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Nachbericht

18.10.20

Erfolgreicher Start in die englische Woche

Arbeitssieg im Kasten, englische Woche vor der Brust: Nach dem 1:0-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth gibt HSV.de einen Überblick über die aktuelle Lage nach Fürth und vor dem doppelten Volkspark-Heimspiel.

Als die Rothosen am Sonnabendnachmittag (17. Oktober) nach dem erkämpften 1:0-Auswärtssieg bei der SpVgg Greuther Fürth die Rückreise nach Hamburg antraten, war den Akteuren die Erleichterung über die eingefahrenen drei Punkte merklich anzusehen. Es war ein gemeinschaftlicher Kraftakt gewesen, der insbesondere nach Toni Leistners Platzverweis kurz nach dem Wiederanpfiff von den verbliebenen zehn Spielern viel Hingabe und Siegeswillen erfordert hatte und schlussendlich die drei Punkte brachte. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment dafür machen, wie sie im Anschluss an den Platzverweis verteidigt und sich reingehängt hat“, lobte Chef-Coach Daniel Thioune seine Schützlinge in der Pressekonferenz nach der Partie, „wir haben eine sehr gute Mentalität gezeigt, denn in Unterzahl in Fürth zu bestehen, ist eine riesengroße Herausforderung.“

Nach diesem kräftezehrenden Arbeitssieg verordnete das Trainerteam den HSV-Profis eine ordentliche Portion Regeneration, die am Sonntagvormittag (18. Oktober) anders als gewohnt ausfiel. Statt des obligatorischen Auslaufens im Volkspark und dem Spielersatztraining auf den Trainingsplätzen standen dieses Mal regeneratives Krafttraining und sportmedizinische Behandlungen im Stadion auf dem Plan. Der Grund: Die englische Woche, die den Rothosen aufgrund der Nachholpartie gegen den FC Erzgebirge Aue bevorsteht. Bereits am Mittwoch empfängt die Thioune-Elf die Veilchen, drei Tage später kommen die Würzburger Kickers in den Volkspark. Nach Fürth ist also vor Aue und Würzburg – und HSV.de gibt einen umfassenden Überblick über diese englische Woche mit gleich zwei herausfordernden Heimspielen.

Der Rückblick

Mit dem 1:0-Auswärtssieg bei der SpVgg Greuther Fürth konnte das Team von HSV-Cheftrainer Daniel Thioune im dritten Ligaspiel der Saison 2020/21 bereits den dritten Sieg einfahren. Ein perfekter Start, der nicht nur den besten Ligastart der Rothosen in der Zweiten Bundesliga markiert, sondern auch einen Eintrag in die clubinternen Geschichtsbücher bedeutet: Drei Siege zum Ligastart gelangen dem HSV seit Gründung der Bundesliga im Jahr 1963 nämlich erst ein einziges Mal: und zwar vor 46 Jahren in der Spielzeit 1974/75. Damals konnte die Elf von der Elbe unter Trainer Kuno Klötzer drei Siege gegen Borussia Mönchengladbach (3:1), die Kickers Offenbach (1:0) und Eintracht Frankfurt (3:1) einfahren. Das 1:0 in Fürth war also zumindest ergebnistechnisch ein guter Startschuss für die anstehende englische Woche.

Der Ausblick

Am Mittwochabend (21. Oktober, Anpfiff 18.30 Uhr) bekommt der HSV direkt die Gelegenheit, seine Siegesserie weiter auszubauen, wenn das Team vom FC Erzgebirge Aue in den Volkspark reist – bereits zum zweiten Mal in diesem Monat. Denn die Veilchen waren schon am ersten Oktoberwochenende im Rahmen des 3. Spieltags in der Hansestadt, bevor die Partie kurzfristig aufgrund zweier positiver PCR-Testungen bei den Gästen abgesagt werden musste. Nach dem unplanmäßigen Nachholspiel am Mittwoch steht drei Tage später am Sonnabend (24. Oktober, Anpfiff 13 Uhr) schon wieder die nächste Herausforderung auf dem Programm: Die Würzburger Kickers kommen als hochmotivierter Aufsteiger in den Volkspark. Eine anstrengende Woche samt zwei herausfordernder Heimspiele, die den Rothosen bevorsteht. Der erfahrene HSV-Neuzugang Sven Ulreich weiß, worauf es jetzt ankommt: „Wir werden all unsere Kräfte benötigen. Deswegen müssen wir jetzt erst einmal gut regenerieren und den Fokus im Training klar auf das nächste Spiel und damit auf Aue richten.“

Der Gegner

Der FC Erzgebirge Aue belegte in der abgelaufenen Spielzeit einen guten 7. Tabellenplatz in der Zweiten Liga und geht bereits in seine fünfte Zweitliga-Saison in Serie. Seine gute Form aus der vergangenen Saison konnte das Team von Cheftrainer Dirk Schuster in den ersten drei Partien bereits bestätigen und zeigen, dass wieder mit dem FC zu rechnen ist. Die Veilchen, die gewohnt über große Kompaktheit und Mentalität, aber auch über starke Einzelspieler wie beispielsweise U21-Nationalspieler Florian Krüger oder Torwart-Legende Martin Männel verfügen, starteten mit einem 3:0-Auswärtssieg gegen den Aufsteiger aus Würzburg, einem 1:1-Remis gegen Fürth und einem 2:1-Heimsieg gegen Heidenheim in die Saison. Am Mittwoch geht es für Erzgebirge Aue dann in den Volkspark.

Die Personalsituation

Im Fußballjargon wird ja häufig von einer „angespannten Personalsituation“ gesprochen, sofern viele Stammkräfte nicht zur Verfügung stehen. Und wie genau eine solche Situation dann aussieht, das sieht man derzeit bei den Rothosen. Denn die Liste der nicht zur Verfügung stehenden Spieler für das Aue-Heimspiel ist lang. So muss Daniel Thioune weiterhin auf Rick van Drongelen verzichten, der nach seinem Kreuzbandriss allerdings weiter Fortschritte macht und wieder erste Laufübungen absolviert. Wahrscheinlich werden außerdem auch Josha Vagnoman (nach Bänderriss im Sprunggelenk) und Tim Leibold (Adduktoren-Probleme) gegen Aue noch nicht zum Einsatz kommen können. Zusätzlich dazu musste in der Fürth-Partie auch noch Jeremy Dudziak in der ersten Halbzeit aufgrund einer ausgekugelten Schulter ausgewechselt werden, ob er für das Aue-Spiel zur Verfügung stehen wird, steht noch nicht fest. Klar hingegen ist, dass der Trainer auf Innenverteidiger Toni Leistner verzichten muss, der durch seine als Notbremse geahndeten Verteidigungsaktion in Fürth die Rote Karte gesehen hatte und deshalb gegen Aue gesperrt fehlen wird. Damit stehen Thioune allein in der Viererabwehrkette fünf potenzielle Stammkräfte nicht zur Verfügung. Der Coach wird wieder improvisieren müssen.

Das sagt HSV-Chefcoach Daniel Thioune

„Der gestrige Sieg war ein Sieg des Willens, der Bereitschaft und des ‚Ekligseins‘. Das ist das, was wir von der Mannschaft einfordern. Es soll den anderen Mannschaften in der Zweiten Liga keinen Spaß machen, gegen den HSV zu spielen. Die Fürth-Partie war deshalb aus meiner Sicht ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung und auf unserem Weg, der uns weiter wachsen lässt. Wir müssen diese Energie jetzt mit in die englische Woche nehmen und trotz der vielen Ausfälle unser vollstes Potential abrufen.“