
Stimmen zum Spiel
04.03.26
„Ein sehr nerviges Gefühl“
Der HSV hat das Nachholspiel gegen Bayer 04 Leverkusen mit 0:1 verloren und hatte dabei zum Ende Pech mit dem Aluminium. Daher haderten die Rothosen in den Stimmen zum Spiel mit Leistung und Ergebnis.
Nicolai Remberg: Gerade ist es ein sehr nerviges Gefühl, weil wir zum Ende die eine Riesenchance hatten, um doch noch irgendwie einen Punkt mitnehmen zu können. Luka weiß aber, dass ihm keiner einen Vorwurf macht. Wir haben schon oft im Volksparkstadion gezeigt, dass wir es auch gegen stärkere Teams können. Heute war es keine gute Leistung, aber ich würde nicht von einem Einbruch sprechen. Wir haben zuletzt gegen zwei Top-Teams gespielt und knapp verloren. Ich finde es gut, dass es uns nervt, dass wir nicht gut in den Positionen stehen und nicht gut gekickt haben. Das spricht für unseren Anspruch. Natürlich hat es mich gefreut und stolz gemacht, heute als Kapitän aufzulaufen. Wenn mir das jemand früher als kleiner Junge gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt. Es ist besonders.
„Es ist normal, dass du als Aufsteiger gegen eine Champions-League-Mannschaft gewisse Räume vorrangig schließen musst.“
Daniel Heuer Fernandes: Wir haben uns vor dem Spiel mehr vorgenommen, aber wir haben die gefährlichen Räume nicht gefunden. Wir hatten Unsauberkeiten im Passspiel und Schwierigkeiten, die Positionen zu finden. Gegen einen sehr guten Gegner hatten wir, so ehrlich müssen wir sein, 70 Minuten lang kaum Torchancen. Es ist aber normal, dass du als Aufsteiger gegen eine Champions-League-Mannschaft mit viel Ballbesitz gewisse Räume vorrangig schließen musst, weil du sonst ganz einfach ausgespielt wirst. Trotzdem waren wir lange Zeit im Spiel. Wir haben am Ende alles versucht und hatten noch mal zwei Chancen durch Otto und Luka. Schade, dass sie nicht reingegangen sind. Am Samstag wartet ein anderes Spiel auf uns. Darauf werden wir eingestellt sein.
Daniel Elfadli: Heute war es nicht die Art und Weise, wie wir uns präsentieren wollen. Auch gegen einen Gegner wie Leverkusen muss es unser Anspruch sein, unser Spiel auf den Platz zu bringen. Das haben wir heute nicht geschafft. Wir haben im Kollektiv nicht die Leistung abgerufen, die es braucht, um so einen Gegner zu schlagen. Es ist normal, dass unser Weg nicht immer nach oben geht. Wir müssen lernen, auch mit diesem Prozess umzugehen.
„Unser Ziel war es, das Spiel gegen eine solche starke Mannschaft möglichst lange offen zu halten.“
Merlin Polzin: Glückwunsch an Leverkusen zu einem verdienten Sieg. Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die sich nicht nur mit dem Ball unangenehm positionieren und spielen kann, sondern auch gegen den Ball. Wir wollten Fußball spielen und von hinten heraus aufbauen und sind ehrlich gesagt kaum ins Spiel gekommen, weil sehr gut gepresst wurde. Deshalb haben wir in der Halbzeit umgestellt. Das hat man im zweiten Durchgang gesehen, als wir mehr mit langen Bällen operiert haben. Unser Ziel war es, das Spiel gegen eine solch starke Mannschaft möglichst lange offen zu halten. Das haben wir geschafft. Am Ende hätten wir uns mit der letzten Möglichkeit fast noch den Punkt erkämpft, auch wenn dieser sicherlich nicht verdient gewesen wäre. Wir können diese Niederlage gegen eine Top-Mannschaft der Bundesliga einordnen. Es geht jetzt darum, zu regenerieren, um am Samstag ein gutes Spiel zu zeigen und ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Kasper Hjulmand: Es war ein schwieriges Spiel. Ein großes Kompliment an die Arbeit des HSV – sie haben eine gute Mannschaft mit einer hohen Variabilität im Aufbauspiel. Wir haben selbst ein gutes Spiel gemacht. Wir waren sehr aktiv im Pressing, hatten viele hohe Ballgewinne, auch wenn wir das Tor im ersten Durchgang verpasst haben. Das haben wir im zweiten Durchgang nachgeholt. Wir haben dann zwei, drei Umschaltaktionen verpasst, und Janis hat gut im Tor gehalten. Insgesamt bin ich zufrieden mit unserem Spiel. Die drei Punkte sind sehr wichtig für uns.
