
HSV-Frauen
06.02.26
Camilla Linberg: „Genau so etwas wünscht man sich als Spielerin“
Die neue Stürmerin der HSV-Frauen sprach im Zuge einer Medienrunde über ihre Ankunft in Hamburg, die Trainingsbedingungen und ein bekanntes Gesicht bei den HSV-Männern.
Ein eisiger Wind fegt derzeit durch die Hansestadt – und seit der Winterpause auch durch den Sturm der Rothosen: „Nur weil ich das Wetter schon kenne, heißt es ja nicht, dass ich es auch mag“, scherzte die 26-jährige Camilla Linberg nach der eisigen Trainingseinheit. Die vom norwegischen Club Kolbotn IL zum HSV gewechselte Offensiv-Akteuerin, sorgte bereits bei ihrem ersten Einsatz im HSV-Dress selbst für Wirbel. Mit viel Tempo und Unbekümmertheit belebte sie die Offensive und holte im wichtigen Duell gegen die SGS Essen den entscheidenden Elfmeter heraus.
Bei der Medienrunde sprach Camilla außerdem über …
… die Anfrage vom HSV und die ersten Tage vor Ort: Als ich gehört habe, dass der HSV Interesse hat, habe ich sofort an die große Geschichte dieses Clubs gedacht. Dass beide Teams nun wieder in der Bundesliga spielen, macht es umso spannender – ich dachte direkt, dass das eine richtig tolle Erfahrung werden kann. Ich selbst spiele mit sehr viel Leidenschaft und Emotionen und ich hatte das Gefühl, dass dieser Club genauso ist. Dieser Eindruck hat sich in den ersten Tagen bestätigt: Ich habe die Mädels und das Trainerteam kennengelernt, wurde herzlich aufgenommen und habe sehr professionelle Bedingungen vorgefunden. Ich bin sehr dankbar, hier zu sein.
… das Training am HSV-Campus: Die Trainingsbedingungen sind eine zehn von zehn. Jeden Morgen auf dem Weg zum Stadion freue ich mich, unter solchen Bedingungen spielen zu dürfen – genau so etwas wünscht man sich als Spielerin. Das wir nun am Campus trainieren dürfen zeigt, wie sehr der HSV an den Frauenfußball glaubt und gleichzeitig rücken wir alle noch näher zusammen. Auch die Männermannschaft sehen wir fast täglich - alle grüßen einander und sind sehr freundlich.

… norwegische Verbindungen: Es macht immer Spaß, gegen Landsfrauen zu spielen. Am Wochenende werde ich im Spiel gegen Leipzig auf Andrea Norheim treffen, die ich sehr gut kenne – darauf freue ich mich. Grundsätzlich sind es für mich aber alles Gegnerinnen, die es zu überwinden gilt, egal welcher Nationalität sie angehören. Auch hier im Verein habe ich mit Sander (Anm. d. Red. Tangvik) ein bekanntes Gesicht wiedergesehen. Wir haben beide zur gleichen Zeit für Rosenborg gespielt. Es ist immer schön, wenn man etwas Norwegisch sprechen kann. (lacht)
… ihre Qualitäten auf dem Platz und die Ziele mit der Mannschaft: Ich sehe mich als Stürmerin, kann aber auch im Mittelfeld spielen. Ich bin keine typische große, robuste Neunerin, sondern bereite Chancen vor, starte viele Tiefenläufe und versuche, mir mit meiner guten Technik einen Vorteil zu verschaffen. Mein Fokus liegt darauf, alles für meine Mannschaft zu geben und dazu beizutragen, dass wir auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spielen werden.
Tickets für die Partie am kommenden Sonntag gegen RB Leipzig (Anpfiff: 14 Uhr) gibt eshier.
