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Stimmen zum Spiel

01.04.17

"Ein unfassbarer Glücksmoment!"

Der HSV erzwingt gegen den 1. FC Köln einen 2:1-Sieg in der Nachspielzeit. Dementsprechend glücklich zeigten sich die Rothosen nach der Partie. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel.  

Was für ein Fußballnachmittag im Volksparkstadion: In der 92. Spielminute schießt Lewis Holtby die Rothosen zum 2:1-Last-Minute-Sieg über Köln. Der Jubel kannte in der Folge keine Grenzen mehr, die ausverkaufte Spielstätte explodierte und feierte im Anschluss die Mannschaft um Matchwinner Holtby, der ausgerechnet in seinem 300. Profispiel zum Sieg traf. Nach einer Ehrenrunde durchs Stadion standen die Rothosen dann in der Mixed-Zone den Medienvertretern Rede und Antwort. Dabei zeigten sie sich auf der einen Seite glücklich über den "Sieg des Willens" und blieben auf der anderen Seite demütig im Hinblick auf die kommenden Aufgaben und die weiterhin enge Konstellation im Abstiegskampf. HSV.depräsentiert die Stimmen zum Spiel. 

Lewis Holtby: Ich bin überglücklich, dass es bei meinem Jubiläum mit einem Tor geklappt hat. Wir haben diesen Sieg erzwungen. Wir wollten es einfach mehr, hatten am Ende noch Körner und haben nochmal angezogen. Ich habe bei den beiden Grätschen vor meinem Tor einfach instinktiv gehandelt. Du musst immer alles geben und reinwerfen - ausruhen kannst du dich später. Diese Momente pushen die Fans, sie haben uns heute einmal mehr sensationell unterstützt. Das Tor und die Gefühle kann man nicht beschreiben. Als der Ball, kam dachte ich nur: "Knall drauf!" und im Anschluss war alles verrückt und mein Gehirn hat komplett ausgeschaltet. Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns, aber es geht jetzt auch wieder Schlag auf Schlag weiter und wir können uns darauf nicht ausruhen. 

Dennis Diekmeier: Die Minute des Tores kann man nicht beschreiben. Das ist einfach ein wahnsinniges Gefühl und ich bekomme Gänsehaut, wenn ich jetzt darüber spreche. Wir wollten den Sieg unbedingt, gehen früh in Führung und haben uns im Anschluss aber schwergetan. Letztlich war es aber ein Sieg des Willens. Wir treten als Team auf, jeder möchte etwas bewegen und jeder ist für den anderen da. Diesen Glauben an den Teamgeist hat Markus Gisdol seit dem ersten Tag hier eingebracht. In letzter Zeit haben wir mit Ausnahme des Bayern-Spiels gut gepunktet. Wir wollen wie zuletzt auch jetzt in Dortmund auftreten. 

Mergim Mavraj: Man kann dieses Gefühl beim Tor niemanden beschreiben. Wenn man über so viele Wochen mit so viel Druck und Gegenwind spielen muss und sich dann wie heute wieder aus dieser Schlinge befreit, dann bricht alles aus einem heraus. Das kann kein Außenstehender nachvollziehen - das ist ein unfassbarer Glücksmoment! Wir müssen nach der ersten Hälfte aber froh sein, dass es mit dem 1:1 in die Kabine geht. Die Kölner haben es heute deutlich besser gemacht als zuletzt im Pokal. Wir haben zum Ende des zweiten Durchgangs dann aber bewiesen, dass wir das Ding mehr wollen. Das Spiel heute hat genau das widergespiegelt, was uns die letzten Wochen ausgezeichnet hat.  

"Das Spiel heute hat genau das widergespiegelt, was uns die letzten Wochen ausgezeichnet hat."    

Markus Gisdol: Ich muss noch etwas runterkommen, weil das Spiel ein so emotionales Ende hatte. Wir haben gegen einen richtig guten Gegner unsere Schwierigkeiten gehabt. Das 1:1 war lange als Ergebnis okay, aber wir haben in den letzten zehn Minuten nochmal mehr investiert und das Publikum nochmal auf unsere Seite geholt. Es ist fantastisch, wie wir von den Fans getragen ist. Du hattest bei dem Tor das Gefühl, dass das Stadion zusammenbricht. Zeit für Party ist aber nicht. Wir können uns heute freuen, aber müssen gleich auch wieder gut regenerieren, weil am Dienstag das nächste Spiel ansteht. 

Peter Stöger: Gratulation an den HSV zum Sieg. Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, sind in der zweiten Hälfte aber nicht mehr ganz zum Zug gekommen und haben dann in der Schlussviertelstunde zu oft unkonzentriert agiert. Das Tor zum 2:1 war dann leider ein Spiegelbild dieser Schlussminuten. Wir hätten den Ball zuvor mehrfach klären können, schenken ihn den Hamburger dann aber her und sie haben die Chance genutzt.