielte sieben Tore mehr als der FC St. Pauli.
Konterkönige HSV: Der HSV erzielte zwar „nur“ 40 Saisontore (BL-Rang 16), übertrumpfte die Bayern aber als eine von wenigen Mannschaften in einer Offensivstatistik: So erzielten die Rothosen zwölf Tore nach Kontern – Ligahöchstwert und eines mehr als der Ligaprimus.
16 Punkte nach Rückstand: In einer weiteren Statistik mischen die Polzin-Schützlinge ganz oben mit: So holten sie 16 Zähler nach Rückständen – nur drei Teams waren besser: der SC Freiburg (20 Punkte), der VfB Stuttgart (20) und – man ahnt es bereits – der FC Bayern (29). Allein viermal drehte der HSV dabei eine Partie komplett. Schlusslicht in dieser Statistik ist übrigens der VfL Wolfsburg, der nur zwei Zähler nach Rückständen holte und zugleich 13 Führungen verspielte (sechs Remis, sieben Niederlagen) und damit satte 33 Punkte aus der Hand gab.

Joker stechen: Um Spielen in beide Richtungen noch einmal eine Wendung zu geben, sind vor allem die Spieler von der Bank zuständig – und diese haben in dieser Saison so oft getroffen wie noch nie. 180 Tore durch Einwechselspieler sind eine neue Saison-Bestmarke. Der alte Rekord aus der Saison 2022/23 wurde dabei um 29 Tore übertroffen. Unter den Joker-Toren befinden sich auch sechs HSV-Treffer durch Rayan Philippe (2), Ransford Königsdörffer, Fabio Vieira, Yussuf Poulsen und Fabio Balde.
134:97: Die Differenz zwischen Heim- und Auswärtssiegen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verfünffacht. In der Saison 2024/25 hatte der Heimvorteil noch bedenklich gewackelt – mit einem Verhältnis von 118 zu 111 Siegen. Mit den Bayern, dem 1. FSV Mainz 05 und dem VfL Wolfsburg gab es nur drei Teams, die auswärts mehr Punkte holten als zu Hause.
Mehr Elfmeter: Die Anzahl der Elfmeter stieg im Vergleich zur Vorsaison von 83 auf 109 – eine Steigerung um 31 Prozent. Dadurch wurden knapp neun Prozent aller 990 Bundesliga-Tore per Strafstoß erzielt. Einen großen Anteil an der Elfmeter-Flut hatte auch der HSV, der allein elf Elfmeter verursachte und damit einen vereinsinternen Negativrekord aufstellte (zuvor jeweils acht in den Spielzeiten 1976/77, 2014/15 und 2016/17). Eine Mannschaft übertraf diesen Wert allerdings noch: Der VfL Wolfsburg verursachte sogar 14 Strafstöße.
Verteidiger treffen: Die Abwehrspieler stellten mit 140 Toren einen neuen Rekord im Datenbank-Zeitalter auf. Das entspricht 14 Prozent aller Tore. HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic war dabei mit sechs Treffern der torgefährlichste Innenverteidiger der Bundesliga. Übrigens: Auch im Kerngebiet seiner Position stach der 19-Jährige heraus – als bester Zweikämpfer der Liga mit 69 Prozent gewonnenen Duellen.
Zuschauermagnet Bundesliga: Mit den Aufstiegen des 1. FC Köln und des Hamburger SV kehrten zwei absolute Traditionsclubs ins Fußball-Oberhaus zurück. Erwartungsgemäß ist dadurch der Zuschauerschnitt im Vergleich zur Vorsaison noch einmal gestiegen. So erhöhte sich der Schnitt um mehr als 3.600 Besucher pro Spiel auf 42.332. Der HSV stellte dabei mit 56.912 Besuchern pro Spiel (ligaweit Rang 5) einen neuen Vereinsrekord auf.
