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Pressekonferenz

09.05.21

"In erster Linie eine Geschichte, die sich im Kopf abspielt"

In seiner ersten Pressekonferenz als Cheftrainer des HSV sprach Horst Hrubesch über seinen ersten Tage, seinen Eindruck von der Mannschaft und seine Vorgehensweise für die letzten drei Spieltage.

Jeder weiß, was Sache ist: Der HSV muss in den letzten drei Spielen möglichst neun Punkte holen, um doch noch einmal im Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Und selbst dann ist man noch auf Schützenhilfe angewiesen. Diese Ausgangsposition machte auch Horst Hrubesch vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer des HSV in der Pressekonferenz vor dem morgigen Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (ab 20 Uhr live im HSVnetradio) deutlich: „Es macht einfach keinen Sinn, Spiele zu verlieren. Deshalb werden wir alles daran setzen und bündeln, die Punkte für uns zu holen und zu schauen, wie weit wir damit kommen.“ In seiner ersten Woche ging es Hrubesch vor allem darum, den Kopf der Mannschaft wieder freizubekommen. Auf der anderen Seite einen eigenen Eindruck zu bekommen: „Ich brauche ein Gefühl, begreifen sie mich oder nicht. Ich glaube, dass sie mich verstanden haben. Ich bin kein Trainer, der sich auf die Bank setzt und nicht weiß, was da kommt. Ich denke, wir können uns auf das Spiel freuen“, sagte der 70-jährige Übungsleiter.

Des Weiteren sprach Horst Hrubesch über …

… seine ersten Tage: Es hat riesig Spaß gemacht. Die Jungs haben von Anfang an mitgezogen. Wir haben von Anfang an versucht, ein bisschen Stimmung in die ganze Geschichte zu bekommen. Auf der anderen Seite geht es ums Arbeiten. Das haben wir getan. Ich bin sehr zufrieden, wie alle mitgegangen sind, wie sie es angenommen und sich eingebracht haben.  

… seine möglichen Veränderungen: In erster Linie ist es eine Geschichte, die sich im Kopf abspielt. Man hat den Eindruck gehabt, dass sie ein bisschen freier geworden sind. Ich habe sicherlich eine etwas andere Idee bei dem Spiel, aber im Großen und Ganzen werde ich die Mannschaft innerhalb einer Woche nicht neu erfinden. Das Wichtigste wird sein, dass wir unseren Job machen und wissen, was wir wollen und tun, und dann die Spiele für uns entscheiden. 

"Man hat es eben auch mit den Fans beim Training gesehen: Wir leben noch. Das werden wir versuchen, auf den Platz zu bringen." 

… seine Art der Ansprache: Ich habe einen Vorteil bei der Geschichte gehabt. Es sind viele Spieler dabei, die ich selber noch aus alten Zeiten kenne. Deswegen war es für mich einfach. Die Mannschaft wusste nicht so richtig, wo sie im Moment steht. Wenn du so eine Qualität hast, musst du sie auch zeigen. Diese Qualität kriegst du aber nur, wenn du dafür auch arbeitest. Die Frage wird immer sein, dass wir miteinander reden und kommunizieren. Das ist der entscheidende Faktor. Man hat im Training gesehen, dass die Spieler da sind und wach sind. Ich denke, wir können uns auf das Spiel freuen. 

… seine Vorgehensweise: Ich bin pragmatisch. Wir sind in unserer Situation auf andere angewiesen. Es macht einfach keinen Sinn, Spiele zu verlieren. Deshalb werden wir alles daransetzen und bündeln, die Punkte für uns zu holen und zu schauen, wie weit wir damit kommen. Die alte Zeit bringt uns nichts mehr. Es ist auch nicht wichtig, was es mir bedeutet, sondern was es dem HSV bedeutet. Man hat es eben auch mit den Fans beim Training gesehen: Wir leben noch. Das werden wir versuchen, auf den Platz zu bringen.  

…die Unterstützung von Fans beim Training: Nicht nur die Fans glauben an ein Wunder, wir glauben auch noch dran. Wir kriegen nichts mehr geschenkt und werden morgen auch nichts geschenkt bekommen. Es war fantastisch, was beim Training passiert ist. Man hat in den Gesichtern gesehen, dass sie sich riesig gefreut haben. Das zeigt auch, was diesen HSV ausmacht. Dass wir trotzdem noch eine Familie sind und dass wir trotzdem bis zum letzten Tag noch daran glauben. Das ist auch das, was ich die ganze Woche versucht habe den Spielern mitzugeben: Wir müssen auf uns gucken, dass wir unsere Schularbeiten machen. Danke noch einmal an die Fans, das war eine super Sache. Das hat den Jungs auch geholfen. 

Die komplette Pressekonferenz könnt ihr auf HSVtv oder auf unserem YouTube-Kanal sehen.