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Stimmen zum Spiel

30.07.22

"Hartes Stück Arbeit, aber Aufgabe erfüllt"

Der HSV hat sich in der Verlängerung bei der SpVgg Bayreuth mit 3:1 durchgesetzt und damit die nächste Runde im DFB-Pokal erreicht. Die Stimmen zum Spiel.

Am Ende waren sie nicht unbedingt begeistert, aber zumindest mit dem Resultat zufrieden. "Im Pokal geht es darum, eine Runde weiterzukommen, und wir sind froh, dass wir das geschafft haben", sprach HSV-Kapitän Sebastian Schonlau stellvertretend für alle Rothosen, während das Ausscheiden der Bundesligisten vom 1. FC Köln und Bayer Leverkusen im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion langsam die Runde machte. "Im Ernst?", fragte Schonlau einmal kurz nach, als ihn die Kunde erreichte, um dann hinterherzuschieben: "Da sieht man es ja wieder, das zeichnet den Pokal eben aus. Insofern freuen wir uns einfach, dass wir eine Runde weiter sind, auch wenn es natürlich ein hartes Stück Arbeit war."

Hierbei hatte der HSV zur Pause mit 0:1 hinten gelegen, aber speziell durch die eingewechselten Ransford Königsdörffer und Ogechika Heil dem Spiel im zweiten Durchgang die entscheidende Wendung geben können und schlussendlich durch Treffer von Könisgdörffer, der einen Doppelpack schnürte, und Käpt`n Schonlau mit 3:1 n.V. gewonnen. Wie die anderen Protagonisten des Spiels dieses harte Stück Arbeit erlebten und einordneten, das lest ihr in den Stimmen zum Spiel.

"In der ersten Hälfte fehlte einfach alles, was unseren Fußball ausmacht" Daniel Heuer Fernandes

Daniel Heuer Fernandes: Mit der ersten Hälfte können wir natürlich nicht zufrieden sein, da fehlte die Spannung und einfach alles, was unseren Fußball ausmacht. Das ist natürlich nicht unser Anspruch. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht, waren besser in den Zweikämpfen, sind schneller in die Box gekommen, waren zielstrebiger. Warum wir das nicht von Beginn an auf den Platz bekommen haben, obwohl wir genau wussten, was uns hier erwartet, ist für mich nicht erklärbar. Dass wir zu Beginn gefühlt gar nicht auf dem Platz sind, das müssen wir dringend und schleunigst ändern. Am Ende war es dann ein verdienter Sieg, aber Bayreuth hat einen großen Pokalkampf geliefert und wir müssen zusehen, dass wir künftig richtig da sind und wieder unseren Fußball spielen.

Sebastian Schonlau: Wir hatten zu Beginn einige Probleme, wir sollten deshalb unseren Fokus auf die zweite Halbzeit legen, in der wir es deutlich besser gemacht haben. Wir sind gut rausgekommen, hatten sehr gute Chancen, die wir natürlich nutzen müssen, aber speziell durch die Einwechslungen haben wir im zweiten Durchgang klar das Spiel auf unsere Seite gezogen und am Ende auch verdient gewonnen. Aber wir müssen weiter daran arbeiten, unser Spiel wieder konsequenter durchzuziehen, dominanter zu sein und die Dinger zu gewinnen. Dass ich mit meinem Tor dieses Mal dazu beitragen konnte, freut mich natürlich, aber das ist ja auch das Ziel, wenn ich als Abwehrspieler bei Standards mit nach vorn gehe.

"Der Trainer hat in der Halbzeit die richtigen Dinge angesprochen und die richtigen Leute gebracht" Jonas Meffert

Ransford Königsdörffer: Wir sind eine Runde weiter, das ist entscheidend. Dass ich dabei sogar mein erstes Tor für den HSV schießen konnte, ist für mich natürlich umso schöner. Ich hätte auch noch mehr Tore als meine beiden machen können, ich hatte viele gute Chancen wie beispielsweise den Latten-Kopfball. Aber zumindest konnte ich mein Ziel, nach meiner Einwechslung richtig Schwung in unser Spiel zu bringen, in die Tat umsetzen. So haben wir Bayreuth müde gelaufen und gespielt, und als bei ihnen immer mehr die Kräfte nachließen, haben wir zugeschlagen und am Ende verdient gewonnen, nachdem das Spiel für uns sehr unglücklich begonnen hatte.

Jonas Meffert: In der ersten Halbzeit waren wir zu fahrig und zu hektisch, in der zweiten Halbzeit haben wir es dann besser gemacht. Der Trainer hat in der Halbzeit die richtigen Dinge angesprochen und die richtigen Leute gebracht, so dass wir in der zweiten Hälfte wirklich gut gespielt haben. Ich finde, dass wir den Sieg auch nach 90 Minuten schon verdient gehabt hätten, aber der Bayreuther Keeper hat einige Bälle ganz stark gehalten und so für die Verlängerung gesorgt. So war es ein hartes Stück Arbeit, aber das sind Pokalspiele immer. Wir haben am Ende die Partie gedreht, haben die Aufgabe erfüllt, und das gibt uns auch Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben, weil solche Momente zusammenschweißen.

"Bayreuth hat es uns richtig schwer gemacht und eine starke Leistung gezeigt" Tim Walter

Tim Walter: Es war das erwartet schwere Pokalspiel gegen einen Gegner, der es heute sehr gut gemacht hat. Wir hingegen haben es in der ersten Hälfte überhaupt nicht hinbekommen, Ballsicherheit und Tiefe in unser Spiel zu bekommen. Das war auf jeden Fall die schlechteste Leistung, seit ich Trainer beim HSV bin. Aber in der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung haben wir es drehen können, was für unsere Einwechselspieler und auch für den Charakter der Jungs und für unser starkes Teamgefüge spricht. Deshalb Kompliment an meine Mannschaft, ebenso wie an die Bayreuther, die es uns richtig, richtig schwergemacht und eine starke Leistung gezeigt haben.

Thomas Kleine: Wir haben das Spielfeld in der ersten Halbzeit sehr eng gehalten, was gut aufgegangen ist. Auch in der zweiten Hälfte haben wir alles reingeworfen, aber der HSV wurde immer stärker, hatte viele Chancen und hat deshalb am Ende auch verdient gewonnen. Aber natürlich hat es uns wehgetan, da wir bis kurz vor Schluss geführt haben. Trotzdem können wir sehr stolz auf uns sein, auch wenn wir realistisch einschätzen können, dass der Hamburger Sieg verdient ist.