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Saison

13.09.16

Potenzial vs. Zeitdruck

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer über den Saisonstart, den dritten Spieltag und den Faktor Zeit.

Am Samstag (17. September) steht dem HSV eine Premiere ins Haus: Noch nie spielte man gegen RB Leipzig, es wird der mittlerweile 54. Gegner sein, der im Volkspark um Bundesliga-Punkte antritt. Doch für den HSV ist es mehr als diese Premiere: Nach einem Punkt aus den ersten beiden Saisonspielen brennen die Rothosen auf den ersten Saisonsieg. Dietmar Beiersdorfer nahm im Vorfeld Stellung und sprach über…

 

… den Saisonstart: Wir haben phasenweise schon gut gespielt, aber nicht konstant genug. Gegen Ingolstadt die erste Halbzeit gut, die zweite nicht. In Leverkusen lange Zeit sehr ordentlich, am Ende haben wir Fehler gemacht. Das müssen wir abstellen. Denn deshalb haben wir bislang nur einen Punkt. Diesbezüglich hatten wir uns auch mehr erhofft, was ja nach den jeweiligen Spielverläufen auch absolut möglich gewesen wäre. Für uns wird es wichtig sein, die Englische Woche mit einem Positiverlebnis gegen Leipzig einzuläuten.

… den kommenden Gegner RB Leipzig: Diese Entwicklung konnte man schon so erwarten. Aber man muss auch sagen: Die Leipziger haben ihr Projekt gut aufgesetzt, sind es sehr durchdacht angegangen und haben es gut umgesetzt. Mit dem Sieg im ersten Bundesliga-Heimspiel – und dann auch noch gegen solch ein großes Kaliber wie den BVB – haben sie nun eine große Euphorie entfacht, die die Mannschaft auch mit nach Hamburg bringen wird. Ich erwarte ein sehr intensives und absolut offenes Spiel.

… vermeintliche Parallelen zwischen dem HSV und RB Leipzig: Unsere Mitgliedschaft hat 2014 entschieden, den Profifußball aus dem e.V. auszugliedern. Auch um die Möglichkeit zu schaffen, von extern Gelder zu generieren. Hierbei steht Herr Kühne extrem eng an unserer Seite, allerdings nicht in Form von Forderungen, sondern durch Hilfestellungen, die ja auch an eine Rückzahlung im Erfolgsfall gekoppelt sind. Insofern muss man ganz klar sagen, dass es sich um zwei deutlich unterschiedliche Modelle handelt. Wobei auch RB alle Auflagen der DFL erfüllt und sich damit sportlich qualifiziert hat.

… den Faktor Zeit: Altes und Neues muss sich immer erst einmal finden und ergänzen. Das benötigt naturgemäß Zeit, das ist ein Fakt. Genauso ist es aber eine Tatsache, dass man diese Zeit in der Bundesliga kaum oder sogar gar nicht hat. Wir haben ganz sicher eine Mannschaft mit vielen Potenzialen und Möglichkeiten, wenn dann aber wie zuletzt in Leverkusen vier, fünf Spieler verletzt ausfallen oder angeschlagen spielen müssen, dann kann es schwierig werden – und wenn es nur die letzte Viertelstunde betrifft, die einen dann um den eigentlich verdienten Lohn der Arbeit bringt. Aber wir können trotzdem positiv in die nächsten Spiele gehen und halten daran fest, uns weiterentwickeln und eine bessere Saison spielen zu wollen.