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Pressekonferenz

20.02.20

"Wir können unsere Ansprüche untermauern"

In der Pressekonferenz vor dem Stadtduell gegen den FC St. Pauli äußerte sich Cheftrainer Dieter Hecking zum Kick eines Derbysieges, zu seiner Gefühlslage zwei Tage vor dem Spiel und einem möglichen Einsatz von Kapitän Aaron Hunt. 

In der Stadt gibt es dieser Tage kaum ein anderes Thema, das für so viel Gesprächsstoff sorgt wie das anstehende Derby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli (Sonnabend, ab 12:45 Uhr live im HSVnetradio). Dieter Hecking kann davon zwar auch ein Lied singen („Man wird an allen Ecken darauf angesprochen“), dennoch ist die permanente Konfrontation bislang (noch) an ihm vorbeigegangen. „Ich war diese Woche noch nicht großartig in Hamburg unterwegs, weil ich es mir abends immer vor dem Fernseher gemütlich gemacht habe“, verriet der Cheftrainer der Rothosen am Donnerstag (20. Februar) in der Presskonferenz vor dem Derby. Dies wird sich in den kommenden Tagen vielleicht noch ändern. Ändern möchte der 55-jährige Fußballlehrer aber auf jeden Fall das Ergebnis aus dem Hinspiel. „Das brauche ich kein zweites Mal“, war seine eindeutige Meinung zum ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison. Vielmehr würde er das im heimischen Volkspark nun umdrehen wollen, so Hecking.  

Des Weiteren sprach der Cheftrainer über …

… seine aktuelle Stimmungslage vor dem Derby: Man merkt, dass es die Derbywoche ist. Man wird an allen Ecken darauf angesprochen. Wenn so ein Spiel ansteht, dann wird alles noch einmal ein wenig mehr elektrisiert. Es ist auch für mich kein normaler Spieltag. Dafür ist ein Derby zu hoch anzuhängen. Gerade nach dem Hinspiel haben wir die Reaktionen vorher und nachher mitbekommen. Die Vorfreude ist groß.

… die aktuelle Personallage: Bis auf die Langzeitverletzten sind alle einsatzfähig. Adrian Fein wird für das Derby nicht zur Verfügung stehen. Er wird heute zwar mittrainieren, wir werden aber nicht viel in Zweikämpfen arbeiten, so dass er vom Kopf her nicht gefährdet sein wird. Wir müssen ihn als Verein ein Stück weit schützen. 12 Tage nach einer Gesichtsverletzung darauf zu spekulieren, dass er am Samstag spielt, ist nicht verantwortungsbewusst. Er selber würde sehr gerne spielen, aber das können wir ausschließen.

… die Erkenntnisse aus dem Hinspiel: Wir haben im Hinspiel die Anfangsphase nicht verschlafen. St. Pauli hat es einfach gut gemacht. Wir haben ein paar taktische Fehler gemacht, die wir jetzt noch einmal aus der Schublade gezogen haben. Das verdeutlicht noch einmal, woran es im Hinspiel gelegen haben könnte. Ich denke, wir waren auch faire Verlierer. Das würden wir jetzt aber gerne umkehren.

… die Form des FC St. Pauli: Wenn man das Hinspiel ausklammert, dann ist es für sie nicht so gelaufen, wie sie es erhofft haben. Sie liegen in der Punkteausbeute sicher unter ihren Ansprüchen, die dieser Kader auch hergibt. Wir haben selber im Hinspiel gespürt, was diese Mannschaft leisten kann. Das macht sie gefährlich. Du weißt im Moment nie genau, was du bekommst. Die Spieler werden sicherlich hochmotiviert sein, uns möglichst ein Bein zu stellen. Das ist normal. Die Favoritenrolle ist verteilt. Wir waren auch schon vor dem Hinspiel der Favorit. Das schützt dich aber nicht davor, dass der Gegner nicht auch seine Leistung abrufen kann. Gegen Dresden waren sie zum Beispiel die klar bessere Mannschaft, haben das Spiel aber nicht gewonnen. Auch sie verspüren den Druck, dass man sich von unten lösen muss. Das kann Kräfte wecken, kann aber auch dazu führen, dass sie angenockt sind.

… die Folgen eines verlorenen oder gewonnenen Derbys: Von einem negativen Verlauf gehe ich erst einmal nicht aus. Bei einem positiven Ausgang wäre es genau der richtige Zeitpunkt, um im Kampf um die Spitze noch mehr Schwung aufzunehmen. Die Mannschaft hat in den ersten vier Spielen viel von dem gezeigt, was sie abrufen kann. Aber wir wissen auch, dass so ein Derbysieg sicherlich die Fans noch einmal elektrisiert. Unsere Ansprüche können wir mit einem Derbysieg untermauern. Das kann bis zur Länderspielpause noch einmal einen richtigen Kick geben. Dafür müssen wir aber auch Vollgas geben.

… einem möglichen Startelfeinsatz von Joel Pohjanpalo: Es wäre schade, wenn er nicht für einen Startelfeinsatz bereit wäre. Dann wäre etwas falsch gelaufen. Er ist relativ spät zu uns gestoßen. Und er hat selber gesagt, dass er erst einmal ein bisschen verstehen musste, was bei uns gefordert wird. Ich bin sehr froh, dass ich zwei Mittelstürmer habe, die zurzeit wissen, wo das Tor steht.  Einer von beiden wird am Samstag spielen. Dass sich Joel, mit dem klaren Ziel vor Augen, als ausgeliehener Spieler mehr Einsatzzeiten zu kriegen, diese dann auch wünscht, ist normal. Und es wäre schade, wenn er nicht mehr Ansprüche anmelden würde.

…  die Wichtigkeit von Aaron Hunt: Ich habe mich noch nicht festgelegt, ob er spielt. Es liegt auf der Hand, ihn spielen zu lassen. Und trotzdem denkst du als Trainer immer anders, wie man es vielleicht als normal empfinden würde. Man denkt zum Beispiel über Spielverläufe nach. Wie will man das Spiel generell angehen und dann wird man auch über Aaron Hunt nachdenken, ob er der Richtige ist, der für dieses Spiel die Hilfe sein kann, die wir uns wünschen. Dass er das kann, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Ich traue ihm das absolut zu. Für mich ist er nach wie vor ein sehr wichtiger Spieler, dem ich in einem Derby gegen St. Pauli auch zutraue, die tragende Rolle zu spielen. Trotzdem behalte ich mir vor, auch über andere Dinge und andere Spieler nachzudenken.

… die Veränderung des Derbys: Früher gab es aus meiner Sicht noch mehr den lokalen Anstrich. Da war man das ganze Jahr damit konfrontiert. Viele geborene Hamburger gibt es nicht in beiden Mannschaften. Daran sieht man, dass es sich extrem verändert hat in den Kadern. Bei der Derby-Geschichte ist von außen deutlich mehr Nostalgie dabei als bei den Spielern. Bei meiner Mannschaft habe ich aber die Reaktionen nach dem Hinspiel auch wahrgenommen. Das braucht man kein zweites Mal.

 

Die komplette Pressekonfernz seht ihr auf HSVtv.

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