
Saison
03.02.26
Claus Costa: „Eine sehr intensive Zeit mit vielen Transferbewegungen“
In einer Medienrunde sprach HSV-Sportdirektor Claus Costa über die zurückgelegte Winter-Transferperiode, die Qualitäten der Neuzugänge und die Suspendierung von Jean-Luc Dompe.
Hinter HSV-Sportdirektor Claus Costa liegen ereignisreiche Tage und Wochen. Die Winter-Transferperiode gilt länder- und ligenübergreifend für die sportlich Verantwortlichen jedes Jahr aufs Neue als besonders anspruchsvoll und intensiv. Umso beeindruckender sind die insgesamt 13 Kaderbewegungen, die Costa und sein Team rund um die Bundesliga-Mannschaft des HSV vollzogen haben. Neben vier Neuzugängen in Damion Downs, Sander Tangvik, Albert Grönbaek und Philip Otele steht auf der Zugangsseite die Rückkehr von Offensivspieler und Eigengewächs Otto Stange, dessen Leihe zur SVE vorzeitig beendet wurde. Zugleich ist es gelungen, den Kader mit gleich acht Abgängen wunschgemäß zu verkleinern. So verließen Daniel Peretz (FC Southampton), Jonas Meffert (Holstein Kiel), Guilherme Ramos (Beijing Goan), Anssi Suhonen (Odense BK) und Silvan Hefti (D.C. United) den Verein, während Aboubaka Soumahoro (AS Saint-Etienne), Emir Sahiti (Maccabi Tel Avic) und Immanuel Pherai (SV Elversberg) vorübergehend verliehen wurden. Vor dem heutigen Trainingsstart in die Woche vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim am Sonnabend (7. Februar) sprach der 41-jährige Ex-Profi in einer Medienrunde über die für ihn „sehr intensive Zeit mit vielen Transferbewegungen.“
Im Detail äußerte sich Claus Costa dabei über …
… die Neuzugänge in der Offensive: Wir sind sehr zufrieden mit den Verpflichtungen. Wir haben frühzeitig mit Damion Downs einen Stürmer verpflichtet, der unserem ausgearbeiteten Profi entspricht. Dazu haben wir mit Albert Grönbaek und Philip Otele zuletzt noch zwei Spieler dazu genommen, die uns offensiv definitiv noch einmal verstärken und variabler machen.
Philip hat einen spannenden Karriereweg hinter sich, der ihn letztlich bis hin in die Bundesliga geführt hat. Er war direkt angefixt vom HSV. Er ist ein Spieler, der in den letzten Jahren seine Torgefahr durch direkte und indirekte Beteiligungen unter Beweis gestellt hat. Er hat auf der linken Seite viel Zug zum Tor und kann uns offensiv hoffentlich einen Push geben.
Albert ist ein variabel einsetzbarer Offensivspieler, der sich als feiner Techniker zwischen den Linien wohlfühlt. Er hat in Norwegen gelernt, wie wichtig die intensive Arbeit gegen den Ball ist. Wir hoffen, dass wir ihn in unserem Setting, den Spaß am Fußball zurückgeben können. Er war Feuer und Flamme, als er gehört hat, dass der HSV an ihm interessiert ist.
… die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam bei Transfers: Die Trainer sind eng in den Transferplanungen eingebunden. Vertrauen und Kommunikation sind hier die höchsten Güter. Es macht für mich keinen Sinn, einen Spieler zu verpflichten, den die Trainer erst kennenlernen, wenn er verpflichtet worden ist. Wir arbeiten viel über die Gruppe und ihre Energie. Die Trainer haben einen hohen Anspruch an die Stimmung innerhalb der Kabine. Deshalb sollen und müssen sie ein Mitspracherecht haben. Wir nehmen sie in unsere Planungen transparent mit, weil sie auch teamorientiert mitarbeiten und Bock haben, sich einzubringen. Das ist aktuell eine unserer großen Stärken, dass wir inhaltlich hart diskutieren können, nicht immer einer Meinung sind und trotzdem am Ende gemeinsam die Entscheidung treffen.
… die generelle Ausrichtung der Mannschaft: Der Schlüssel für den Klassenerhalt ist vor allem eine stabile Defensive. Was die Verteidigung angeht, haben wir seit dem Sommer sehr große Schritte nach vorn gemacht. Wir haben gezeigt, dass wir als Team sehr kompakt verteidigen können. Trotzdem war uns bewusst, dass wir für mehr Effizienz im Spiel nach vorn sorgen müssen. Diesbezüglich erhoffen wir uns nicht nur durch die Transfers, sondern auch die Weiterentwicklung des Spielstils, dass wir in den nächsten Wochen Fortschritte machen werden.
… die Strafen gegen Jean-Luc Dompe: Uns war wichtig, dass wir in diesem Thema klar sind und Haltung zeigen. Dieses Fehlverhalten ist nicht zu tolerieren. Was ihm am meisten wehtut, ist die Tatsache, dass man ihm das Fußballspielen wegnimmt. Deshalb ist er weiter vom Spielbetrieb suspendiert. Wir haben uns mit Jean-Luc zusammengesetzt und ganz deutlich ein klärendes Gespräch mit ihm geführt, in dem er sein Verhalten noch einmal ausdrücklich entschuldigt hat und sich erklärt hat. Er weiß, dass er verantwortungslos gehandelt und sich selbst, aber auch dem HSV großen Schaden zugefügt hat. Er ist jetzt bei der Mannschaft, wird im Laufe der Woche teilintegriert ins Training einsteigen und dann schauen wir, was die Zukunft bringt.
