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Nachbericht

01.06.20

Ein Sieg für den Kopf, eine Pause für die Beine

Zum Abschluss einer körperlich wie mental ermüdenden Englischen Woche bringt der jüngste 3:2-Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden den HSV wieder auf Kurs. Ab Mittwoch beginnt nun die Vorbereitung auf das nächste Heimspiel gegen Holstein Kiel.  

David Kinsombi präsentierte sich unmittelbar nach dem gestrigen 3:2-Sieg gegen Wiesbaden verbal ähnlich zielstrebig und schnörkellos wie zuvor auf dem Platz, als er auf die Gäste-Treffer zum zwischenzeitlichen 0:1 und 2:2 sportlich die passenden Antworten gab und als Doppelpacker zum Matchwinner avancierte. „Dieser Sieg gibt uns Mut. Jetzt geht es ums Gewinnen. Zuletzt wurde uns vorgeworfen, dass wir in Schönheit sterben. Heute gewinnen wir das Spiel schmutzig. Am Ende nehmen wir lieber drei Punkte als schönen Fußball zu spielen“, entgegnete der 24-Jährige in einem Interview auf die Frage, was ihm angesichts der mäßigen Leistung und des sehr knappen Sieges gegen den Vorletzten Mut für die nächsten Spiele mache. Kinsombi, der zum ersten Mal in der Rückrunde in die Startelf rückte und gegen seinen Jugendclub aus Hessen seine Saisontreffer vier und fünf markierte, formulierte nach einer lebhaften Englischen Woche aus HSV-Sicht damit das passende Wort zum Sonntag. 

Den "absoluten Willen" gezeigt

Zuvor hatten die Rothosen im Duell des 29. Spieltags gegen den SV Wehen Wiesbaden anders als noch in den drei Re-Start-Spielen gegen Fürth (2:2), Bielefeld (0:0) und Stuttgart (2:3) fußballerisch keine überzeugende Leistung gezeigt, sich statistisch gesehen mit Ausnahme des Ballbesitzes (66:34 Prozent) und der Passquote (89:70 Prozent) einen ebenbürtigen Schlagabtausch geliefert. „Wir wussten, dass es heute mit der Enttäuschung der letzten drei Spiele, in denen wir toll gespielt, uns aber nicht belohnt haben, sehr schwer wird. Heute war es eine Sache des Willens. Ich bin heilfroh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir haben nie aufgesteckt, immer an uns geglaubt“, erklärte HSV-Trainer Dieter Hecking. Dabei gab es sie durchaus, die Rückschläge, in denen man Glaube und Mut hätte verlieren können. Joel Pohjanpalo (7.) vergab früh eine 100-prozentige Chance auf die Führung, selbige markierte dann mitten in einen druckvollen Beginn der Hausherren hinein Manuel Schäffler (12.), der zugleich für den ersten Gegentreffer der Rothosen in der Anfangsviertelstunde in dieser Saison verantwortlich zeichnete. Der HSV fand durch David Kinsombi (14.) und Joel Pohjanpalo (27.) zunächst die passenden Antworten und drehte die Partie binnen 15 Minuten wieder zu seinen Gunsten. Einzig das spielerische Selbstverständnis wollte sich mit der Führung im Rücken nicht einstellen. 

Als HSV-Kapitän Aaron Hunt (55.) kurz nach dem Wiederanpfiff die bis dato beste Möglichkeit auf einen weiteren Treffer verstreichen ließ und Schäffler (57.) zwei Zeigerumdrehungen später vom Punkt aus einen Foulelfmeter verwandelte, sah es so aus, als würde der HSV zum dritten Mal in den vergangenen vier Partien nach einer Führung noch wertvolle Punkte abgeben – in Fürth waren es zwei, am Donnerstagabend beim schmerzhaften 2:3 in Stuttgart gar drei. Doch dieses Mal bewiesen die Hamburger ihre mentale Stärke und erzielten ausgerechnet in ihrer schwächsten Phase durch Kinsombi (76.) den späteren Siegtreffer zum 3:2. „Wir haben beim VfB eine der bittersten Niederlagen seit geraumer Zeit, auch für mich als Trainer, erleben dürfen. Dass unsere Mannschaft nur drei Tage später wieder über den Willen gehen muss, einen widerstandsfähigen Gegner bearbeiten muss, mehr läuft als der Gegner und eine Phase übersteht, in der Wiesbaden das Spiel entscheiden kann, das alles zeigt, welch tolle Mannschaft der HSV hat und mit welchem Charakter diese Spieler ausgestattet sind“, fand Hecking lobende Worte für die Resilienz seiner Truppe, in die er neben Doppelpacker Kinsombi mit dem zweifachen Vorlagengeber Sonny Kittel (zuletzt Infekt), Keeper Julian Pollersbeck und Louis Schaub drei weitere frische Kräfte beordert hatte.

"Diese Mannschaft wird voll durchziehen, alles versuchen und immer wieder aufstehen" Dieter Hecking

Frische – sowohl mentale als auch körperliche – gilt es jetzt auch vor dem nächsten Spiel in einer Woche gegen den Tabellensiebten Holstein Kiel (8. Juni, Anstoß: 20.30 Uhr) wieder zu generieren. Hecking gewährt seiner Mannschaft dafür zwei freie Tage, ehe am Mittwoch die Vorbereitung auf die Kieler beginnt. Dann wird der 55-Jährige mit Gideon Jung und Jan Gyamerah zwei weitere Optionen im ohnehin breiten Kader zurück im vollständigen Teamtraining wissen. „Das sind zwei Granaten, die wir im Endspurt dazubekommen“, freut sich der Übungsleiter, der mit voller Zuversicht auf diesen Endspurt blickt. Zum einen, weil die Rothosen als Tabellendritter mit zwei Punkten Rückstand auf den VfB Stuttgart und einem Punkt Vorsprung vor dem 1. FC Heidenheim bei noch fünf auszustehenden Spielen eine ordentliche Ausgangsposition im Aufstiegsrennen aufweisen und zum anderen, da sein Team mit dem 3:2-Heimsieg gegen Wiesbaden einer enormen Drucksitaution standgehalten hat. „Diese Mannschaft wird voll durchziehen. Wenn es am Ende reicht, dann werden wir etwas zu feiern haben", sagt Hecking. "Wir werden alles versuchen und immer wieder aufstehen. Nach der Niederlage gegen Stuttgart war es gefordert, wieder aufzustehen. Auch während des Spiels musste die Mannschaft zweimal aufstehen und sie hat das geschafft. Das zeigt, dass diese Mannschaft absolut den Willen hat, aufzusteigen."

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